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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Börgen, C.: Über die Anordnung der Nadeln einer Kompaßrose etc. 
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Stahlmagnete und nur durch Induktion des Erdmagnetismus magnetisch gewordenes 
weiches Eisen handelt; daß aber der durch Induktiom der Nadeln ‚selbst. in 
letzteren hervorgerufene Magnetismus die Bedingung cos 4y = 0 erfordere. Die 
Anwendung auf eine Rose mit zwei Paaren gekreuzter Nadeln führt’ auf die 
Winkel y=7,5° und y=52,5°, durch welche die sextantalen und oktantalen etc. 
Glieder ausgeschlossen werden können. Diese Winkel sind von Herrn Vital 
in Triest zur Konstruktion einer Versuchsrose benutzt worden, . welche in der 
Tat eine Kompensation dieser Glieder ergab.) “ ; “ 
Der Abschnitt IV handelt von der Anwendung der gefundenen Grundsätze 
auf die Konstruktion von Kompaßrosen. Derselbe ist nach dem hier Gesagten 
zu modifizieren. 
Endlich gibt der letzte Abschnitt die Resultate einiger praktischen 
Versuche mit Rosen verschiedener Konstruktion, durch welche im ‚allgemeinen 
das Hauptergebnis der Untersuchung bestätigt wird. 
Zur Frage der Kompaßaufstellung in eisernen Ruderhäusern, ) 
Von Dr. H. Meldau, Oberlehrer an der Seefahrtschule zu Bremen, 
(Hierzu Tafel 2.) + 
Auf die Wichtigkeit der Wahl eines in magnetischer Hinsicht einwand- 
freien Kompaßortes an Bord eines eisernen Schiffes ist in den letzten Jahrgängen 
dieser Zeitschrift wiederholt aufs eindringlichste hingewiesen worden.‘) In allen 
bezüglichen Abhandlungen, wie auch im „Kompaß an Bord“ und den „Instruktionen 
der Seewarte über die Behandlung der Kompasse und ihrer Deviation an Bord 
eiserner Schiffe“, ist immer wieder vor dem verhängnisvollen Einfluß großer 
vertikal stehender Eisenmassen in der Nähe des Kompasses gewarnt 
worden. 
Vom Gesichtspunkte der dieser Warnung zugrunde liegenden Tatsachen 
mußte es von vornherein als eine in magnetischer Beziehung bedenkliche Ver- 
schlechterung des Kompaßortes bezeichnet werden, als man im letzten Jahrzehnt 
mehr und mehr dazu überging, den Kompaß, statt ihn auf offener Brücke auf- 
zustellen, .in ein den mittleren Teil der Brücke überdeckendes Ruderhaus mit 
wenigstens teilweise eisernen Wänden einzuschließen. en 
Anderseits sind die Vorteile eines solchen vor den ärgsten Unbilden 
der Witterung Schutz gewährenden Ruderhauses, besonders für die modernen 
Schnelldampfer, so große, daß man ohne zwingende Gründe auf ein solches 
Haus nicht verzichten wird. . 
Es kommt vielmehr darauf an, sich mit den durch die Aufstellung des 
Kompasses in einem Ruderhause geschaffenen. Verhältnissen abzufinden, vor 
allem darauf, diese Verhältnisse kennen zu lernen, um die für ein einwandfreies 
Arbeiten des Kompasses notwendigen und hinreichenden Bedingungen 
bezüglich der Bauart und des Baumaterials des Ruderhauses und seiner Unter- 
bauten angeben zu können. 
Zur Beantwortung dieser Frage einen ‚Beitrag zu liefern, ist der Zweck 
dieser Arbeit. . . 
Die markanteste Veränderung, die in den magnetischen Verhältnissen des 
Kompaßortes durch die Aufstellung des Kompasses in einem Ruderhause eintritt, 
ist die, daß die schiffsmagnetische Vertikalkraft R (Kraft senkrecht zum Deck) 
einen Zeichenwechsel erfährt und unter Umständen übermäßig groß 
wird. Der Grund liegt auf der Hand: Bei Schiffen, die in nordmagnetischer 
Breite gebaut sind, zeigen die in oder über Deckshöhe gelegenen Kisenteile 
1) „Mitteilungen aus dem Gebiete der Seewesens“, 1899, S. 56 bis 59. 
3) Über die in diesem Aufsatze beschriebenen Beobachtungen habe ich auch in der „Physi- 
kalischen Zeitschrift“ (1. Januarheft 1904) berichtet. ; 
3) Siehe u. A, Koldewey: „Einiges über die Aufstellung und Kompensation der Kompasse 
an Bord“ (Ann. d. Hydr., etc.“ 1902, S. 495), sowie den Aufsatz: „Der Platz für den Regelkompaß“, 
ein Wort an Reeder, Schiffbauer und Versicherer. Von L. Rosenberg, Aus dem Holländischen 
äbersetzt von Dr. H. v. Hasenkamp („Ann. d, Hydr. etc.“ 1903, S. 555).
	        
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