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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1904, 
Zum Vergleich folgen die Temperaturen der Vorjahre. Es wurde beob- 
achtet im Juli: ; 
1902 die mittlere Tagestemperatur == 23,1°, Maximum = 32,0°, Minimum == 14,59, 
1901 » x» » =— 23,4°, » =298°, , = 19,5°, 
1900 » » # = 924,19, » =323%, » = 19,7° und 
1899 „ =» » = 251°, » = 326°, . = 16,4° 
Die Bewölkung des Himmels war im zweiten Drittel des Monais am 
stärksten, sie betrug im Mittel 5,4 Zehntel; es kamen 1 heiterer und 3 trübe 
Tage zur Auszählung. . 
Ebenso wie die Bewölkung war auch die relative Feuchtigkeit der Luft 
im zweiten Monatsdrittel am stärksten, denn während sie im Monatsdurchschnitt 
85 v.H. betrug, erreichte sie hier eine Höhe von 92 v.H. An mehreren Tagen 
war die Atmosphäre fast ganz mit Wasserdampf gesättigt. 12 Regentage 
brachten 2227 mm Niederschlag; hiervon entfallen allein auf das zweite Monats- 
drittel 214,9 mm. Die Regengüsse, welche während der Gewitter niedergingen, 
waren sehr heftig, so daß z. B. am Abend des 16, von 6* 10=in his 7" 10win, 
also in einer Stunde, 28,2 mm Regen niedergingen. Während des Monats kamen 
zwei heftige Gewitter vor. Das eine zog in der Zeit von 5* 50%in bis 7" 30 pm 
am 16. von N über W nach SW, das andere in der Nacht vom 17. zum 18. Juli 
von NW über W nach SW. Außer diesen wurden 2 Ferngewitter und an 
10 Abenden Wetterleuchten, fast in allen Richtungen, beobachtet. 
Die Winde hielten zum überwiegenden Teil die Richtungen S bis SO 
inne und erreichten an den täglichen 3 Beobachtungsterminen eine mittlere 
Stärke von 2,0 der Beaufort-Skala. Windstärken über 4 kamen während des 
Monats überhaupt nicht vor. 
. August 1903, Die mittlere Tagestemperatur im Monat August d. J. 
beitrug 24,8°; die höchste (30.4°) wurde für den 22.; die niedrigste (19,5°) für 
den 14. notiert. 
Diese Temperaturen sind hauptsächlich von den im vergangenen Jahre 
beobachteten verschieden, während sie von denen der übrigen Jahre nicht so 
weit abweichen. Im August 
1902 war das Mittel 23,9°, das Maximum 31,0°, das Minimum 13,2°, 
1901 » » 2» 249°, ,„ » 31,2°, » » 18,7°, 
1900 » » 2» 249° » ; 30,5°, » 19,1° und 
1899 4 x „ 250% » 314°, % 16,1. 
Die Bewölkung des Himmels war sehr groß, sie betrug im Mittel 
7,6 Zehntel; dies ist bei weitem der größte Prozentsatz, welcher bisher während 
eines vollen Monats hier erreicht wurde, es kamen denn auch dementsprechend 
15 trübe, dagegen nicht ein einziger heiterer Tag zur Auszählung. 
Auch die relative Feuchtigkeit der Luft, welche im Mittel 88 v. H. betrug, 
war, wenn auch nur wenig, größer als im gleichen Monat der Vorjahre. Auch 
in diesem wie im vorigen Monat war die Atmosphäre an verschiedenen, haupt- 
3ächlich auf das letzte Drittel des Monats entfallenden Tagen, fast ganz mit 
Wasserdampf gesättigt. 
Die im Monat gefallene Regenmenge erreichte an 18 Regentagen eine 
Gesamthöhe von 280,5 mm; diese Summe wurde nur von der des August 1898 
bedeutend übertroffen, denn dort betrug die Niederschlagsmenge 418,4 mm. 
Nahgewitter traten in diesem Monat nicht auf, dagegen standen am 
25. August vormittags 2 Ferngewitter am Himmel, davon das eine um 9" 30m 
in SO und das andere um 10 30%» in N. Während 7 Abenden wurde Wetter- 
leuchten in fast allen Richtungen beobachtet. 
Nebel, häufiger Dunst in Verbindung mit den ziemlich hohen Tem- 
peraturen sowie der großen Feuchtigkeit der Luft und den häufigen Regen- 
güssen machten das Wetter zu einem recht unangenehmen, denn es wirkte sehr 
erschlaffend auf den menschlichen Körper ein. 
. Während der täglichen 3 Beobachtungstermine wehten die Winde mit 
einer Durchschnittsstärke von 2,3 der Beaufort-Skala zum weit überwiegenden 
Teile aus den Richtungen zwischen S und SO. Windstärken über 5 kamen zur 
Zeit der Beobachtungstermine nicht vor. 
Zwei Ausläufer von Taifunen konnten in Tsingtau beobachtet werden. 
Der erste war in den letzten Tagen des Juli von seiner Ursprungsstätte östlich 
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