Brennecke, W.: Beziehungen zwischen der Luftdruckverteilung und den Eisverhältnissen etc, 51
1882.
Außergewöhnlich schwere Eismassen zwischen. Island, Grönland,
Spitzbergen und Nowaja Semlja. Für Islands Nord- und Ostküste sehr ungünstig
den ganzen Sommer. _
1883.
Im Gegensatz zu 1882 nicht viel Eis bei Island; nördlich davon mehr
wie in normalen Jahren,
1884.
Sehr günstiges Jahr; kein Eis bei Island.
1885.
Günstige Eisverhältnisse. Wenig Eis bei Island; KEis im März: bei
Raufarhayn, April—Mai bei Kap Nord.
1886.
Eisverhältnisse etwas ungünstiger wie in normalen Jahren, Bei Grimsey
an der Nordküste Islands lag das Eis von März bis Anfang Juni, außerdem viel
Eis in der Dänemark-Straße.
1887.
Ungünstiges Eisjahr. Eis hält fast den ganzen Sommer die Nord- und
Ostküste Islands besetzt; nordöstlich von Island dagegen nicht viel Eis.
1888.
Für Island sehr ungünstige Eisverhältnisse. Eis bis Juni—Juli
sowohl an Ost- wie Südküste von Island; an letzterer gelangt es bis Vestmannö.
Nordöstlich von Island normale Verhältnisse.
1889.
Sehr günstiges Jahr. Bei Island wurde außer einzelnen Schollen im
Februar kein Eis gesehen, auch in der Dänemark-Straße war wenig His.
1890.
Wenig Eis bei Island, nördlich bis Spitzbergen normale Kisverhältnisse,
Eis im Frühjahr ziemlich östlich, im Verlauf des Sommers sich stark zurück-
iehend.
1891.
Sehr ungünstiges Kisjahr. An der Nordküste Islands Eis bis August,
an der Ostküste ging das Eis im Frühjahr bis Berufjord, Zwischen Island und
Spitzbergen lag die KEisgrenze außergewöhnlich weit nach Osten. Das Jahr
ähnelt dem Kisjahr 1882,
1892,
Für Island ungünstiges Eisjahr. KEis lag den ganzen Sommer ‘an der
Nordküste, im Frühling auch an der Ostküste: Nördlich ‘von Island nicht
viel Eis. ;
_ 1893 und 1894. =.
In beiden Jahren waren die Eisverhältnisse im Ostgrönländischen Meer
ein wenig günstiger als in normalen Jahren.’)
1895.
Ziemlich ungünstige Eisverhältnisse. HEisgrenze im Grönländischen Meer
im Frühjahr weit nach Osten vorgeschoben. Island von Juni an eisfrei; wenig
Eis in der Dänemark-Straße.
Ergibt sich schon aus obiger Zusammenstellung die große Verschiedenheit
der Eisverhältnisse in den einzelnen Jahren, so wird diese noch anschaulicher
bei Betrachtung der erwähnten Karte, welche die extremen Lagen der Kis-
grenze im Mai uns angibt und zeigt, daß die Eisgrenze sich in den: einzelnen
Jahren um Hunderte von Seemeilen westöstlich verschieben. kann. Die mittlere
1) Nach einer freundlichen Mitteilung des Herrn Kapt. Garde.