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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Kleinere Mitteilungen, 
A389 
in. der Fahrt des Schiffes oder Drehung des Propellers des Patentloggs eine 
plötzliche Ermäßigung der Geschwindigkeit vor sich geht. 
Die Einrichtung des Loggregistrier-Apparats ist aus der beigegebenen 
schematischen Darstellung desselben gut ersichtlich, und der Vorgang, wenn 
der Apparat in Tätigkeit ist, spielt sich in folgender Weise ab: 
Das Rad A ist mit dem kleinen Zeiger des Patentloggs, der die Viertel- 
meilen anzeigt, in der Weise verbunden, daß es sich zugleich mit dem Zeiger 
nach Zurücklegung einer Meile einmal um sich gedreht hat. Bei jeder Um- 
drehung stößt der Zapfen B des Rades an den Zapfen D des um E drehbaren 
Hebels C, wodurch das untere Ende des Hebels die Metallmembran F gegen 
den Kontaktstift M drückt. Die Metallmembran F ist mit dem Metallgehäuse G 
und dieses wieder durch einen Kupferschlauch mit dem Metallgehäuse. I leitend 
verbunden, während der Kontaktstift M isoliert in dem Metallgehäuse G be- 
festigt ist und durch einen in dem Kupferschlauch. befindlichen, isolierten 
Kupferdraht mit dem Kontaktstift N leitend verbunden ist. Der Kontaktstift N 
Pi 
\ 
= 
A 
rn 
P 
al 2 
BR 
ze 
a 
Foder 1, 710° x 
Sr 
A 
X 
Sill0 
N 
liegt isoliert in dem Gehäuse I und kann durch Anschrauben der Metalldose J 
an die Dose I mit dem isolierten Kontaktstift O0 in Berührung gebracht werden. 
J ist mit L,, O mit L leitend verbunden. Diese beiden Kontakte L, und L,- in 
welche die beiden Poldrähte einer Batterie einzuschrauben sind, können durch 
Verlegung der Zuleitungsdrähte JL, und OL an einer beliebigen Stelle des 
Schiffes befestigt werden. ; 
Drückt nun das untere Ende des Hebels © die Membran F gegen den 
Kontaktstift M, so ist der Strom der Batterie geschlossen, und der Elektro- 
magnet T zieht den um U drehbaren Anker an. Hierdurch wird einerseits die 
am Ende des Ankers befindliche Sperrklinke um. einen Zahn des. den Meilen- 
zeiger bewegenden Zahnrades weitergeschoben, ‚anderseits. der Stift V gegen 
den Papierstreifen X gedrückt. Nach Unterbrechung‘ des Stromes zielt - eine 
Feder die Sperrklinke nach oben, und der Meilenzeiger wird um einen Teil- 
strich weiter gedreht.‘ Der Papierstreifen wird durch die beiden Rollen P und 
P, von einer Rolle mit gleichmäßiger -Geschwindigkeit abgewickelt, wobei die 
Rolle P. nach Ablauf von je einer Stunde mit dem Vorsprung Q eine Marke 
einpreßt. Die Entfernung der einzelnen Meilenmarken macht dann die mehr 
oder weniger gleichmäßige Geschwindigkeit des Schiffes sehr übersichtlich. 
Ein das Meilenzifferblatt konzentrisch umgebender Ring, der durch einen 
mit einem Kontaktstreifen- versehenen Knopf drehbar ist, besitzt ebenso wie 
das Zifferblatt 100 Teilstriche, die jedoch im umgekehrten Sinne beziffert sind. 
Will man nun nach Absegelung einer bestimmten ‚Anzahl von Seemeilen ein 
Signal erhalten, so dreht man den Ring so weit herum, daß der mit dieser Zahl 
versehene Teilstrich an dem Meilenzeiger steht. Da der Kontaktknopf auf dem
	        
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