accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

‚ - Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1904. 
Schlamm und feinerem oder gröberem Sand bedeckt ist, führt, ein ziemlich un- 
vermittelter Abfall, der bis 10° Neigung gewinnt, hinab. Der Übergang dagegen 
zum heutigen festen Land hinauf vollzieht sich sehr allmählich, und es ist oft 
schwierig, hier eine obere Grenze anzugeben.“ Als typisches Profil möge die 
untenstehende Textfigur 1 dienen, welche Nansens Werk (Taf. XIV, Fig. 21) 
entnommen ist und einen Schnitt von WNW nach OSO in der Nähe von Mos- 
jöen (Vefsen Fjord 67° N-Br.) darstellt. Figur 2 ist als Schema noch bei- 
| 4200 
1000Q 
800 
N, 
U 
30 
200 
300 
100- 
50C 
30C 
106 
“38.1. 
= FeinerSand w.Schlamm Zn Steine Si Sand 
Profil von WNW nach 0S0 bei Mosjöen (67° N-Br.). 
500 
700 
200 
300 
200 
co 
Fi 
© 
Meeresspiegel 
EN 
Wassertiefe ungt. 200 m 
Wassertiefe 6-10m 
m über dem 
Meere 
de — —- 
EEE ST, a 
SEN ENTE NT .. 
„Schelf---- 
Strandebene* 
ungt 40km breit 
> Strandlinie 
(Küstenterrasse) 
bis 40m breit 
= FeinerSand u.Schlamm 5 Sand a.gröberes Geröll 
% Harter Grund, Fels 
Schematisches Profil an der norwegischen Küste, 
gefügt, und zwar unter Anbringung auch einer Strandlinie, auf welche Nansen 
in seinem Werke freilich nur sehr nebenbei eingeht,!) mit Recht insofern, als 
die bekannten Strandlinien sich fast gar nicht an der nach dem Meere zu 
yelegenen Außenküste, sondern im Innern der Fjorde finden.*) Hier bei den 
Schelfen und Strandebenen handelt es sich aber nur um das Außenmeer, Immerhin 
wird es nützlich sein, an Fig. 2 den wesentlichen Unterschied klar zu machen 
zwischen der Strandlinie, die eine nur 20 bis 40 m breite, horizontale Leiste 
des Küstenabfalles in erheblicher Höhe über dem jetzigen Meeresspiegel dar- 
stellt, und zwischen der Strandebene, die eine 20 bis 40 km breite, horizontale 
Fläche unter dem Meeresspiegel oder nahe demselben bildet. Über die geo- 
graphische Ausbreitung der Strandebene an den Küsten Norwegens gibt 
Tafel XIa im Nansenschen Werke gute Auskunft, Die Strandebene ist hier- 
nach ein ganz wesentlicher Charakterzug in der Morphologie der norwegischen 
5) 3. a. O., S. 126 bis 128, 
3 Penck, „Morphologie der Erdoberfläche“, Band II, S. 566.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.