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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1904. 
man demnach 0,104 — 0,052 == 0,052 rechnen, was mit dem entsprechenden 
Wert in Zahlentafel 1 übereinstimmt. 
Auf diesem Wege könnte: man mit Hilfe der Versuche mit und ohne 
eingekleideten Versuchsraum unter der wohl berechtigten Annahme, daß die im 
runden Versuchsraum ermittelten Mitwindwerte richtig sind, die Werte für die 
betreffende Örtlichkeit ohne Einkleidung (falls sonst keine störenden Luft- 
strömungen darin auftreten) zuverlässig feststellen. Im Interesse einer exakten 
Aichungsmethode dürfte dieses Verfahren zu empfehlen sein, da auch die Kosten 
einer runden Einkleidung in der beschriebenen Weise vicht hoch sind, — sie 
betrugen einschl. Material und Löhne etwa 40 Mark. 
Für unsere Station lag nun die Frage vor, ob es zweckmäßig ist, die 
wenig schön und beengend wirkende Einkleidung zu belassen oder nur zum 
Studium der Mitwindfrage zu benutzen. 
Über diesen Punkt gibt Diagramm Fig. 3 für Anemometer Nr. 512 
Auskunft. 
Die punktierte Linie entspricht der 
Korrektion für den Versuch im nicht ein- 
gekleideten Raum, die ausgezogene derjenigen 
im eingekleideten Raum, Abgesehen davon, 
daß die Korrektionen bis zu 2,5%, abweichen 
(bei 400 m in der Minute Ablesung), was für 
praktische Messungen weniger von Bedeutung 
ist, verläuft die ausgezogene Linie als Gerade 
so viel mehr gesetzmäßiger als die punktierte 
— ein Gleiches erhält man für Anemometer 
Nr. 192 —, daß unzweifelhaft der Einfluß der 
an zwei Stellen bis 300 mm an die Anemometer 
herantretenden Längswände des Versuchs- 
raumes nicht von der Hand zu weisen ist. 
Es wird daher die runde Einkleidung voraus- 
sichtlich als feststehende Einrichtung bei- 
behalten werden. 
Damit ist unseres Wissens die erste Anemometer-Prüfungsstation mit 
rundem Versuchsraum geschaffen und in Betrieb genommen. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Zu der Vierteljahrskarte für die Nordsee und Ostsee Winter 1905/04. 
Auf Seite 4 des Januarheftes der „Ann. d. Hydr. etc.“ 1904, ist angegeben, daß 
diese Karte die Stationen für drahtlose Telegraphie enthält. Es wird bemerkt, 
daß die Station für drahtlose Telegraphie „Eider-Feuerschiff“ darin nicht ver- 
zeichnet ist. Diese Station ist daher nachzutragen, 
2. Anweisung für Dampfer vom Ost-Fahrwasser des Hugli nach Kap 
Guardafui durch den 1'/2°-Kanal im Juni. Von Kapt. L. Schmidt, D. „Wartburg“, 
Hat man den Lotsen abgesetzt, so steuert man von „Eastern Channel“- 
Feuerschiff nach Little Basses rw. 203° (SSW). 
Die Entfernung beträgt etwa 958 Sm. Der Strom setzte auf diesem Wege 
im Juni 1908 S6°0O 21 Sm. Der Wind war anfangs SSW, von 15° N-Br. an 
SW—WSW und seine Stärke schwankte zwischen 4 und 6 der Beaufort-Skala, 
Ist man sicher, die Küste von Ceylon bei Tage anlaufen zu können, so 
halte ich für zweckmäßig, schon früher darauf hinzusteuern, um den Schiffsort 
nach Peilungen der in den Karten verzeichneten Gebirge und Hügel zu bestimmen, 
da durch häufige Böen mit schwerem Regen manchmal das Anlaufen der Basses 
erschwert wird. Man hat, von Norden kommend, der Reihe nach Friars Hood, West- 
minster Abbey, Lion Peak und Saddle Hill als Peilobjekte, welche leicht aus- 
zumachen sind, da ihre Formen den Namen gut entsprechen. Auch sind diese
	        
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