Kleinere Mitteilungen,
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eine mit abnehmender Breite sich. sehr stark vertiefende Einsattelung fast‘ .genau
um Mittag in zwei Hälften teilt... Ein sekundäres, vielfach sehr schwach aus-
geprägtes Maximum weist die Kurve etwa um Mittag nach der‘ Zeit des
magnetischen .Pols im Norden auf. Entsprechendes zeigen die beiden Stationen
des Süd-Antipolarsektors. Die Kurven des Nordpolarsektors weisen sehr große
Unregelmäßigkeiten auf, die Steen aber.der Nähe .der Stationen am Magnet-
pol zuschreibt.‘ Point Barrow, Jan Mayen und Godthaab, zeigen . sehr deutlich
das Hauptmaximum der. Horizontalkomponente der ablenkenden Kraft am Mittag
des magnetischen Poles.
Durch Auswahl der Beobachtungen des Nord-Antipolarsektors zu den
Zeiten, wo über dem Magnetpol Nacht herrscht, sucht Steen ‚den indirekten
Einfluß der Sonne, nämlich den durch Bestrahlung des Magnetpols, zu
eliminieren und zeichnet danach‘. elektrische Stromkurven in der Atmosphäre
für die Nord-Halbkugel. Das interessante Resultat der Darstellung ist das Bild
einer Zyklone, deren Zentrum ein paar Grad westlich von dem Meridian, in dem
die Sonne steht, etwa in den Roßbreiten liegt. In Zikawei (gg = 31° 12‘ N)
verschwinden beide‘ horizontalen Kraftkomponenten 4x und 4y um 11,8 V,
so daß das Zentrum der Zyklone in diese Breite verlegt werden darf. Die
Untersuchung des Nordpolarsektors, aus dem die Störung des eben geschilderten,
der direkten Einwirkung der Sonne entsprechenden Stromsystems ‚durch die
Wirkung auf den Magnetpol sich ergeben sollte, hat Steen unterlassen, da er
das Material für eine erschöpfende Behandlung dieser Frage für kaum geeignet
hält. Auch. das Material von den zwei‘ nahe beieinander gelegenen Stationen
des Süd-Antipolarsektors reicht wohl kaum dazu hin, den durch die Forschungen
von Schuster und Bezold nahe gelegten Schluß auf ein dem nördlichen ent-
sprechendes zyklonisches System mit Zentrum in einer Südbreite von weniger
als 50° zu rechtfertigen. - .
” Der letzte Abschnitt ist der Untersuchung der Vertikalkomponente ‘der
ablenkenden Kraft gewidmet, wozu die Stationen Pawlowsk, Wien, Tiflis und
Zikawei herangezogen werden. Die Komponente /z zeigt ein deutliches, mit
abnehmender geographischer Breite stark anwachsendes Minimum um Mittag;
eine Einwirkung der Mittagbestrahlung des magnetischen Poles ist‘ kaum fest-
zustellen. ‘Da in Zikawei um 11,82 V {x und Ay verschwinden, muß Zikawei
um- diese Zeit der Mittelpunkt einer in seinem Horizont kreisenden Strombahn
sein.‘ 4z = 0 ergibt sich im Mittel der Stationen etwa um 9,1" V und 3,6" N,
so daß also eine Strombahn anzunehmen ist, die in der Breite von Zikawer um
11,8" V Zikawei-Zeit nordwärts geht auf dem Meridian 3,8 Stunden — 57° öst-
lich von Zikawei, und die südwärts. geht auf dem Meridian 2,7 Stunden == 40,5°
westlich von Zikawei; der Strom geht um 11,8" V. Zikawei-Zeit durch das
Zenit der vier Punkte:
Geogr. Breite, * Längendifferenz gegen Zikawel;
A 31° 12 (Zikawei)’ 57° Ost
B 41° 43‘ (Tiflis) 40,5° West
C 48° 15‘ (Wien) 40,5° West
D 59° 41‘ (Pawlowsk) 40,5° West.
Aus der Tatsache, daß um diese Zeit in Zikawei Ax und /y = 0 ist,
glaubt der Verfasser sogar die Höhe dieser Strombahn über der Erdoberfläche
berechnen zu können, weil die Strombahn in der Ebene, die die Erde in Zikawei
berührt, liegen müsse, und findet so Höhen zwischen 700 und 1900 km. . Diese
Schlüsse sind aber nicht zwingend, da ein horizontaler Kreisstrom auf eine um
die Achse dieses Kreises drehbare Magnetnadel keine ablenkende Kraft ausübt,
auch wenn die Nadel nicht in der Kreisebene selbst gelegen ist. Überhaupt
scheint es dem Referenten, daß wir doch nicht genötigt sind, so lokalisierte
dünne Ströme anzunehmen, denen wir dazu eine enorme Stärke zuschreiben
müssen, um in Tausenden von Kilometern Entfernung‘ die ablenkenden Kräfte
zu erklären. Durch ähnliche Betrachtungen wie die vorgenannten stellt Steen
aus der Tatsache, daß dann, wenn 4/y = 0 ist, der ablenkende Strom genau
ost— westlich gerichtet sein muß, fest, auf welcher geographischen Breite w und
wie hoch über der Erde ein- solcher Strom angenommen werden. müsse, um
gleichzeitig Komponenten Ax und. 4z von demselben Verhältnis hervorzurufen,
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