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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

108 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1304. 
häufigkeit und Windstärke aufhellen, und zwar einmal an der Küste, dann auf 
dem Meere, und zwar auf dem Nordatlantischen Ozean zwischen 40° und 
50° N-Br. Nebenbei soll auch das Verhältnis Nebelhäufigkeit und Windrichtung 
betrachtet werden, soweit das für den ersten Zweck auf dem Nordatlantischen 
Ozean gesammelte Material eine solche Behandlung zuläßt. 
L. 
Nebelhäufigkeit und Windstärke in der Ostsee, Nordsee, im Kanal und auf 
dem Nordatlantischen Uzean. 
Die Ostsee ist hier durch Rügenwaldermünde vertreten, die Nordseeküste 
durch Skagen und Helder, der Englische Kanal durch die Seilly-Inseln und der 
Nordatlantische Ozean durch den Streifen zwischen 40° und 50° N-Br.. 10° und 
70° W-Lg. 
Die in Tabelle 1 und Figur 1 dargestellten Werte sind Jahresmittel. 
Helder und Skagen zeigen den meisten Nebel bei B. 1 und B. 2, Rügenwalder- 
münde fast gleich viel bei B. 1, 2 und 3, Seilly und der Nordatlantische Ozean 
den meisten Nebel bei B. 3 und B. 4. Das heißt, je freier und je näher zum 
Ozean der Beobachtungsort liegt, um so höher ist die Windstärke, 
bei der der meiste Nebel eintritt. 
Tabelle 1. 
Nebelhäufigkeit und Windstärke im Jahresmittel. 
[rt 
Rügenwaldermünde 
Skagen ....... 
Helder ‚.....- 
Seilly...,.... 
Nordatlant. Ozean. I 
m 
Ü) 
Windstärke nach Beaufort 
131] 4. 15161718] 9) 10 
Nebelhäufigkeit in Prozenten; 
D 
9,2 21, 229 121 68! 3,4 2,1 05 
3,0 478 | 28,6 | 75 29 
2,3 | 70,2 ° 18,7 | 7,1 3,8 | 2.1] 0,5/ 0.1 0 
16 | 148 | 16,7 249° 26,7 |12,0| 2,8 0,4! 0,1 
72° 274 14,2 1902 19,8 115,5! 8,8 41 1,7 
0,6 04 
0.2 
Schwer- 
nunkı 
2,45 
(3,01) 
1,52 
2,83 
371 
Skagen ist nicht ohne weiteres mit den anderen Stationen vergleichbar, 
weil die Windstärke immer von 2 zu 2 Graden B. geschätzt worden ist, also 
von 0 bis 6 statt 0 bis 12. Sieht man deshalb von Skagen ab und faßt Rügen- 
waldermünde und Helder einerseits, Scilly und den Ozean anderseits zusammen, 
so zeigt sich ferner, daß der Ozean beim Ansteigen der Linie der Nebel- 
häufigkeit gegen die Binnenmeere zurückbleibt und beim Absteigen ebenfalls 
gegen die Binnenmeere zurückbleibt. Bei Stärke B. 1 ist z. B. die Reihenfolge 
von unten nach oben: Nordatlantischer Ozean, Scilly, Rügenwaldermünde und 
Helder, a, b, c, d, bei Stärke 5 dagegen Helder, Rügenwaldermünde, Seilly und 
Nordatlantischer Ozean, also umgekehrt, d, c, b, a, d.h. bei dem freien Ozean 
and den Seillys verteilt sich das Nebelvorkommen auf vergleichsweise viele 
Stufen der Beaufort-Skala ‚einigermaßen gleichmäßig, bei Helder und Rügen- 
waldermünde aber treten die Nebel fast nur bei vergleichsweise sehr geringen 
Windstärken auf. Man kann auch die Entfernung des Schwerpunktes der um- 
schriebenen Flächen von der senkrechten Grenzlinie 0 der Beaufort-Stufen 
bestimmen.!) Man erhält dann für jeden Beobachtungsort die Windstärkestufe, 
von der aufwärts gerechnet bis B.12 Nebel ebenso häufig eintritt wie abwärts 
gerechnet bis B. 0. Diese Werte sind in der letzten Spalte von Tabelle 1 unter 
Schwerpunkt angegeben. Die Zahl 1,52, abgekürzt 1,5 = 1'/ B., hinter Helder 
bedeutet also, daß die eine Hälfte aller Nebelbeobachtungen in Helder bei den 
Stärken 0 bis 11/2 B.. die andere Hälfte bei den Stärken 1! bis 12 B. auftritt. 
') Bezeichnet man die Nebelhäufigkeit in Prozenten bei den Windstärken 0, 1, 2, 3 usw. 
mit np, N,, N, N, usw. und die Größen Mr N ne Ra De usw. mit yı, Yo, Ya USW., 80 
liegt der Schwerpunkt von 0 an gerechnet in 
ea Yırk8y Fön E70 
vy. Hy. Ay FH+y,...-
	        
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