Stach, E.: Anemometer-Prüfungsstation in. Bochum.
und weit gestellt werden kann. Ein Achsenregulator dient zur Herstellung
gleichförmiger Antriebsgeschwindigkeit des Ventilators.
. Mit diesem Anemometer
sind schon Geschwindigkeiten von
1/co m/sek. festgestellt.
Für manche Messungen ist
es bequem, eine Uhr in Verbindung
mit dem Anemometer-Zählwerk zu
haben; dabei kann die Anordnung
so getroffen sein, daß die Uhr das
Ein- und Ausschalten des Zähl-
werks besorgt, oder daß Uhr
und Zählwerk durch den Beob-
achter ein- und ausgeschaltet
werden. Nach der ersten Methode
arbeitet Anemometer Fig. 6. Ist
die Uhr aufgezogen und das Anemo-
meter zur Messung aufgestellt oder
aufgehängt, so drückt man den
Schalthebel a nach links, worauf
das Uhrwerk zu laufen beginnt
und nach etwa %4 Minute das
Zählwerk selbsttätig einschaltet.
Nach Ablauf einer vollen Minute
schaltet das Uhrwerk das Zählwerk aus und läuft dann noch etwa !/a Minute
bis zum Stillstand, Während der ersten 3/4 Minute hat der Beobachter Zeit, sich
. aus dem Meßbereich zu entfernen, und findet
Fig. 7. nach etwa 2 Minuten eine der Zeit nach ab-
gemessene Geschwindigkeitsangabe vor.
Die Konstruktion der Uhrwerk-Anemo-
meter nach Fig. 6 ist nicht ganz einwand-
frei, weil das Uhrgehäuse den Luftdurchgang
durch das Flügelrad behindert. und Luft-
wirbelbildungen veranlaßt. N
Nach der zweiten Methode arbeitet
das Anemometer von Richard-Paris, Fig. 7.
Zählwerk und Uhrwerk liegen untereinander
und unterhalb des Flügelrades; sie können
durch den Schalthebel nach Belieben ein-
und ausgeschaltet werden. Bemerkenswert
sind die eigentümlich; etwa . nierenförmig
gestalteten Flügelflächen, der freiliegende
Zählwerkantrieb und die Zugänglichkeit
beider Flügelachsenlager.
Zur Abkürzung‘ der Versuchszeit bei
größeren Messungen dienen. die statischen
Anemometer, welche sofortige Ablesung der
Geschwindigkeit gestatten. Kin solches In-
strument hat nach Fig. 8 z.B. folgende Ein-
richtung: Ein Flügelrädchen mit 4 Glimmer-
flügeln hat eine mit der Achse verbundene
Spiralfeder, welche durch den zu messenden
Luftstrom gespannt wird und ihm nach kurzer
Zeit das Gleichgewicht hält. Die Stellung
des mit der Achse verbundenen Zeigers a ist
durch Hinaufschieben der über dem Handgriff
sitzenden Hülse b zu fixieren, welche mittels
eines Stiftchens eine Stange innerhalb der
als Rohr ausgebildeten Verbindung des
Anemometers mit dem Handgriff nach ohen
schiebt. Durch Hebelübersetzung wird der
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Fig, 6.