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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

114 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1904, 
Bochum 24‘, Uccle 26’, O-Gyalla 17’ über Mittelwert, in H für Potsdam etwa 
1007, für Wilhelmshaven etwa 150y, für Uccle etwa 130y über dem Mittel, 
Es folgt nun bis gegen 1 Uhr eine Periode zahlreicher rascher aber 
nicht allzugroßer Schwankungen um den Mittelwert für D und H, während V 
stark steigt. Von 1°—4"N führen sämtliche Nadeln sehr heftige und rasche 
Oscillationen aus, wobei im Mittel D etwas, H und V sehr beträchtlich über 
dem Mittelwert liegen, so daß also auch die Totalkraft im Durchschnitt stark 
vergrößert erscheint und dabei in der Richtung horizontal stark schwankt. 
Daß auch in der Inklination in dieser Zeit heftige Schwankungen vor sich 
gingen, zeigt die Tatsache, daß die Einzelspitzen in den Kurven für V und H 
einander meist entgegen gerichtet sind, d. h. während im großen Zug H und V 
zugleich über dem Mittelwert liegen, nimmt in den einzelnen Momenten extremen 
Wachstums von V H ab und umgekehrt. In den Kurven von Uccle z. B. 
entsprechen den Maxima von H um 1* 38" und 2°30"N starke Einsenkungen der 
V-Kurve, in Potsdam sind Spitzen der H- und V-Kurven entgegengesetzt gerichtet 
um 12b30min jab41min, Jhumin QbQmin Oh Smin Jhgmin Der Wert der Totalintensität 
in Uccle wird um 2"30""N zu 0,47638 c. g.s. angegeben, während etwa um 
10" 44min V (H = 0,18740, V = 0,43010) — 0,47002 gewesen ist. Nach 4"N wächst 
D, H und V nehmen beide ab; die Schwankungen aller Elemente sind nicht mehr 
so rasch und heftig. Von 5"-—--7"N aber treten auf’s Neue etwa 6 sehr ener- 
gische Hin- und Hergänge der Deklinations- und der Horizontalintensitätsnadel 
ein, während V, abgesehen von der stärkeren Schwankung zwischen 6" 37min 
und 6* 52a nicht mehr so heftig schwankt. In dieser Zeit sind kolossale 
Schwankungen in den 2 anderen Elementen aufgetreten, z.B. in D6"36-n—Gh44min N 
eine Zunahme um 2° 16‘ in Potsdam, > 2° 15‘ in Wilhelmshaven, unmittelbar 
darauf 6h 44min__ 6b 58a N ein Fallen um 3°2‘ in Potsdam, > 2° 15' in 
Wilhelmsbaven. Für die gleichzeitigen Schwankungen von H hat in Potsdam 
die Streifenbreite nicht ausgereicht, die Schwankung war größer als 750y oder 
as des ganzen Wertes der Horizontalkomponente; in Uccle dagegen hat diese 
Schwankung nur 225 y, in O-Gyalla 204y betragen. Das Minimum der Total- 
intensität wird für Ucele um 5° 50" N = 468557 angegeben, ihr Maximum 
um 3b 37a N zu 47 743 y, so daß die Gesamtschwankung =— #93 y)y gewesen ist. 
In Potsdam wurde das Minimum der Totalintensität zweifellos um 6" 47% N 
mit 46739y erreicht, während um 2" 36%" N ihr Wert 47880y war, der nur 
zwischen 1® 402» und 2° 5win N vielleicht übertroffen worden sein könnte. Die 
Schwankung der Totalintensität in Potsdam ist also > 1141y gewesen. Die 
Inklination hat in Uccle wenigstens um 56% in Potsdam wenigstens um 51‘ 
geschwankt. Ist es auch sehr schwer die Extremwerte der Inklination aus den 
Kurven von H und V zu entnehmen, so ist doch ohne Zweifel die Winkel- 
schwankung der Inklination bedeutend geringer als die der Deklination gewesen, 
Nach 7"N kehren die Elemente allmählich zu den normalen Werten 
zurück, wobei 5 Wiederholungen eines ähnlichen Verlaufes zu erkennen sind, 
in denen die Zeitpunkte analoger Maxima vonD und H etwa um 7"N, 9* 34%N, 
119 min N, jb 553min V und 4b 4min V liegen. Im Laufe des Vormittags am 1. XI. 
gehen die Schwankungen dann auf sehr kleine Beträge zurück, doch bleibt eine 
gewisse Unruhe auch noch für die folgenden Tage bestehen. 
Zusammenstellung der Ergebnisse der Registrierungen. 
Eine vergleichende Zusammenstellung der aus den einzelnen Diagrammen 
entnowmenen Werte an interessanten Umkehrpunkten geben die Tabellen I u. II 
auf Seite 115 bis 117. 
Zu den Tabellen ist zu bemerken, daß die Zeitangaben nicht besonders 
genau sein können, weil die zur Verfügung gewesenen Reproduktionen zum Teil 
in sehr kleinem Maßstab ausgeführt sind. Auf der von O-Gyalla ist eine Stunde 
aur etwa 2,3 Millimeter lang. Es konnte hier in der Regel die Zeit genauer 
nach den Zacken der Kurven selbst bestimmt werden durch !dentifizierung mit 
analogen Zacken der Kurven andrer Stationen in größerem Maßstab. Wo keine 
Zeit angegeben ist, gilt die in derselben Zeile angegebene Zeit der ersten Spalte. 
Besonders in der Deklination zeigt sich fast durchweg verblüffende Übereinstimmung 
in der Anordnung und Zahl der Kurvenzacken, allerdings nicht immer ebenso
	        
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