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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Herrmann, J.: Französische Ansichten über die Bearbeitung von Segelhandbüchern. 815 
Quarantäne (Gesundheitspaß, Quarantäne- 
platz ete.). 
Zollbehandlung, Schiffspapiere. 
Ankerplatz auf der Reede (wo nötig, auf 
Hafensignale hinweisen). 
Gezeiten (Hafenzeit, Fluthöhe bei mittlerer 
Spring- und Niptide, Nipfluthub, Gezeitenströme, 
Gezeitensignale). 
Barre (Lage und Wassertiefe, Betonnung, 
Anweisung für Durechsteuerung); Wasserstand- 
signale. 
Einsteuerung (in den Fluß oder Hafen, 
Jabei Beschreibung der Landmarken, Baken und 
Tonnen des Binnenfahrwassers, Erwähnung seiner 
Untiefen ete. und seiner Wasserstraßen. 
Hafen (Übersicht der ganzen Anlage, Wellen- 
brecher, Hafeneinfahrt, Vorhafen, Schleusen- 
becken, Binnenhafen mit Hafenbecken, Wasser- 
tiefe, Liegeplätze, größtes Schiff das den Hafen 
benutzte, Lösch- und Ladeeinrichtungen, Landungs- 
brücken, Binnenkanäle, Hafenbauten, Bagger- 
arbeiten, Hafenbaupläne); Hafenfeuer; Hafen- 
ordnung; Hafensignale. 
Dockanlagen (Trockendocks, Schwimmdocks, 
Patenthellinge, Dockkosten und Dock vorschriften, 
Schiffswerften und Maschinenbau), Feuerwehr, 
Hafenunkosten (Hafenabgaben und sonstige 
Gebühren, Lösch- und Ladekosten ete.). 
Stadt (Geschichtliches, Handelsbedeutung, 
Aussehen und besondere Gebäude, Einwohner, 
Heimathafen von? Schiffen, Industrie). 
Handelsverkehr (Schiffsverkehr, Einfuhr, 
Ausfuhr). 
Dampferlinien (deutsche und fremde): Bahn- 
linien, Telegraphenkabel, Wasserwege ins Hinter- 
land, Seefischerei, 
Schiffsausrüstung (Bunkerkohlen, Lebens- 
mittel, Wasserversorgung, andere Ausrüstung, 
Ballast.) 
Auskunft für den Schiffsverkehr (Deutsches 
Konsulat, Agent des Germanischen Lloyd, Hafen- 
amt, Lotsenamt, Hafenpolizeiamt,Zollamt, Kranken- 
häuser, Seemannsheim). 
Zeitball, Deviationsbestimmung, Seekarten- 
handlung, Instrumentenprüfung, 
Betonnung und Leitmarken; Anweisungen zum 
Ankern vor der Küste und zum Landen; Leucht- 
feuer; Fahrwasser: Beschreibung in geographischer 
Reihenfolge, Größe der Schiffe, für die sie zu- 
gänglich sind, Wassertiefe, Gefahren, Baken, 
Tonnen, Leitmarken, Gezeitensignale. 
Ankern auf der Reede. — Beschreibung 
der Reede, Brauchbarkeit unter verschiedenen 
Umständen, Betonnung; Lage der Ankerplätze, 
rerbotene und reservierte Ankerplätze, Vorsichts- 
maßregeln beim Ankern (Vertäuen, Strom, Winde, 
Böen), Sturmsignäle; Einlaufen bei Tage, nachts 
and bei Nebel; Quarantäneordnung; besondere 
Bestimmungen über den Schiffs- und Bootsverkehr 
auf der Reede, Landungsplätze. 
Einsteuerung in den Hafen, — Handels- 
und Kriegshafen nebst Beschreibung, Größe der 
Schiffe, für die der Hafen zugänglich ist, Hafen- 
becken, Docks, Landungsbrücken, Kaie, Schleusen, 
Hafenamt; Gefahren beim Einlaufen, Fahrwasser, 
Hafen- und Gezeitenfeuer, Ankerplatz zum Warten 
vor dem Hafen, Hafensignale; Hafenschlepper; 
Festmachen im Hafen, Liegeplätze, Hafenordnung; 
Anweisungen zum Ein- und Auslaufen bei Tage, 
nachts, bei Nebel; Zollbehandlung. 
Stadt. — Allgemeine Beschreibung, Ortszeit, 
Einwohner, Behörden, Konsul, französische 
Kolonien und französische Einrichtungen, Kranken- 
häuser, Seemannshäuser, Beobachtungspunkt, 
Observatorien, Chronometerregulierung; Schiffs- 
ausrüstung: Lebensmittel, Trinkwasser, Bunker- 
Kohlen, sonstige Ausrüstungsgegenstände nebst 
Preis, Beschaffenheit, vorhandene Menge etc,; 
Ausbesserung: Trocken- und Schwimmdocks 
nebst Bedingungen und Preis ihrer Benutzung, 
Kräne, Werkstätten; Löschen und Laden nebst 
den vorhandenen Einrichtungen, Arbeiter; Dampfer- 
linien, Eisenbahnen, Wege, Karawanen, Post, 
Telegraph, Telephon; Industrie; Handelsverkehr; 
Klima, Vorsichtsmaßregeln gegen Krankheiten. 
Das auffälligste Merkmal der Bearbeitungsart der neuen französischen 
Küstenbeschreibungen ist die oft bis ins kleinste gehende KEinzelbeschreibung, 
die auch schon bei den meisten älteren Handbüchern hervortritt. So sehr 
solche Ausführlichkeit im Interesse der Vollständigkeit eines Werkes zu bewerten 
ist, kann doch gerade hier die Übersichtlichkeit darunter leiden und der 
Gebrauch dadurch erschwert werden, da es nicht immer leicht ist, das Wichtige 
und Notwendige aus dem weniger Wichtigen und Nebensächlichen schnell genug 
herauszufinden. Für die deutschen Handbücher gilt daher der Grundsatz, den 
Stoff möglichst beschränken und nur das Notwendige geben, dieses aber voll- 
ständig, besonders soweit es nicht auf der Seekarte unmittelbar abzulesen ist. 
Daß die Ausführung dieses Grundsatzes wegen mangelhafter Quellen oft auf 
Schwierigkeiten stößt, läßt sich nicht vermeiden. Großes Verdienst erwerben 
sich daher alle Kapitäne und Schiffsoffiziere, die durch ihre auf den verschiedenen 
Reisen erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen über Häfen und Küsten das 
fehlende Material ergänzen und auf diese Weise mit dazu beitragen, die Segel- 
handbücher- zu vervollkommnen.
	        
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