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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1904. 
In den Erläuterungen, welche Kapt. Dinklage zu den Kartenskizzen der 
Tafel 21 gegeben hat, steht u. a.: „Das Vordringen des Treibeises nach Süden 
und Osten dauert von Januar bis Juni und geht erst ziemlich rasch, von März 
an aber langsam vor sich. Etwa um die Mitte Juni beginnt die Eisgrenze nord- 
westwärts wieder zurückzuweichen, erst mit geringerer, von Mitte Juli an aber 
mit großer Geschwindigkeit und im ganzen bedeutend rascher, als sie vor- 
gedrungen ist. Um die Mitte August ist sie bereits hinter die mittlere Januar- 
grenze zurückgewichen; von dieser Zeit an wird Treibeis, wenn es überhaupt 
vorhanden ist, fast nur noch am Nordrande der Bank und an der Ostküste 
von Neufundland (Scholleneis?) angetroffen. Die Zeit von Mitte August bis 
Ende Januar ist für die gewöhnliche Route nach und von New York als eisfrei 
zu bezeichnen. Die durchschnittlich größte Ausdehnung hat das Treibeisgebiet 
von Mitte März bis Ende Juni. Es kommt vor, daß das Eis, nachdem es früh- 
zeitig aufgetreten ist, zeitweilig wieder verschwindet, worauf später im Jahre 
eine neue Eistrift folgt; doch ereignet sich dies verhältnismäßig selten. 
Gewöhnlich ist es von seinem ersten Erscheinen an während der ganzen 
Jahreszeit bis Ende Juli oder August ohne Unterbrechung vorhanden. In den 
zwölf Jahren 1880 bis 1891 wurde das Eis zuerst gesehen fünfmal im Januar, 
"ünfmal im Februar, einmal im April, zuletzt zweimal im Juli, dreimal im 
August, zweimal im September, zweimal im Oktober und je einmal im November 
and Dezember. — Die auhaltendste Eistrift dieser zwölfjährigen Periode fand in 
den Jahren 1889 und 1890 statt, während welcher von April 1889 bis Oktober 
1890 in jedem Monat Eis angetroffen wurde; dagegen war die längste eisfreie 
Zeit von November 1880 bis einschl. Januar 1882. Das in diesen Zeitraum 
fallende Jahr 1881 war dasjenige, in dem kein Eis vorkam.“ — 
Über diese allgemeinen Bemerkungen hinausgehend wollen wir zunächst 
feststellen, in welchen von den zwölf Jahren eine normale Ausbreitung 
des Eises vorhanden gewesen ist, in welchen von ihnen das Eis über die 
mittlere Grenze hinaus geschritten ist, und in welchen von ihnen das Eis 
hinter der normalen Grenze zurückgeblieben ist. 
Es zeigten 
in den Monaten 
Janudr ....0.0.4 
Februar. ...... 
März 2.0.0.0... 
April. 100000 
Mal, 00 ı a2 28 
Juni, 00004000 
Julie 
August ....... 
September .,... 
Oktober, . 2.1... 
November .....‘ 
Dezember. „.... | 
. eine über die mittlere eine hinter der mittleren 
sine normale oder nahe- | x n © ı 
. ! - ur 
zu normale Eisgrenze Grenze vordringende Eis- ' Grenze zurückbleibende 
grenze Eisgrenze 
die Jahre 
1884 
1890 
1881. 1882. 1883, 1885, 
1886 
1880, 1881. 1886. 1888, 
1889. 1891 
1880. 1851. 1882. 1886, 
1888. 1889. 1891 
{882 
1883. 1884. 1885. 1887. 
1890 
1884. 1885. 1887. 1890 
1883 
880 
1883. 1884. 1885. 1887. 
1888. 1890 
1884. 1885. 1888. 1890 
1881. 1882. 1886. 1889. 
1891 
1881. 1882. 1886. 1887. 
1889. 1891 
1881. 1884. 1886, 1887. 
1888. 1891. 
1881. 1887. 1888. 1889. 
1891 
1880. 1881. 1882. 1889. 
1891 
1880. 1889. 1890 !* 1881. 1884. 1886 
1880. 1889. 1890 1881. 1885. 1886 
1889 
1889 
1880. 1883 
1880, 1882. 1883. 1885, 
1889 
1882. 1883 1384. 1886. 
1890 
1883. 1884. 1885. 1890 
GG Q 
Die Zahlen aller zwölf Jahre treten nicht alle in jeder Querreihe (Monate) 
auf; für eine ganze Reihe Jahre sind die Grenzen des Eisvorkommens während 
der einzelnen Monate unbekannt, oder sie können deshalb nicht gegeben werden,
	        
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