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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

314 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1904. 
solche Angaben mit Ausnahme der vier letzten nur dann gemacht, wenn es 
die Eigenart der im Abschnitt behandelten Küstenstrecke erfordert,!) sonst 
werden sie möglichst im ersten Abschnitt im Zusammenhange mit den all- 
gemeinen Angaben für die ganze Küste oder auch bei der Beschreibung der 
einzelnen Orte, auf die sie Bezug haben, gegeben. 
Bei glatten Küsten wird für die zweckmäßige Einteilung in Abschnitte 
und Unterabschnitte sowie für die Reihenfolge der Beschreibung in erster 
Linie die geographische Gliederung berücksichtigt, in zweiter erst die politische. 
Andere Grundsätze sind erforderlich, wenn große Meeresteile tief in das Land 
einschneiden, oder wenn einer Küstenstrecke zahlreiche Inseln vorgelagert 
sind, zwischen denen z. B. verschiedene Fahrwasser nach einem Hafen führen. 
Im ersteren Falle, wenn von der Mitte des Meeresarmes beide Küsten 
nicht gleichzeitig gesehen werden können, wird ihre Beschreibung am zweck- 
mäßigsten getrennt vorgenommen, und zwar in der Reihenfolge, die für ein von 
Hause kommendes Schiff erforderlich ist; im letzteren wird das eine Fahrwasser, 
zuerst das wichtigste, bis zu dem Ort beschrieben, zu dem es führt, darauf die 
übrigen in derselben Weise. Bei Abzweigungen von anderen Fahrwassern ist 
auf die Seite zu verweisen, wo diese beschrieben werden. Besondere Rücksicht 
ist darauf zu verwenden, daß alles über einen Gegenstand zu Sagende an einer 
Stelle zusammengefaßt wird, um schnelles Orientieren zu ermöglichen und den 
Lesenden nicht in die unter Umständen gefährliche Lage zu bringen, einen 
Teil der Beschreibung in der Eile für das Ganze zu halten und dabei den 
Hinweis auf eine Gefahr an einer anderen Stelle nicht zu beachten. Sache 
der äußeren Anordnung ist es, durch zweckmäßige Einteilung eines größeren 
Abschnittes in Unterabschnitte und durch Hervorheben der wichtigen Punkte 
durch geeignete Zeilenstichwörter in fettem Druck die ganze Beschreibung 
möglichst übersichtlich und die einzelnen Teile leicht auffindbar zu machen. 
Die Beschreibung größerer Häfen erfolgt in den neuen französischen 
Handbüchern ebenso wie in den deutschen nach einem festen Schema, das 
wegen der Einheitlichkeit und Vollständigkeit der Beschreibung nicht gut ent- 
behrt werden kann. Das deutsche Schema, mit dem das französische große 
Ahnlichkeit hat, gibt die Anweisungen und Beschreibungen in der Reihenfolge, 
wie sie ein in den Hafen einlaufender Schiffsführer hintereinander braucht. 
Abweichungen von diesem Schema werden natürlich durch die besondere Lage 
oder andere Eigentümlichkeiten eines Hafens oft erforderlich sein. Durch einen 
Vergleich der beiden Schemata, die nachstehend in allen Einzelheiten gegeben 
werden, kann der Leser ihre Unterschiede sehen und ihre Zweckmäßigkeit 
selbst beurteilen. 
Neues französisches Schema für Hafen- Deutsches Schema für Hafen- 
beschreibung. beschreibung. 
Hafenname. — Geographische Lage eines Hafenname (als Überschrift). Zunächst all- 
wichtigen Punktes. Größter Tiefgang und Länge gemeine Bemerkungen über die geographische 
der Schiffe, für die der Hafen oder die Reede Lage, nach Bedarf mit Angabe der Breite und 
zugänglich sind. Länge des Zeitballs oder eines Leuchtturms oder 
Ansteuerung, — Strom an der Küste, Nebel, 1gl.; Bucht, Flußlauf Hinterland. 
Eis, Anzeichen für die Annäherung an Land Landmarken, (Dazu gehört Küstenansicht 
(Wasserfarbe, Vögel, Fische etc.); Lotungen; der Umgebung, vorgelagerte Inseln, Leuchttürme, 
Landmarken: bei Tage Küstenansicht, Berggipfel, Kirchtürme, Baken etc.) 
auffällige Gebirge, Inseln, Leuchttürme etc.; Ansteuerung (des Ankerplatzes auf der 
nachts: Leuchtfeuerz bei Nebel: Nebelsignale; Reede oder vor dem Hafen; dabei alle wichtigen 
Ansteuerung bei Tage, nachts und bei Nebel. Untiefen mit ihren Wassertiefen bei Niedrig- 
FKinsteuerung auf die Reede. — Wind, wasser sowie deren Tonnen und Baken ent- 
Strom, Gezeiten, Nebel, Eis, magnetische Anomalie; sprechend erwähnen; nachts Leuchtfenermerk- 
Landmarken: Ansicht der Küste und Stıadt, male etc.; Auslaufen aus dem Hafen). 
Kirchtürme und sonstige auffällige Bauwerke Leuchtfeuer, Nebelsignale, Semaphor- und 
oder Punkte; äußere Signalstellen; Lotsen: _Signalstellen, 
Lotsengrund, Stationen, Lotsensignale, Kenn- Lotsen, Lotsensignale, Lotsengeld. 
zeichen der Lotsenboote; Seeschleppdampfer und Schleppdampfer, Schlepplohn. 
Schlepperrufsignale; Rettungsstellen und Not- Rettungswesen, Rettungsboot, Bergungs- 
signale; äußere Gefahren nebst Beschreibung, dampfer, Sturmsignale. 
i) Vgl. Abschnitt XII des Segelhandbuchs für die Nord- und Westküste Spaniens und 
Portugals, S. 506.
	        
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