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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

374 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1904. 
der Mittagsstunden zeigte das Thermometer stets mehrere Grad über Null; 
Eistage kamen mithin nicht vor. 
Die Temperaturverhältnisse des Monats Februar früherer Jahre sind zum 
Vergleich in folgender Zusammenstellung aufgeführt: 
1899 höchste Temperatur = 12,4°, niedrigste = — 6,1°, mittlere = 
1900 - n = 14,3°, % — -— 7,59, 
= ‚6° — . -10,2° 
iso 3 3 ZZ 8 2 = 77 
1903 ® » = 11,5°, » = — 6,59, » 
3.2° 
; 0,79 
E —1,8° 
= 1,4° 
14° 
An Frost- und Eistagen wurden gezählt: 
1899 . . . 
1900 ....-. 
1901..... 
1902 ..... 
1303... .. 
'2 Frosttage, hiervon waren 0 Eistage, 
3 - 3 
' . » » 6 on 
» » ” 3 ® 
. - „1. 
»” 
51 
Die Bewölkung des Himmels machte im Mittel 4,8 Zehntel aus. Am 
frühen Morgen waren Reif, Dunst und Nebel häufige Erscheinungen, an einem 
Morgen (am 1.) wurde Rauhreif, eine hier sehr seltene Naturerscheinung, 
beobachtet. Es kamen 8 heitere und 5 trübe Tage zur Auszählung. 
Die relative Feuchtigkeit der Luft war ziemlich gleichmäßig groß, sie 
betrug im Durchschnitt 79%. 
An 3 Tagen regnete es, die Gesamtmenge erreichte jedoch nur 6,1 mm 
Höhe. Ein oder besser zwei Gewitter, um diese Jahreszeit nicht oft vorkommend, 
dürfen nicht unerwähnt bleiben. Am 27. morgens wehte der Wind mit Stärke 4 
aus SSO, ging dann im Laufe des Tages auf OSO herum, die Temperatur stieg, 
der Himmel bezog sich mit dicken Cumulus-Wolken. Um 8&h 30" abends kamen 
zwei schwere Gewitter zum Ausbruch; hiervon stand das eine westlich, das 
andere nordöstlich von uns. In Tsingtau fiel nur 0,1 mm Regen, diesem waren 
einzelne große Hagelstücke beigemischt, dagegen regnete es weiter nach NO, 
in der Lizun-Ebene, sehr heftig. Um &h 30“ sprang der Wind nach WNW 
um, die Gewitter verzogen sich in östlicher Richtung; in der Nacht holte der 
Wind auf Nord herum und frischte auf, die Temperatur, welche am Abend 
+10,6° betrug, fiel bis auf 4,0° unter Null. 
Die Winde wehten während des Monats schon immer mehr und mehr 
aus südlichen Richtungen; die Durchschnittsstärke betrug 2,6 der Beaufortskala. 
Stürmische bezw. stärkere Winde wurden zur Zeit der täglichen drei Beobachtungs- 
termine notiert am 9. NW Stärke 9; am 10. 86; am 11. NW 6; am 12. SO 
und OSO 6; am 16. NW 7 und am 29. SSO 6. 
Winter 1903/04. Im großen und ganzen war die Witterung im dies- 
jährigen Winter, unter Ausschluß einiger kleiner Abweichungen, annähernd 
dieselbe wie in früheren Jahren, . Die Monate Dezember und Februar gestalteten 
sich durch die geringe Anzahl der Sturmtage weniger rauh. 
Die Niederschläge, im ganzen 21,9 mm betragend, erreichten nicht die 
Höhe früherer Winterzeiten, sie betrugen beispielsweise: 
im Winter 1899/1900 ..... 
1900/1901 ..... 
1901/1902 ..... 
1902/1908 ... 
D % 
» be 
» Cd 
34,2 mm, 
69,0 
50,5 
363 
v, Zawadsky.
	        
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