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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1904, 
Um das Gesamtergebnis der soeben beendigten Prüfung beurteilen und 
mit den Leistungen während früherer Jahre vergleichen zu können, ist in der 
folgenden Übersicht die prozentische Verteilung der Chronometer auf die 
einzelnen Klassen gegeben. 
. 
De, 
35. 
26. 
37. 
Klasse 
‘. Wettbewerb-Prüfung 
L 
38% 
‘4 
5 
DA 
16 
“oO 
Cd 
249% 
22 
25 
‘R 
IT 
5% 
27 
30 
»3 
P5 
= 
[V 
19% 
27 
20 
0 
15 
T 
4% 
0 
9 
f 
6 
K 
X 
26 
aQ 
Pe 
5A »0 
32 22 Do) 
AL 28 19 0 
27 39 20 11 3 
37 27 10 14 2 
353 
333 
345 
409 
361 
388 
134 
403 
380 
380 
427 
405 
396 
356 
366 
378 
393 
Zu der vorstehenden Zusammenstellung ist zu bemerken, daß bei der Ver- 
teilung der Chronometer auf die einzelnen Klassen überall diejenigen Beurteilungs- 
normen zugrunde gelegt wurden, welche seit der 22. Wettbewerb-Prüfung ein- 
zeführt worden sind. Die Zahlen der am Schlusse angegebenen Kolumne £ sind 
aus der Gleichung | 
Z3= 5öp, +4p,+3p: -+2P, + Ps 
hervorgegangen, wo p, bis pg die vorangehenden Prozentzahlen bezeichnen. 
Demnach stellt die Zahl X in gewisser Hinsicht eine Relativzahl für die Gesamt- 
leistung während jeder einzelnen Prüfung dar. Es liegt natürlich, wie bei jeder 
Klasseneinteilung, eine gewisse Willkür in einer solchen Beurteilung. 
Die für die diesjährige Prüfung sich ergebende Zahl X == 393 ist gegen- 
über den entsprechenden Werten aus den drei vorangegangenen Jahren wiederum 
etwas größer geworden. Der Mittelwert der Größe 3. aus den Prüfungen 11 
bis 26 beträgt 376; die diesjährige Größe X steht also erheblich über dem 
Durchschnittswert. Die vorstehende prozentische Tabelle zeigt außerdem, daß 
yegenüber den letzten vier Jahren eine verhältnismäßig große Anzahl Chrono- 
meter.in die erste Klasse gelangt ist. Dieses Ergebnis ist zum Teil wohl dem 
Umstande zuzuschreiben, daß die Prüfung bei den tiefen Temperaturen, wie oben 
bereits erwähnt, aus äußeren Gründen nicht vollständig strenge hat durchgeführt 
werden können. Die Erfahrung während früherer Jahre hat gezeigt, daß die 
größten Gangabweichungen bei manchen Chronometern gerade während der 
5° Dekaden aufgetreten sind. Der Fortfall der strengen Kälteprüfung hat deshalb 
in diesem Falle wahrscheinlich dazu beigetragen, das Gesamtergebnis recht 
günstig erscheinen zu lassen. 
Es ist an dieser Stelle mehrfach die Bitte an die Fabrikanten gerichtet 
worden, die Einsendung zu junger Chronometer zu vermeiden, weil solche 
Instrumente erfahrungsgemäß mit einer beträchtlichen Beschleunigung behaftet 
zu sein pflegen, und deshalb eine verhältnismäßig tiefe Stelle in der Prüfungs- 
liste erhalten. Die erwähnte Mahnung möge auch jetzt wiederholt werden, 
denn auch bei der vorliegenden Prüfung hat wegen zu starker Beschleunigung 
in 12 Fällen die Versetzung von Chronometern in tiefere Klassen stattfinden 
müssen; von diesen Instrumenten waren 11 zum ersten Male an der Wettbewerb- 
Prüfung beteiligt. 
Die für die Chronometer deutschen Ursprungs ausgesetzten Prämien 
wurden für die folgenden Chronometer erster Klasse erteilt: . 
lür das Chronometer A. Lange & Söhne, Nr. 12, die erste Prämie (Mk, 1200), 
. A. Kittel „ 261, „ zweite „ (Mk. 1100,
	        
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