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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Vierteljahrskarten für die Nordsee und Ostsee. 
=" 4 Derg Begleittext konnte, weil der übrigbleibende Raum: äußerst 
beschränkt ist, nur auf einige wenige Punkte aufmerksam machen, besonders 
auf solche, die‘ in der Karte selbst nicht zum bildlichen Ausdruck gebracht 
sind; das sind im vorliegenden Falle der Winterkarte die Eisverhältnisse, 
die im Hinblick auf die praktische Navigation besondere Beachtung erheischen. 
Auch eine kurze Tabelle: der durch Benutzung des Nordostsee-Kanals erreich- 
baren Distanzabkürzungen für einige Häfen fand noch Platz. ; 
Daß die neue Vierteljahrskarte für die Nordsee und Ostsee, deren erstes 
Blatt den seemännischen Kreisen hiermit übergeben wird, noch verbesserungs- 
fähig ist, dessen ist sich die Deutsche Seewarte ganz zuerst bewußt. Die 
Deutsche Seewarie wird gern Vorschläge in. dieser Beziehung empfangen und 
prüfen, bemerkt aber im Voraus, daß Vorschläge, welche auf eine Vermehrung 
des Inhalts hinauslaufen, schwerlich Berücksichtigung werden finden können, 
da jetzt schon stellenweise eine Überfüllung nicht ganz geleugnet werden kann; 
es wird sich vielmehr hauptsächlich darum handeln, die Übersichtlichkeit zu 
erhöhen. 
Im Anschluß hieran spricht die Deutsche Seewarte auch an dieser Stelle 
die dringende und wiederholte Bitte an ihre Mitarbeiter zur See aus, daß die Aus- 
füllung des meteorologischen Journals der Deutschen Seewarte gerade innerhalb der 
hier dargestellten heimischen und englischen Gewässer nicht unterlassen werde; 
hiervon war ja schon eingangs die Rede. Die Deutsche Seewarte gibt ferner 
der Hoffnung Ausdruck, daß in viel höherem Grade, als bisher der Fall ist, 
sich auch Mitarbeiter zur See „in der kleinen Fahrt“ bereit finden möchten, 
ein kleines, lediglich für die heimischen Gewässer berechnetes und. einfaches 
Wetterbuch der Deutschen Seewarte zu führen. Nähere Auskunft hierüber 
geben die Agenturen der Deutschen Seewarte; auch ist in dieser Angelegenheit 
ein Rundschreiben den an: der kleinen Fahrt beteiligten Reedereien zugegangen, 
welches hoffentlich im Interesse einer sowohl der wissenschaftlichen Erkenntnis 
als auch der Praxis in gleichem Maße dienenden Sache Beachtung finden wird, 
Die Deutsche Seewarte. 
Erklärung der .von der Deutschen Seewarte in den Witterungs- 
berichten und Wettervorhersagen angewandten Ausdrücke. 
Da sich in neuerer Zeit das Bedürfnis einer nochmaligen, kritischen 
Durchsicht der in den Witterungsübersichten und Wettervorhersagen der 
Deutschen Seewarte angewandten Ausdrücke und deren Bekanntgabe an’ die 
beteiligten Kreise herausgestellt hat, so hat sich die Deutsche Seewarte von 
neuem dieser Aufgabe unterzogen und. bietet dem Leser der täglichen Wetter- 
berichte nachfolgend eine erläuternde Zusammenstellung alles zum Verständnis 
der Witterungsübersichten und Wettervorhersagen Erforderlichen, in teilweiser 
Wiederholung der Ausführungen über den gleichen Gegenstand im vorjährigen 
Januarheft der „Annalen für Hydrographie und maritime Meteorologie“, 
Hierbei handelt es sich einerseits um Ausdrücke, die dazu dienen, die am 
Morgen bestehende Luftdruckverteilung — die ‘Wetterlage — und deren 
Änderungen seit dem Vortage zu kennzeichnen, anderseits um Solche, die zur 
Bezeichnung des Wetters gebraucht werden. 
Die Auswahl der zur Kennzeichnung der Wetterlage dienenden Ausdrücke 
bereitet keine Schwierigkeit, da diese dem meteorologischen Sprachschatze zu 
entnehmen sind, und es nur darauf ankommen kann, sich auf die bekannteren Aus- 
drücke zu beschränken. Anders die das Wetter bezeichnenden Ausdrücke, die 
zum Teil stets eine genaue Erläuterung von seiten der Wetterdienststelle erfordern 
werden, nicht allein wegen der teilweise nötigen Festsetzung bestimmter Grenz- 
werte, sondern schon deshalb, weil der Sprachgebrauch in den verschiedenen 
Gebietsteilen nicht der gleiche ist. Neben der Vermeidung zweideutiger Aus- 
drücke wird hiernach die Aufgabe. bestehen, die Ausdrücke so zu wählen, daß 
sie, unter tunlichster Anpassung an den vorherrschenden Sprachgebrauch, soweit
	        
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