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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1904.
Tabelle 6.
Häufigkeit des Nebels und der Windrichtung im Nordatlantischen Ozean
zwischen 40° urd 50° N Br.
N
No, ©
Windrichtung
So Ss SW W NW | Stille
Nebelhäufigkeit in Prozenten
N-Br. W-Lg.
40°—50° 10°—20°
20°—30°
30°—40°
40°—50° |
50°—60°
B0O°-— 70°
4,1 4,0 5,7 8,5 18,6
3,8 0,7 22 1 27 ' 108
21: 22 3,5 ı 10.1 | 266 \
44 | 38 ı 41 79 ı 186 |
49 | 42 6,1 94 | 192
67. 59 64 58 | 156 |
21,3
28,1
29,2
28,0
26,5
27,5
176 58| 134
15,9 2065| 293
21,0; 69 | 34
22,0 ; 6,9 4,5
1 18:3 67| 47
187! 781 56
Prorzante der Windrichtungen.
N-Br. W-Lg.
40°—509° 10°—20°
20°—30°
30° — 40°
10°—50°
509 60°
60°-—70°
3,1
9,7
9,3
10,8
11.8
12,7
0,2 7,3 88 143 199
5,5 55 . 94 1389 21,9
5,3 5,9 77 126 191
58 57 64 124 : 168
65 + 67; 75 139 * 155
mn 67 65 115 160
15,7
19,1
22,0
21,3
18,0
20,2
13,2
13,4
15,8
18,0
17,7
15,9
2,0
L6
2,3
2,8
2,4
2,5
Der magnetische Sturm am 31. Oktober und 1. November 1903.
Von Dr. H. Maurer.
(Hierzu Tafel 8 und 9.)
Seit vielen Jahren ist keine so bedeutende erdmagnetische Störung wie
am 31. X. und 1. XI, 1903 beobachtet worden. In Europa wie in Nordamerika
hat sie sich sowohl in prächtigen Nordlichterscheinungen wie in störenden
Strömen in den Telegraphenleitungen bemerklich gemacht, und die Schwankungen,
die die erdmagnetischen Registrier-Instrumente auf den OÖbservatorien ver-
zeichnet haben, waren so groß, daß sie vielfach die Grenzen des vorgesehenen
Aufzeichnungspapieres überschritten, teils aber auch so schnell, daß das licht-
ampfindliche Papier die Spur des mit den Magneten sich drehenden Licht-
strahles nicht festzuhalten vermochte. Infolgedessen hat sich mehrfach für die
absolute Größe der Gesammtschwankung der einzelnen Elemente nur eine
untere Grenze feststellen lassen.
Die Grundsätze, nach denen diese Registrierinstrumente gebaut sind,
seien hier kurz angegeben. Zur Beobachtung der Schwankungen der Deklination D
wird ein mit einen kleinen Spiegel fest verbundener Magnet horizontal an
einem langen feinen torsionsfreien Faden aufgehängt. Er stellt sich je in die
Richtung der horizontalen Komponente der erdmagnetischen Kraft ein, und ein
von seinem Spiegel reflektierter Lichtstrahl hinterläßt auf einem durch ein
Uhrwerk langsam vorbeigeführten lichtempfindlichen Papierstreifen eine Spur,
aus deren Lage die Anderungen in der Dekiination erkennbar sind. In Potsdam
beträgt die durchschnittliche tägliche Schwankung der Deklination 8‘ (nach
Lüdeling „Ergebnisse 10 jähriger magnetischer Beobachtung in Potsdam“).
Für die Untersuchung der Schwankungen der horizontalen Komponente
des Erdmagnetismus hängt ein ebensolcher Magnet mit Spiegel horizontal an
2 parallelen feinen Fäden. Die obere Suspension dieser Fäden ist aus dem
magnetischen Meridian soweit herausgedreht, daß das so entstehende Dreh-
moment der Torsion gerade der Horizontalkomponente des Erdmagnetismus, die
den Magnet in den Meridian zurückdrehen möchte, das Gleichgewicht hält, und
der Magnet in magnetischer Ost-Westrichtung bleibt. Je nachdem die Horizontal-
intensität nun zu- oder abnimmt, wird der Nordpol des Magnets mehr nach Nord
oder Süd abgelenkt werden, und seine Drehungen, die ein Maß für die Schwan-