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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Stat, 
Die Witterung ‚an der. deutschen Küste im März 1904, 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage). . 
4 255 
Mittl. Wind- 
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Der Monat März war.im Durchschnitt bei hohem Luftdruck ruhig und 
trocken. Die Temperatur lag an der Nordsee- und westlichen Ostseeküste um 
etwa 0,5° über, an der östlichen Ostseeküste um wenige Zehntel Grade unter 
der normalen. Die Bewölkung war an der Nordseeküste zu hoch, an der 
Ostseeküste zu niedrig; an der ganzen Küste nahm die Bewölkung von Westen 
nach Osten ab. Unter den zu den Beobachtungszeiten aufgezeichneten Winden 
traten die nordöstlichen bis südöstlichen durch ihre Häufigkeit hervor. 
Steife und stürmische Winde traten über größeren Gebieten auf: östliche 
meist bis Stärke 8 am 2. an vereinzelten Stationen der Nordsee- und westlichen 
Ostseeküste; östliche und südöstliche meist bis Stärke 8 am 6. und 7. an der 
Nordseeküste; südöstliche vereinzelt bis Stärke 10 am 29. bis 31. an der ost- 
preußischen Küste. 
Bis zum 8. herrschte an der ganzen Küste kaltes Wetter; dann machte 
sich eine von Osten her vorschreitende Erwärmung bemerkbar, so daß vom 9. 
an bis gegen Schluß des Monats die Ostseeküste mildes Wetter hatte, während 
es an der Nordseeküste erst am 18, einsetzte und dann ebenfalls bis zum Schluß 
des Monats anhielt. In ihrem Gange von Tag zu Tag zeigten die Morgen- 
temperaturen meist wenig Änderung; ein jäher Temperatursturz erfolgte an der 
Nordseeküste am 6., an der Ostseeküste am 5., während am 9. überall ein 
starkes Steigen stattfand. ‚Die Temperatur schwankte an der Küste zwischen 
der niedrigsten — 14,5° von Memel und der höchsten + 15,1° von Hamburg, 
also um 29,7°. Auf den Stationen wurde die kleinste Schwankung 14,9° in 
Keitum, die größte 21,5° in Neufahrwasser beobachtet. KEistage (Maximal- 
temperatur unter 0°) waren für die Ostseeküste der 5. bis 7., für Memel der 
1. bis 8.; Frosttage (Minimaltemperatur unter 0°) waren für die ganze Küste 
der 1. bis 9., für die Ostseeküste ferner noch der 10. bis 17., für die östliche 
sodann noch der 18. bis 26., für Memel der ganze Monat. | 
Die monatlichen Niederschlagsmengen betrugen an der Nordseeküste 
meist über 30mm, an der Ostseeküste beträchtlich weniger. Die größten 
Niederschlagsmengen wurden beobachtet mit 65 mm in Wyk auf Föhr, 44 mm 
in Keitum, 43 mm in Wangeroog und Friedrichschleuse, 42 mm in Norddeich, 
die niedrigsten mit 2 mm in Brunsbüttel, 5 mm in Hela, 6 mm in Stolpmünde 
und Rixhöft, 7 mm in Leba, 8 mm in Brüsterort, 9 mm in Swinemünde. Weit 
verbreitete Niederschläge traten auf am 8. und 10. an der Nordsee- und west- 
lichen Ostseeküste, am 20., 21., 29., 30. und 31. an der ganzen Küste, mit 
Ausnahme der ostpreußischen; nur am 22. waren auch an dieser Niederschläge 
gefallen. Sehr ergiebige, 20 mm in 24 Stunden überschreitende Niederschläge 
wurden beobachtet am 29, in Wyk auf Föhr (32 mm) und am 30, auf Helgoland 
(20 mm). Gewitter wurden nicht bemerkt. — Nebel über größerem Gebiet trat 
auf am 9. und 10. westlich der Wesermündung, am 11. an der mecklenburgischen 
und pommerschen Küste, am 12. an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste, 
am 20. und 21. an der Nordsee- und schleswig-bolsteinischen Ostseeküste, am 
22. an der hinterpommerschen und westpreußischen Küste. — Die Zahl der 
heiteren Tage nahm von Westen nach Osten sehr stark zu. Während eine
	        
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