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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1904,
t= 4+25° 430° 435°
10.000 + 0,378 + = 60 81 107
Ai= 18° 2,49 3,29.
Im folgenden ist stets mit B_der untere, mit b der obere Barometerstand
bezeichnet.
Tragen wir die Werte von B—b als Ordinaten, die Temperaturen
als Abscissen auf, so bilden die Linien gleicher Höhe (Isohypsen) flache Kurven,
die von den hohen zu den niedrigeren Temperaturen ansteigen und deren Gefälle
mit wachsender Temperatur abnimmt. Durch Einführung des Wasserdampfes wird
dies Gefälle verstärkt, und zwar, gleiche relative Feuchtigkeit vorausgesetzt, bei den
hohen Temperaturen mehr, bei den niedrigen weniger. Dadurch wird die Krümmung
der Isohypsen wieder ausgeglichen, und zwar ist bei einer Feuchtigkeit von 50%
diese Ausgleichung bei Temperaturen zwischen — 10° und + 30° eine annähernd
vollständige, so daß B—b für gleiche h eine lineare Funktion von t wird;
beispielsweise ist für h — 2000 m B — b sehr annähernd gleich 0,533 (315,6° — 4);
unter t ist hier die Temperatur in Celsiusgraden, unter B — b die Druckdifferenz
zwischen unterem und oberem Ende der Luftsäule, und unter h die Höhe der
letzteren verstanden.
Die Abhängigkeit zwischen B-—-b und h wird am einfachsten und
fürs erste genügend genau durch die Formel von Babinet dargestellt.
Aus der Gleichung ;
Bd oder
B+b 16 000 (1 + 0,004 t) 16000 + 64t
folgt durch einige Umformungen
B—b= AB oder == BL
h-+16 000 +64 t 1zh+8000+32t° * ° *
welche letztere besonders leicht auch im Kopf zu behalten ist.
Die Temperaturen, für welche der Ausdruck 8000 + 32t die runden
Summen von 7500, 8000, 8500 und 9000 erhält, sind nach dieser Formel:
— 15,6°, F0° + 15,6°, -4+ 31,2°,
Ändert sich B, bei gleichbleibendem h und t, so ändern sich b und B — b
in demselben Verhältnis, also
B, —_ bb —_B,—b, —
B, bh, BB =%, Ultras
Will man eine für Bo = 760 mm entworfene Tafel auch für andere Werte
von B benutzen, so kann man in Formel 2 statt des Zählers den Nenner der
rechten Seite ändern, um die Gleichung aufrecht zu erhalten:
Boah
Beh = Ga) ah 80004820 9
Um dieselbe Anderung durch Änderung von t zu erreichen, muß man
dieses durch t, ersetzen nach der Gleichung
1/2 h-+ 8000 + 32 t, = (1+a) (!/eh + 8000 + 32 t),
woraus folgt
t,—t= 8 0/ah-+ 250+8 20.00040001000040 1. 8)
Ist beispielsweise a = + 1%, also Bı = 767,6 oder 752,4 mm, so ist bei
h = 2000 m und t = 20°
t.—t = +8 (813+250 +20) = +(0,34+25+0,2) = 4 3,0°.
Man sieht, daß selbst für Höhen von 2000 m der Einfluß der Höhe h
auf t, — t noch nicht !/3°C. beträgt. Da für beträchtlich kleinere Höhen der
Einfluß einer Korrektion von dieser Größe überhaupt nicht mehr in Betracht
kommt, für ‚beträchtlich größere Höhen dagegen die übrigen Fehlerquellen
wachsen, so dürfen wir die für 2000 m geltende Korrektion von + 0,3° auch
für andere Höhen gelten lassen. Die von t abhängige Korrektion ist zwar
ebenso klein, aber hier steht nichts im Wege, sie in der graphischen Tafel zu
benutzen, da diese ohnehin die Temperatur zu einem ihrer beiden Eingänge hat.
Am bequemsten für den Entwurf der Tafel ist es, die Größen von B, aufzu
suchen, für welche das Resultat demjenigen einer Anderung der Temperatur um
5° gleich ist.