+ -
15
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1904.
Tabelle II.
Extremste Schwankungen an 18 Stationen (Mittl. Greenw. Zeit).
Länge v.
Greenw.
Westliche Deklination
Horizontalintensität in y
Vertikalintensität in Y
HH
-
Station
| N-Br.
Maximum | Minimum |
Diff,
Maximum | Minimum | Diff.
Maximum
Minimum !
Diff.
Stonyhurst
Ahrensburg
Wilhelms-
havren
53° 52} 29 28‘W
53° 40‘110° 14‘ O
2° 46’
> 1° 50’
583°31‘| 8° 8'O 228 N 14° 8‘? wann >2°20
U < 11° 48
52° 25‘1183° 5‘ O 'vor 380 N 2; 658 N 8° 7 >3° 2
G44N 11° 9
52° 14'104° wol. XL2V N |> 1029
—1%25‘(Ost)| —2°54(Ost)|
31° 26/ 7912 0 lo28 N 13° 58‘1702 N 11° 32%
51° 27'| 0°37/W
228 N 15° 26‘1. XI 115 V |
13° 15
‚/ wann 7° 46‘? wann > 1° 39‘
<<6° 74
48° 48‘ 2°200, 222N 706 N | 2° 4
48° 8111°36' 0 ze N 11° 2658 N 9° 20°| 1° 42’
147° 51‘|18° 13’ O [648N u.228N? wann 18
| ) 7044| 6° Al
Pola 44° 5213° 51‘ 0'228 N 9° 321658 N 8° 29] 1° 8
Bagneres \ 1 |
de Bigorre 43° 51 0°10‘O0 226 N 506 N |
| | 39‘üb. Mittel‘ 34‘ unt, Mitt.
42° 57‘ 0°10‘ 0 226 N 1506 N
| 47 üb. Mittel! 39’ unt. Mitt.
12°42'| 2°54‘ O0 ) 1° 14
37° 48‘125° 40'W 315 N 23° 14'928 V 22° 27‘ 0° 47
jı° 6“121°23‘0 ' > 0° 24
izw.186u.206N'? wann ‚> 6301
| > 18 480 <17850'
zw.1880.206N zw.5120.647N1> 740 [228 N |647 N |
1 >19090i < 18350 | 43935| 42985
Mitternacht | 2 N 19582>511 Mittag |7 N |
20 098, 56517 56 0094|
95
Irkutsk
Bochum
Kew
Uccle
> 750
>
3}
230 N 19576032 N 18655, 921
388 N
43 71611. XL 78
228N 14V
.— 43630! 42955
3)
Beuthen
|
Val-Joyeux
München
O-Gralla
580
- 570-
>> 360
XV. *
’ wann (? wann
>21218' < 20858
803 V 923311288 N 21 753:
3)
|
BERQ
=> 38 900!
‚5
Pie du Midi:
.6)
1]
Perpignan
Azoren
Zi-ka-wei
388
Die Zahlen von Irkutsk entsprechen stündlichen Ablesungen uach einer
Mitteilung von R. Rosenthal im russischen „Meteorologischen Boten“, Januarheft
1904. Die hier angegebenen Zeiten sind auf Greenwicher Zeit umgerechnet
unter der Annahme, daß in der russischen Publikation Irkutsker Ortszeit gemeint
ist, was angenommen werden muß, da die Gesamtdauer der Störung von 3 N
am 31. X. bis Mittag am 1. XI. angegeben wird. Dies würde in Greenwicher
Zeit dem Intervall von 8: V am 31. X. bis 5° V am 1. XI. entsprechen, in das
die Hauptstörungen auch sonst überall gefallen sind.
Nach diesen Zahlen sind die Störungen unter den angegebenen Stationen
in Potsdam am größten gewesen, was auch für H angenommen werden darf,
Der Vergleich der einzelnen Schwankungen von Potsdam und Wilhelmshaven,
3oweit sie innerhalb der Papiergrenzen liegen (vergleiche die Zahlentabellen),
zeigt aber, daß die einzelnen Schwankungen sowohl von D wie von H in
Wilhelmshaven die in Potsdam noch übertroffen haben, so daß wahrscheinlich
auch die Gesamtschwankungen in Wilhelmshaven größer gewesen sind. Mit
abnehmender geographischer Breite nehmen die Störungen an Größe ab. Die
Ordnung nach der Breite wird fast nur vom Pic du Midi unterbrochen, dessen
Observatorium 2310 Meter höher als Bagnere de Bigorre liegt. In der größeren
Höhe ist die Schwankung etwas größer als im Tal gewesen. Kinige weitere
Einzelheiten sind in der Zusammenstellung der bisherigen Mitteilungen über
die Störung weiter unten nachzusehen.
Versuch einer Erklärung durch elektrische Ströme.
Macht man den Versuch, diese Störungen durch elektrische Ströme sich
hervorgerufen zu denken, so kommen hierfür rein vertikal gerichtete Elektrizi-
tätsbahnen in Betracht, für deren Existenz uns die Nordlichter einen Anhalt