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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Knipping, E.: Statistik der Schiffschronometer der Deutschen Kriegs- und Handelsmarine. 237 
Zukunft sind offenbar sehr gut, denn der Zugang in den letzten 10 Jahren 
betrug: 21, 6, 21, —12, 24, 53, 114, 78, 45. . 
Brutto-R-T. auf eine Seeuhr. C($). Der kleinste Wert, 1051, R-T. 
fällt hier auf dasselbe Jahr 1881 wie bei C (5) und steigt allmählich bis auf 
2205, d. h. von 100 bis auf 210%. Nach dem älteren Maßstab von 1881 
gemessen, sollte jetzt jeder Dampfer von 2100 R-T. zwei Uhren führen. 
Dampfer mit drei Uhren. C(9). Ein einziger Dampfer repräsentiert 
diese Klasse, da wir vom Expeditionsdampfer „Gauss“, als nicht zur Handels- 
marine gehörig, absehen. 
Prozentsatz der Dampfer mit zwei (drei) Seeuhren zu denen 
mit Seeuhren überhaupt a) nach der Anzahl, b) nach dem Tonnen- 
gehalt, c) nach der Besatzung. C (10), (11) und (12). Die besser aus- 
gerüsteten Dampfer seien wieder als I. Klasse, die anderen als II. Klasse 
bezeichnet. 
a) Die Anzahl der I. Klasse geht von 29,0% in 1879 zurück bis auf 
18,9 % beider Klassen, I und II, im Jahre 1903, d. h. im Verhältnis von 100 
bis auf 65 %. 
b) Der Anteil der I. Klasse am Tonnengehalt geht von 48,5 °% zurück 
bis auf 34,1% in demselben Jahre, d. h. von 100 zurück bis auf 70 °%. 
c) Der Anteil der I. Klasse an der Besatzung geht von 51,2 % zurück 
bis auf 34,8 %/o in‘ demselben Jahre, d. h. von 100 zurück bis auf 68 °/%. 
. Das Zurückgehen der I. Klasse in a, b und c auf */s findet seine einfache 
Erklärung in dem gewaltigen Anwachsen unserer Dampferflotte, verbunden mit 
dem Mangel an Klarheit über die zweckmäßigere Ausrüstung für trans- 
atlantische Reisen. 
Das Größenverhältnis von Klasse I zu II. C(13). Es schwankt 
zwischen 231 im Jahre 1879 und 190 im Jahre 1892 und hat mit 216 in 1903 
wieder einen mittleren Wert erreicht, der bei 210 liegt, d. h. die I. Klasse war 
durchschnittlich 2,1 mal größer als die II. Klasse. 
Folgerungen aus C: . 
]. Jeder Dampfer von 4700 R-T. Brutto Raumgehalt und darüber 
ist nach dem Urteil der Gesamtheit deutscher Reeder mit einer See- 
uhr ungenügend ausgerüstet. Er bedarf ihrer zwei. 
Mit Rücksicht auf die Bewegung der Zahlen kann man hinzufügen: 
2. Jeder Dampfer von 2500 R-T. Brutto und darüber ist zweck- 
mäßig mit zwei Uhren auszurüsten. , 
Diese zweite Folgerung ist darin begründet, daß Dampfer von dieser 
Durchschnittsgröße schon vor 25 Jahren so ausgerüstet waren und daß ein Teil 
der Reeder auch heute noch Dampfer nicht nur bis zu 2500, sondern bis 
1600 R-T. Brutto herunter mit zwei Uhren ausrüstet. 
Der Bedarf. In dem Hauptteil des Handbuches für 1903 (dem namentlichen 
Verzeichnis‘ der einzelnen Dampfer) habe ich für jede 100 R-T. Brutto die 
Zahl der Dampfer jeder Klasse gezählt und gebe daraus folgenden Auszug: 
Zahl der Dampfer in Klasse I und II nach der Größe in Brutto-R-T. geordnet. 1903. 
Klasse 
See- 
uhren 
2 (3) 
Brutto-Registertonnen 
\600—1999|2000—249912500—299913000—349913500—3999|4000—4499|4500-—4699|4700 u. mehr 
\ 
11 | 13 
88 906 
12 
36 
| 17 | 17 
93 22 
8 
19 
8 
5 
88 
69 
Nach Folgerung 1 sind 69 Dampfer ungenügend ausgerüstet. 
Nach Folgerung 2 sind zunächst noch 125 Dampfer außer den 69 zweck- 
mit einer zweiten Uhr auszurüsten. . 
Reeder, die ihre Dampfer dem Gesamturteil deutscher Reeder gemäß 
ausrüsten wollen, werden gut tun, bei transatlantischer Fahrt noch unter 
2500 R-T. herunter zu gehen bis auf 1600 R-T. 
Der nach dem Urteil der deutschen Reedereien auf Seglern und Dampfern 
bestehende Fehlhetrag an Seeuhren, der baldigst zu decken wäre, beträgt dem- 
nach 99, der allmählich zu deckende 245 Stück, insgesamt 344 Stück.
	        
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