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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1904.
Tabelle 3.
Nebelhäufigkeit und Windstärke im Nordatlantischen Ozean (40°—50° N-Br.).
Länge v. Greenwich
Windstärke nach Beaufort
0112131] 4 151617181 9 ı 10
Nebelhäufigkeit in Prozenten:
| Schwer-
punkt
Winterhalbiahr Oktober— MärTz.
10°—20°
20°—30° W
30°—40°
40°—50°
50°—60°
60°-—70°
13,7° 5,7 10,4 '12,3| 16,4 17,1115,3; 5,1 4,4 16 10| 406
37,3) 2,9. 3,3 | 6,60 12,3 14,3 11,9 &1| 2,5| 16; 12[| 388
42 | 44 88 142 17,9 18,3 13,7! 8,4 3,9) 3,9| 23 | 4,62
44 48; 96'144 18,33 17,4 14,5! 9.1 41| 19] 15| 4,50
3,8 | 3,8 | 8,7 [15,6 20,3 ‚18,6114,0 7,1, 6.11 151 0,5 | 452
32 75 124185 16,7 18,4 10,1 60 54 15 03| 415
Sommerhalbjahr April-— September.
10°—209
200 30° w
30°—40°
40°—50°
50°—60°
80°-— 70°
17,5 | 54
30,0 | 5,2
30| 51
451 62
5,5 9,8 |
70 | 104
16,9 „8 8 E65 6: 09 a1
8,4 11:9 45,1 '5,5/10,5' 4,1, 1,& 00 00
10,8 19,8‘ 22,6 18,4111,5' 6,00 1,8 06 O4 |
14,8 21,1. 20.9 17,6! 8,5 41 15 04 04
18,5 [218 195 ‚13,8| 7,1 24, 10 05 | 01
20,2 ‘24,8! 20,3 11,1! 4,4' 1,3 0,3! 01! O1
)!
3,82
3,55
4,08
3,78
3,42
317
Aus der Tabelle 2 hatte sich für den Ozean schon ergeben, daß sich der
Schwerpunkt in den vier Jahreszeiten verschiebt. Aus der Tabelle 3 ersieht
man ferner, daß die Einzelwerte des Schwerpunktes für je 10° der Länge im
Winterhalbjahr näher zusammen liegen als im Sommerhalbjahr; die Unterschiede
zwischen dem größten und kleinsten Wert sind im Winterhalbjahr 4,62 — 3,88
= 0,74, im Sommerhalbjahr 4,08 — 3,17 = 0,91. Die höchsten Werte finden
sich beide Male in der Zone zwischen 30° und 40° W-Le., die von allen Zonen
das reinste ozeanische Gepräge hat. Die niedrigsten Werte liegen im Winter
mehr nach dem europäischen Festlande zu zwischen 20° und 30° W-Lg., im
Sommer dagegen unmittelbar unter der amerikanischen Küste zwischen 60° und
70° W-Leg.
Um die Abhängigkeit der Nebelhäufigkeit bei bestimmten Windstärken
von der Jahreszeit und Länge auf dem Ozean noch besser hervortreten zu
lassen, sind in Tabelle 4 (und Figur 2) die Windstärken B. 0 bis 3, 4 bis 7, 8
und mehr einerseits, die Längen 10“ bis 30°, 30° bis 50°, 50° bis 70° W-Lg.
anderseits zusammengefaßt.
Tabelle 4,
Nebelhäufigkeit und Windstärke im Nordatlantischen 0zcan (40°—50° N-Br.).
Länge von Greenwich
10°—30°W Europ. Seite ..
30°—50° Mitte des Ozeans .
50°—70° Amerik. Seite. .
Windstärke nach Beaufort
0—3 | 4—7_ | 8u.mehr| 0—3 | 4—7 | 8 u. mehr
Nebelhäufigkeit in Prozenten:
Winterhalbjahr: Sommerhalbjahr:
46,1 | 49,3 | 4,6 50,4 | 48,2 | 1,4
32,4 | 58,8 8,8 42,7 ı 548 2,5
36,8 | 556 | 76 52,0 | 40,0 | 1,5
Läßt man die Windstärken 8 und mehr als selten außer Betracht und
bezeichnet die Meeresteile zwischen 10° und 30° W-Lg., 50° und 70° W-Lg.
als landnahe, den Meeresteil zwischen 30° und 50° W-Lg.. als ozeanisch, so
gelten folgende Sätze:
Im ozeanischen Teil nimmt die Nebelhäufigkeit mit der Wind-
stärke im ganzen Jahre zu. mehr im Winter-, weniger im Sommer-
halbjahr.
In den landnahen Meeresteilen nimmt die Nebelhäufigkeit im
Winter mit der Windstärke zu, im Sommer dagegen mit der Wind-
stärke ab. Zu- und Abnahme sind klein an der europäischen, groß
an der amerikanischen Seite.