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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

574. 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1904. 
es sofort, sei es, daß es in heimischen oder fremden Fahrwässern auftritt. 
Anderseits wird ein Mann, dem es ein oder zweimal begegnet und der früher 
nichts davon gehört hat, sehr wahrscheinlich glauben, daß sein Schiff von 
Strömen oder Wirbeln oder einer anderen nahe liegenden Ursache beeinflußt 
sei. In der Tat wird ja die Manövrierung auch von diesen Ursachen eben in 
den Flußmündungen oft erschwert, und es wird wohl manchmal schwierig 
sein, die Wirkungen derselben von denen des Totwassers zu unterscheiden. Es 
ist wohl zu vermuten, daß wir, wenn die Aufmerksamkeit auf das eigentümliche 
Totwasser-Phänomen einmal erweckt ist, allmählich eine vollständigere Kenntnis 
desselben und seiner geographischen Verbreitung auf Grundlage der Erfahrung 
haben werden. 
V. Walfrid Ekman, 
Untersuchungen über das Verhalten von Schiffschronometern auf 
bewegter Unterlage durch Abteilung IV der Deutschen Seewarte. 
Über das Verhalten von Chronometern auf bewegter Unterlage wurden 
bereits in den Jahren 1883 und 1886 eingehende Untersuchungen mit Hilfe des 
Combeschen Apparates im Lichthofe der Deutschen Seewarte angestellt. Die 
Ergebnisse der letzten dieser Untersuchungen sind in den „Ann. d. Hydr. ete.“ 
1839, 8. 225 ff., veröffentlicht. Eine ausführliche Beschreibung des Combeschen 
Apparates ist im „Archiv der Deutschen Seewarte“, Jahrgang 1889, Heft 2, 
enthalten. Als Endergebnis der im Jahre 1886 ausgeführten Beobachtungsreihe 
zeigte sich folgendes: „Alle Bewegungsarten des Apparates erzeugen 
übereinstimmend eine Akzeleration; dieselbe ist relativ gering beim ein- 
fachen Rotieren, beim Rollen sowie beim Stampfen, erreicht aber bei der 
kombinierten Bewegung (Rollen und Stampfen) einen ganz erheblichen 
Betrag. Der, Grund für letztere Erscheinung ist jedenfalls darin zu suchen, 
daß eine bedeutende Komponente der kombinierten Bewegungen in der Ebene 
der Unruhe des Chronometers liegt; Bewegungen dieser Art aber beeinflussen 
bekanntlich den Gang sehr beträchtlich, sind nicht allein häufig die Ursache 
von Gangsprüngen gewesen, sondern haben auch in einzelnen Fällen den Ruin 
des ganzen Instruments herbeigeführt. Die akzelerierende Wirkung wird im 
allgemeinen noch verstärkt, wenn in der oben beschriebenen Weise noch senk- 
rechte Stöße hinzutreten.“ 
Um nun weitere Aufklärung über die Art und Größe dieser Stoßwirkungen 
auf den Gang von Schiffschronometern zu bekommen, wurde bei der Aufstellung 
des Arbeitsplanes zu den vorliegenden Untersuchungen von vornherein ein ganz 
besonderes Gewicht auf die Wirkung der Kombination der Stoßbewegung mit 
jeder anderen Bewegungsart gelegt. Hierbei war auch der Grund mit maß- 
gebend, daß es von Interesse für die praktische Nautik erschien, festzustellen, 
ob die Instrumente der seit 20 Jahren wesentlich verfeinerten Chronometer- 
industrie in gleicher Weise wie die früheren durch die einzelnen wie kombinierten 
Bewegungen beeinflußt würden. 
Im Hinblick auf diese Gesichtspunkte wurde die Untersuchung in folgender 
Auordnung ausgeführt: 
Einfaches Rotieren, 
Rotieren mit Schlingern, 
Rotieren mit Stampfen, 
Rotieren mit Schlingern und Stampfen, 
Einfaches Rotieren und Stoßen, 
Rotieren mit Schlingern und Stoßen, 
Rotieren mit Stampfen und Stoßen, 
Rotieren mit Schlingern, Stampfen und Stoßen.
	        
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