Stach, E.: Über Mitwindbestimmung bei Anemometer-Prüfungen, - 77
. Die Gesetzmäßigkeit und Richtigkeit der Art der Mitwindbestimmung
erscheint hiernach zweifellos.
Von besonderer Wichtigkeit ist nun das Ergebnis von Aichungen eines
und desselben‘ Anemometers im nicht eingekleideten und im eingekleideten
Versuchsraum mit Berücksichtigung der. alten Mitwindwerte für die erste und
der neuen für die zweite Versuchsart. . Die Ausführung solcher Versuche ist
leicht zu ermöglichen, da die beschriebene Einkleidung durch Herausnehmen des
unteren Spannringes, Abhängen und Aufrollen des Wettertuches in 10m» durch
zwei Personen zu entfernen und ebenso schnell wieder anzubringen ist. ;
Zahlentafel 4 enthält zwei solcher Versuche mit zwei Casella-Anemometern
Nr. 512 und 192, welche nach voraufgegangener Reparatur geaicht wurden und
dann zur Wettermessung in Gruben dienen sollten.
Die Zahlen der Tafel geben Meter in der Minute, da die Vorschriften
der Bergbehörde die auf den Kopf der Belegschaft mindestens zu beschaffenden
Lufimengen in Kubikmeter in der Minute angeben, so daß demgemäß auch die
Messungen in den Gruben zur Zeit noch auf die Minute bezogen werden.
Zahlentafel 4,
Versuchsraum nicht eingekleidet.
Versuchsraum eingekleidet.
VY | Vx |! Ya vu) Vz
ıNr.512 Nr. 192
Yı—V,
| | vv
v'+y.v a
X Nrö519
vY
Yı—V 4 |v _
' aha kK—V,
53
93
141
250
377 |
465
530 |
605 |
726
896
12
75
118
220
335
420
480
550
662
RS
40,5
77,5
125
237
372
168,5
540,5
619,5
752
859,5
2,5
25
40,5
77
125
236
370
465
535
612,5
742,5
848
A
25
46 |!
92,5
46 |
92,5
141
259
378
455
516
577
685.
778
87 |
87,5
140
273,6
408
503
576
653,5
785,5
895,5
+
+ 5
9
875 + 85
875 + 5
138 I 8
269,5 — 10,5
400,5 — 22,5
494 — 39
564 — 48
642 — 65
770,5 — 85,5
878,5 —100,5
„7
17
87
48,5
60,5
69,5
— 90
104,5
1
— 16
141
=
263
387 |
472,5
538
504
721
19 |
X
— 14,5
— 35
45
—55
— 62,5
— 80,5
— 93
u 30 4
— 60
— 76,5
100,5
— 1175
In der Tafel bezeichnen:
V Umfangsgeschwindigkeit der Anemometerachse,
V, “ ” nach Mitwind korrigiert,
Vı, Vo, Va, Vı die an den Anemometern abgelesenen Geschwindig-
keiten.
Die Werte V sind bei beiden Versuchen durch Benutzung der gleichen
Kontakte der Motorschalter auf nahezu gleiche Höhe für entsprechende
Geschwindigkeiten gebracht; Differenzen entstehen durch die etwas wechselnde
Spannung in der Stromquelle (Akkumulatoren 110 Volt).
Der Vergleich der Werte V, und V, bezw. V, und V, bei gleichen
Geschwindigkeiten, aber verschiedenem Versuchsraum, zeigt durchweg niedrigere
Werte bei eingekleidetem Versuchsraum, ein Beweis, daß der Mitwind in
letzterem Falle höher als ohne Einkleidung gewesen ist, wie ja auch die Werte
der Zahlentafeln 2 und 3 im Vergleich zu früher, ohne Einkleidung des Versuchs-
raumes, gefundenen höher sind. .
Bildet man Ya Te, 80 erhält man prozentual den Minderbetrag für den
3
Mitwind bei nicht eingekleidetem Versuchsraum, gegenüber dem eingekleideten.
N se. or) 140 — 125
Für V = 141 ergibt sich — 7 5— = 0.107,
für V=605 (604) „ 0» BA = 0,062,
V — 6050 10,1 m in der Sekunde hat bei eingekleidetem Versuchsraum
gemäß Zahlentafel 2 ein M — 0.104; für den nicht eingekleideten Raum müßte