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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Kleinere Mitteilungen, 
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Die Flut, die in der Simonoseki-Straße Hochwasser verursacht, kommt 
vom Stillen Ozean; Der Flutstrom teilt sich nach dem Verlassen des Bungo- 
Kanals in zwei Arme, von denen der eine östlich, der andere westlich setzt. 
Letztere Strömung setzt in WNW- bis NWzW-Richtung läugs der Matoyama- 
Bank und über dieselbe hinweg als Flutstrom und verursacht weiter in der 
Simonoseki-Straße Hochwasser. ; | 
Mit tiefgehenden Schiffen bemerkt man, hauptsächlich “bei” Springtide 
und Flutstrom, daß zwischen der Matoyama-Westbank und dem Ostende der 
Untiefe. Naka no su eine -Unterströmung herrscht, die in nordnordwestlicher 
Richtung setzen muß. Man findet deshalb, daß die Schiffe manchmal ’sehr 
langsam von dem östlichen nach dem südsüdöstlichen Kurs kommen, wenn sie 
gegen den Flutstrom fahren. . 
Dasselbe ist auch wahrzunehmen zwischen der Manaita-Bake und der 
sogenannten Frerburg-Bake, doch mit dem Unterschiede, daß man hier die Unter- 
strömung südlich setzend bei Ebbstrom bemerkt, wenn letzterer östlich setzt. 
Auf beiden Stellen findet man diese Unterströmung oder Wirbel nur auf 
einer kurzen Strecke. Wie.sehr verschieden die Unterströmungen ‚sind, bemerkt 
man so recht an den bei Moje zu Anker liegenden Schiffen. ; 
Bei Moji Saki tritt das Hochwasser bei Springtide um 8* 45min mittlerer 
Japan-Zeit ein. Der unverändert nach W setzende Flutstrom beginnt 2/2 Stunden 
vor Hochwasser und endigt nach fünfstündiger Dauer 2'/ Stunden nach Hoch- 
wasser. / Der nach Osten setzende Ebbstrom läuft dagegen volle 7 Stunden, und 
zwar zur Zeit des Niedrigwassers mit der größten Geschwindigkeit, Das Stau- 
wasser ist in der Straße nur von sehr kurzer Dauer; bei Springtide dauert es 
etwa '!/4 Stunde, 
Die Strömung in der Simonoseki-Straße und in der ganzen „Inland-See“ wird 
sehr beeinflußt durch die Witterung im Stillen Ozean und im Chinesischen Meere. 
. 3. Die geographische Länge von Honolulu. Mit Hilfe des neuen Kabels 
über den Stillen Ozean ist von den Herren Smith und Morse von U. S, Coast 
and  Geodetie Survey diese Länge neu bestimmt worden. Wenn man die 
früheren Bestimmungen zum Zwecke einer genauen Vergleichung auf den letzten 
Beobachtungspunkt, das Passageinstrument der Station zur Beobachtung des 
Venus-Durchgangs reduziert, erhält man folgende Abweichungen der früheren 
Bestimmungen. Die Lage, welche den Sandwich - Inseln durch die alten 
spanischen Seefahrer zugeschrieben wurde, beruht natürlich auf keinen genauen 
Messungen. Daher ist es nicht überraschend, daß die spanische Karte, die mit 
der Erzählung von Azsons Reise veröffentlicht wurde, die Inselgruppe, ver- 
mutlich Hawai, 17° zu weit östlich legt. Freycinet kam im Jahre 1819 der 
Wirklichkeit bis auf 15” nahe, während Kapt. Tupman, von der britischen 
Venus-Expedition im Jahre 1874, eine Bestimmung: machte, die mit dem neuesten 
Resultat. auf. ein Zehntel einer Zeitsekunde übereinstimmt. Es ist berechnet 
worden, daß das jetzige Resultat, das den Ort des Passageinstruments der 
Venus-Durchgangs-Expedition auf 10% 31mia 27,245 (157° 51‘ 48,6“) W-Lg. von 
Greenwich bestimmt, wahrscheinlich innerhalb 0,06%, und fast sicher innerhalb 
0,2 sek richtig ist. („Geogr. Journal“ 1904, S. 260.) 
Neuere Veröffentlichungen. 
. A. Besprechungen und ausführlichere Inhaltsangaben.  . 
Reichs-Marine-Amt: Segelhandbuch für die Nord- und Westküste Spaniens und 
Portugals. 582 S. mit drei Tafeln. Preis 5,00 Mk. Berlin 1904. In Vertrieb 
bei E. S. Mittler & Sohn. 
Das neu erschienene Segelhandbuch der Nord- und Westküste Spaniens und Portugals, das 
die Küstenstrecke von der französischen Grenze bis nach Gibraltar umfaßt, bildet einen erfrenlichen 
weiteren Schritt auf dem Wege der deutschen Küstenbeschreibung. . Die Art seiner Bearbeitung sowie 
das benutzte Quellenmaterial (die neuesten spanischen, portugiesischen, französischen und britischen 
Segelhandbücher), das durch -zahlreiche Fragebogen und Berichte deutscher Konsuln und Kapitäne 
über alle wichtigen Häfen in der umfangreichsten Weise ergänzt werden konnte, bürgen ‚für voll. 
wertigen Ersatz der bisher von deutschen Seeleuten benutzten fremden Handhücher.
	        
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