accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

% 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1904, 
IV. Beispiel. U = +8, Azim. S38°0, u= + 6‘, Azim. S 20°0. 
u 6 Sn nn gr 
a+? = 18°, au = 0,750 = tang gg, p = 37° 
45° — 0 = 8° logtang = 9,148 
aß 
“= 9° log cotg = 0,800 
ze == 44,7° logtang = 9,948 
8 = 36°, U = 8 gibt x = 9,9 Sm. 
Richtung GA == S38°0, Richt. GS=58538°0 + 36° = S74°0. 
Kurs S 74°O, Dist. 9,9 Sm gibt b= 2,75, a= 955m O0. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Eine Bemerkung zur Geschwindigkeit der Tiefseeströmungen. G. Schott 
hat in dem ozeanographischen Teil des „Valdivia“-Werkes*!) eine Überschlags- 
rechnung durchgeführt, um zu einer Anschauung der Geschwindigkeit zu kommen, 
mit welcher der Transport des Tiefseewassers von hohen nach niederen Breiten 
stattfindet. Indem er annimmt, daß in dem Gebiet des Golfstromes nur 95 v. H, 
jer an der Oberfläche von niederen nach hohen Breiten verfrachteten Wasser- 
massen auch wieder an der Oberfläche den Rückweg findet, daß der Oberflächen- 
strom etwa 100 m mächtig ist und mit einer Geschwindigkeit von 0,5 m/sek 
fließt, daß schließlich die Tiefenströmung etwa 2500 m mächtig ist, kommt er 
zu dem Resultat, daß die säkulare Versetzung des Tiefenwassers wohl langsamer 
als 0,7 mm in der Sekunde erfolgt, 
Auf einem vollkommen anderen Wege, als ihn Schott eingeschlagen, 
gelangt man zu einem noch geringeren Werte der Tiefengeschwindigkeit, und 
zwar dadurch, daß man die Zunahme der Bodentemperatur vom Pol zum Aquator 
hin betrachtet. Karsten?) schrieb mit Bezug au die mittleren und niederen 
Breiten: „Nirgends ist aber selbst in den größten Tiefen die extrem niedrige 
Temperatur der arktischen Gewässer beobachtet. Woher kommt die Erwärmung? 
Ist sie ein Beweis dafür, daß trotz der Mächtigkeit der Wasserschichten doch 
die Wärme des Oberflächenwassers der warmen Regionen sich durch Mischung 
den untersten Schichten mitteilt? Oder hat man es hier mit der Einwirkung 
der Eigenwärme des Erdkörpers zu tun, welche am Meeresgrund die eisige 
Temperatur des arktischen Wassers mäßigt?“ 
Die Wärmemenge, welche einem Quadratzentimeter der Erdoberfläche in 
einer Sekunde vom Erdinnern zugeführt wird, läßt sich bekanntlich aus dem 
Wärmeleitvermögen der festen Erdrinde und der geothermischen Tiefenstufe 
genähert berechnen. Nimmt man das erstere zu 0,006 gr-Kalorie/cm Grad sek 
and letztere zu 33 m für einen Grad an, so ergibt sich die in einem Jahre 
durch einen Quadratzentimeter austretende Wärmemenge zu: 
0,006 + 0,0003 + 31 536 000 oder rund zu 57 gr Kalorien. 
Es würde mithin durch diese Wärmemenge eine die Erdoberfläche in der Höhe 
von 57 cm überdeckende Wasserschicht um einen Grad erwärmt. 
In dem Indischen Ozean scheinen die Temperaturverhältnisse des Tiefen- 
wassers verhältnismäßig einfache zu sein. Nach Schott®) lassen sich folgende 
Mittelwerte für die Temperatur des Tiefenwassers aufstellen: 
Meerestiefe | 50° S-Br. | 40° S-Br. | 30° S-Br. | 20° S-Br. | 10° S-Br. | 0° | 10° N-Br. 
4000 m .....0. 4 
3000 m 2.0... 
+ 0,409 | 5 
) 0,95° 1,10° 1,359 | 
+ 0,73° S % ai000 
| 150 1,60° ; 
| 1,90° | 2,00% 
1,65° 
2,20° ar 
2,7° 
1) Wissenschaftliche Ergebnisse der deutschen Tiefseeexpedition auf dem Dampfer „Valdivia“_ 
Band I. Von G. Schott, S. 165. 
2) Forschungsreise S, M. S. „Gazelle“. II Teil (Physik und Chemie) S. 54. 
3) Schott, Le. S. 159.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.