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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1904. 
Dampfer „Zieten“ gebrauchten 25prozentigen Nickelstahl gegenüber die Eigen- 
schaften der leichteren Bearbeitbarkeit und größeren Billigkeit hat. Auf völlige 
Unmagnetisierbarkeit dieses Materials braucht durchaus nicht gedrungen zu 
werden. Aus solchem Stahl wäre vor allem die Vorderwand des Ruderhauses 
herzustellen. Gegebenenfalls wäre dieses Material für die unter dem Ruder- 
hause gelegenen Aufbauten heranzuziehen, bei denen sich die Anwendung von 
Holz aus Gründen der Festigkeit verbietet und in deren Entwurf eine Rücksicht 
auf die magnetischen Verhältnisse des Ruderhauses vom Schiffbauingenieur nicht 
verlangt werden kann. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Aufforderung zur Beobachtung von Meereswellen. Das „Marine- 
verordnungsblatt“ Nr. 28 vom 30. November 1903 enthält folgende Bekannt- 
machung: 
Beobachtungen von Meereswellen. 
Für die Beurteilung der Seeeigenschaften und den Bau der Schiffe ist 
außer der Kenntnis der Schiffsbewegungen auch diejenige der Wasserbewegungen 
von besonderem Wert. Es ist erwünscht, daß die Kommandos S. M. Schiffe bei 
sich bietenden Gelegenheiten neben den Beobachtungen über die Bewegungen 
der Schiffe äuch solche über die Meereswellen anstellen lassen und sie zusammen 
mit den Reiseberichten einsenden. 
Die Beobachtungen sollen sich erstrecken auf die Geschwindigkeit, 
Periode, Länge und Höhe der Wellen. In den Berichten ist — um sie auch 
für weitere ozeanographische Zwecke verwerten zu können — anzugeben: das 
für die Messung zur Anwendung gelangte Verfahren, Zeit und Ort der Be- 
obachtungen, die Meerestiefe, wenn bekannt, Richtung und Stärke des Windes 
während der Beobachtungen, der Verlauf der Witterung vor den Beobachtungen, 
die Zugrichtung der Wellen, ob Dünung oder Seegang beobachtet wurde, ob 
einfache regelmäßige oder durcheinander laufende See, ob nach dem Urteil des 
Beobachters die See eine voll entwickelte war oder unter dem Einfluß des 
herrschenden Windes noch ein Wachsen zu erwarten war. 
Als Anweisung und Anhalt für die Anstellung der Beobachtungen wird 
auf den Aufsatz: „Meereswellenbeobachtungen vom Geheimen Admiralitätsrat 
Rottok“ in den „Ann. d. Hydr. ete.“ 1903, Heft 8, S. 329 u. f. verwiesen. 
Es ist erwünscht, daß an diesen für Wissenschaft und Schiffahrt gleich 
wertvollen Beobachtungen sich auch die Schiffe der deutschen Handelsflotte 
beteiligen. Mitteilungen über solche Beobachtungen werden zur weiteren Ver- 
wertung vom Reichs-Marine-Amt oder der Deutschen Seewarte mit Dank ent- 
genommen. 
2. Die geplante Nordpolar-Expedition Pearys. (Nach „Bulletin of the 
American Geographical Society“ 1903, Vol. XXXV, Nr. 4 S. 374). Der bekannte 
Nordpolarforscher E. Peary hat bei dem Marine-Departement der Vereinigten 
Staaten Nordamerikas einen mit dem 1. April 1904 beginnenden dreijährigen 
Urlaub nachgesucht und erhalten, welcher ihn in den Stand setzen soll, „eine 
Expedition zu unternehmen um den Nordpol zu erreichen und um allgemeine, 
die hohen Polarregionen umfassende, wissenschaftliche und geographische Auf- 
schlüsse zu erlangen“, 
Herr Peary entwickelt seine näheren Pläne in einem an den Marine- 
sekretär gerichteten Begleitschreiben etwa folgendermaßen: ‘ 
„Ich beabsichtige, mir ein passendes Schiff zu verschaffen und dasselbe 
alsdann auf einer unserer besten Werften bis zum höchsten zulässigen Grade 
verstärken und versteifen zu lassen. Ferner soll es dort amerikanische Maschinen 
erhalten, die ein Maximum von Stärke und Leistungsfähigkeit mit einem Minimum 
von Gewicht und Raumbeanspruchung verbinden, so daß es als ein würdiger 
Vertreter amerikanischen Wissens und Könnens, wie amerikanischer Ingenieur- 
kunst seine Reise nach dem hohen Norden antreten kann.
	        
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