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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1904. 
Die mittlere Tagestemperatur im Monat betrug 14,8°, die höchste beob- 
achtete 24,0° und die niedrigste 3,9°. Diesen Zahlen stehen folgende in den 
früheren Jahren beobachteten gegenüber: 
Oktober 1898 mittlere Tagestemperatur = 18,3°, höchste 25,2° und niedrigste 7,5°, 
1899 » - 147°, „„ 271° , » 5,7°, 
"900 » 15,6°, „ 246° , „RT, 
901 » 15,6%, „ 258° , « 47% 
1902 N 18,09, . 260° 91° 
Die Temperaturschwankungen waren recht erheblich und machten sich so 
unangenehm fühlbar, daß die Stuben geheizt werden mußten. Es fiel das 
Thermometer beispielsweise vom 25. zum 26. infolge des mit Stärke 6 bis 7 
aus NNO wehenden Windes um volle 12°. Ebenso fiel die Temperatur zwischen 
dem 7. und 8. und zwischen dem 16. und 17. plötzlich um mehrere Grade. 
Die Bewölkung des Himmels war gering; sie machte im Durchschnitt 
3,8 Zehntel aus; es waren denn auch während des Monats 13 heitere und nur 
4 trübe Tage zu verzeichnen. 
Der Oktober bewahrte somit seinen Ruf, nach welchem er einer der 
heitersten Monate des Jahres mit sein soll. 
Die relative Feuchtigkeit der Luft betrug im Mittel 65°%. 
An 3 Tagen im Monat fiel meßbarer Niederschlag, im ganzen 22,6 mm; 
außerdem wurden an 2 weiteren Tagen kürzere Staubregen bezw. einzelne 
Regentropfen beobachtet, der Niederschlag hiervon war jedoch nicht meßbar. 
Im letzten Drittel des Monats war der Horizont öfter durch einen feinen Dunst- 
schleier getrübt. Am Morgen des 30. waren die Erde, Gräser und Büsche infolge 
der raschen Abkühlung der sie umgebenden Luftschichten mit Reif überzogen. 
Die Winde wehten während des Monats zum weitaus größten Teile aus 
den zwischen NW und NO liegenden Richtungen und entwickelten eine Durch- 
schnittsstärke von 2,8 der Beaufort-Skala. Die stärkeren Winde wehten sämtlich 
aus den vorgenannten Richtungen, so am 1. aus NNW Stärke 6, am 7. NNOZ7, 
am 17. NW 6, am 26. NNO 7 und am 27. NW 7. 
November 1903. Ebenso wie der vorige Monat zeichnete sich auch der 
November gegen denselben Monat früherer Jahre durch seine tiefen Temperaturen 
aus. Der Monat war in bezug auf die mittlere Tagestemperatur, welche 7,6° 
betrug, und die. überhaupt höchste im Monat beobachtete Temperatur (17,5°) 
der kälteste November in der bisherigen Beobachtungsreihe; die niedrigste 
Temperatur des Monats, — 1,9°, war nur 0,4° höher als im November 1901, 
welcher bisher von den November-Monaten die niedrigste Temperatur aufwies, 
dagegen 4,6° tiefer als die des November vorigen Jahres. 
Zum Vergleich mögen hier die entsprechenden Temperaturwerte der 
früheren Jahre folgen: 
November 1898 mittlere Tagestemperatur — 10,7°, höchste Temp. = 17,8°, niedrigste Temp. = —0,3°, 
1899 # 8,0°, » =197% ‚;” » =--1,8°, 
1900 „ . 838°, » » = 20,19, . » = —1,9°, 
1901 » - 9,39, » » 5 191°, = » = —2,3°, 
1902 —=11,7°, = 20,1%, = 2,7°. 
Im letzten Drittel des Monats ging die Temperatur während 4 Nächten 
anter den Gefrierpunkt. 
Infolge der zum Teil erheblichen Temperaturschwankungen, welche durch 
die wechselnden Winde hervorgerufen wurden, traten Erkältungskrankheiten, 
wie Husten und Schnupfen, ziemlich häufig auf. 
Die Bewölkung des Himmels betrug im Mittel 3,5 Zehntel; hieraus 
resultierten 13 heitere und 5 trübe Tage. An 5 regnerischen Tagen im Monat 
fielen zusammen 19,6 mm Regen. In der zweiten Hälfte des Monats war die 
Atmosphäre häufig recht dunstig, die relative Feuchtigkeit der Luft nahm zu; 
an drei Morgen war die Erde mit Reif überzogen. Auf den Spitzen des Lauschan- 
Gebirges lag Schnee. , 
Die Winde wehten zum größten Teile aus nördlichen Richtungen und 
entwickelten eine Durchschnittsstärke von 2,6 der Beaufort-Skala. Stärkere 
Winde, von denen einer Sturmstärke erreichte, wehten zur Zeit der täglichen 
drei Beobachtungstermine am 6. NNW 7. am 10, NWS und am 18. WNW 6.
	        
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