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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1904. 
anliegt, den Nullanschlag berühren, andernfalls aber einen der rechts oder 
links: vom Nullanschlag befindlichen Anschläge entsprechend der Anzahl von 
Graden, die das Schiff vom Kurse abgewichen ist. Durch jeden Kontakt des 
Hammers mit einem der Anschläge wird ein Strom in der Weise geschlossen, 
daß zwischen zwei Zinken zweier sich gegenüberstehender Metallkämme ein 
Funke überspringt und dabei ein Loch durch einen Papierstreifen schlägt, der 
mit einer Geschwindigkeit von 1 mm in der Minute zwischen den Zinken der 
Metallkämme hindurchgezogen wird. Je zwei sich gegenüberliegenden Zinken 
entspricht einer der metallenen Anschläge. 
Dadurch, daß sich der Hammer auf dem Weststriche der Rose befindet, 
fließt der Strom bei geschlossenem Stromkreise in senkrechter Richtung zu den 
Magnetnadeln und kann infolgedessen keinen Einfluß auf dieselben ausüben. 
Man kann außerdem irgend einen der Anschläge mit einer elektrischen 
Klingel in Verbindung setzen, die dann Alarm gibt, sobald ein bestimmter Kurs 
anliegt. Durch eine andere elektrische Vorrichtung wird auf dem oben er- 
wähnten Papierstreifen die Anzakl der Schraubenumdrehungen, mit anderen 
Worten die Schnelligkeit des Schiffes angegeben, so daß man von diesem Papier- 
streifen zugleich Kurse und Distanzen für jeden Zeitraum ablesen kann und 
dadurch ein Besteck erhalten wird, das nur noch mit den Fehlern behaftet 
sein wird, die durch unrichtige Gesamtmißweisung, durch Strom und Abtrift 
entstehen. 
Der Gebrauch von Registrierkompassen ist jedoch nicht nur deshalb zu 
empfehlen, weil man mit Hilfe derselben den Schiffsort genauer feststellen kann, 
sondern auch deshalb, weil der Steuerer viel größere Sorgfalt beim Steuern 
anwenden wird, wenn er sich auf diese Weise fortwährend kontrolliert weiß, 
und weil es für den Schiffsoffizier an der Hand der Diagramme ein leichtes 
sein wird, aus der Mannschaft die für die Bedienung des Ruders geeignetsten 
Leute herauszufinden. Die Anschaffungskosten für den Apparat werden sich 
dann bald vielfach bezahlt machen durch Gewinn an Zeit und geringeren 
Gebrauch von Brennmaterial, da bei schlechtem Steuern nicht allein der Weg 
verlängert wird, sondern auch besonders durch das häufige Überliegen des 
Ruders die Fahrt des Schiffes ziemlich bedeutend gehemmt werden kann. Auch 
in wissenschaftlicher Beziehung würden die Diagramme von Registrierkompassen 
viel Material liefern, das der Bearbeitung wert sein könnte, 
Zum Schluß sollen zwei Diagramme gegeben werden, die der Beschreibung 
des „Ship’s Course Recorder“ entnommen sind. Diese Diagramme wurden unter 
ähnlichen Umständen erhalten; nur wußte bei Herstellung des Diagramms Nr. 1 
der Steuerer nichts von der Anwesenheit eines Registrierkompasses, während 
bei der Herstellung des Diagramms Nr. 2 der Steuerer von der Anwesenheit 
des Apparats in Kenntnis gesetzt worden war. 
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Nr, 2 —— — —
	        
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