329 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1904.
il. W. Bröcking Nr. A. Kittel
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1906
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A. Lange & Söhne
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Gemäß der im Juni v. J. erlassenen Aufforderung zur Beteiligung an der
Wettbewerb-Prüfung wurde seitens der Deutschen Seewarte auf den 3. No-
vember v. J. eine Sachverständigen Kommission zusammenberufen, um die zuletzt
erwähnten Chronometer einer Inaugenscheinnahme zu unterziehen, Diese Kom-
mission bestand aus folgenden Herren:
Chronometerfabrikant F. Dencker in Hamburg,
” ” L. Eschholz in Hannover;
Direktor der Uhrmacherschule Prof. L. Strasser in Glashütte i./Sa.,
sowie aus dem Direktor der Deutschen Seewarte und den Beamten der Abteilung IV.
Nach sorgfältiger Durchsicht der Instrumente gaben die Mitglieder der Kommission
die Überzeugung zu Protokoll, daß kein Grund vorhanden sei, den deutschen
Ursprung der einzelnen Teile der Chronometer in Zweifel zu ziehen. Die
Instyrmente, wurden demgemäß mit der Anwartschaft auf Prämiierung in die
una eingestellt.
den ] In gleicher Weise wie bei den früheren Prüfungen wurden die Chrono-
wrormn! während der Untersuchungszeit an jedem zweiten Tage um 10 Uhr mit
den Normaluhren der Abteilung IV der Seewarte auf chronographischem Wege
verglichen. Zur Herstellung einer unabhängigen Kontrolle wurde außerdem an
jedem Dekadentage eine zweite Vergleichung der zu prüfenden Chronometer in
unmittelbarem Anschluß an die erste vorgenommen.
Die regelmäßigen zweitägigen Uhrvergleichungen sowie die Zeitbestim-
mungen wurden durch den Hilfsarbeiter Kuno Heuer ausgeführt; die sämtlichen
unten gegebenen Gangwerte sind durch den Unterzeichneten mit Hilfe der
Dekadenvergleichungen kontrolliert worden.
Während der beiden ersten Dekaden der Prüfungszeit (1903 November 4
bis November 24) wurden die Instrumente allmählich bis auf 30°C. erwärmt. Alsdann
wurden dekadenweise die Temperaturen
30° 25° 20° 15° 10° 5° 5° 10° 15° 20° 25° 30°
möglichst innegehalten, und zwar wurden beim Übergange von Dekade zu
Dekade stets allmähliche Temperatur-Veränderungen vorgenommen. Während
der beiden letzten Dekaden der Prüfung (1903 März 23 bis April 12) wurde die
Temperatur von 30° C. bis auf Zimmertemperatur nach und nach vermindert. — Es
ist während der vorliegenden Prüfung durchweg gelungen, die beabsichtigten
Mitteltemperaturen innerhalb einiger Zehnteile des Grades herzustellen; nur
während der 6. und 7. Dekade konnte wegen der milden Witterung die vor-
geschriebene Temperatur von 5° nicht erreicht werden.
Gleichzeitig mit den Chronometern wurden die beiden Thermochronometer
(nicht kompensierte Chronometer) Tiede Nr. 108 und Eppner Nr. 20 verglichen,
und es sind die mittleren täglichen Gänge derselben am Fuße der Tabelle an-
gegeben, Unter den Rubriken, welche diese in Sekunden ausgedrückten Werte
enthalten, folgen alsdann die aus den täglichen Ablesungen der meteorologischen
Instrumente gebildeten Mitteltemperaturen sowie die Extreme der während der
betreffenden Dekade beobachteten mittleren Tagestemperaturen. In der letzten
Reihe sind schließlich die Mittelwerte der an den Koppe schen Haarhygrometern
abgelesenen relativen Feuchtigkeiten im Innern des Prüfungsapparates angegeben.