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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 32 (1904)

Schott, G. Die niederländische Tiefsee-Expedition auf der „Siboga“ 101 
Sambaki- und Herberg-Straße, nördliches, Fahrwasser nach Batjan; 
Nordwestteil von Obi Major mit Obi Latu, Bisa und Tapat; 
die Inseln südlich von Halmaheira (Doworra, Fünf Inseln, Dawar- 
Gruppe); 
die Widi- (Weda-) Inseln; 
die Inseln Gebe, Ju und Gagi; 
Bougainville-Straße und Nachbarschaft (Jen-Inseln, Ruieb, NW-Küste 
von Waigeu, Batang Pali und Dju);: 
die Jef-Fam-Gruppe, Jef-Doif-Gruppe und Kofiau; ; 
die Inseln westlich von Salawatti und diejenigen nördlich und östlich 
von Misool (Vettor Pisani, Sieben Inseln, Falsche Pisangs); 
Sabuda mit den Pisangs; 
Batu Putih und die Landecke südlich vom Eingang zum Mac Cluer-Golf; 
Ostküste von Ceram zwischen Gisser und Waru; 
Sula Besi und Lisa Matula; 
die Watubela-Inseln und die Gruppe von Kur; 
Dammer und Nachbarschaft; . ; 
Roma und die Gruppe östlich von Roma; 
Letti, Moa und Lakor; 
Südküste von Timor von der NO-Ecke der Insel bis Batu Putih, der 
Südecke der Noimini-Bucht; 
Ostküste von Rotti; . 
Südküste von Lomblen; 
Südküste von Flores; ; 
ı Binongka-Insel. 
Für die Südküste von Timor sind die durch die Vermessungen der 
„Siboga“ bedingten Veränderungen des Kartenbildes ganz besonders groß; bis 
zu 10 Sm und darüber liegt stellenweise die Küste in Wirklichkeit nördlicher, 
als in den bisherigen. Karten angegeben ist (Taf. XVI des „Siboga“-Werkes). 
Große Aufmerksamkeit. wurde. auf möglichst genaue Bestimmung . der 
navigatorisch wichtigen Höhen von Inseln und Bergen verwandt; eine Liste 
enthält mehr als 200 von der „Siboga“ neu beobachtete und berechnete solche 
Höhen, die wiederum vorzugsweise den östlichsten, vergleichsweise unbekannten 
Inselgruppen des Archipels zugehören.. Verdienstlich ist auch eine im Appendix I 
(S. 71—74) enthaltene Liste derjenigen geographischen Ortsbestimmungen. von 
Inseln und bestimmten Ansteuerungsobjekten, deren Lage durch die Offiziere 
der „Siboga“ zuverlässig und neu bestimmt worden ist.‘ . 
Über allgemeine, bei der Befahrung des östlichen Teiles des 
Archipels in Betracht kommende Gesichtspunkte spricht sich Tydeman, 
wie folgt aus. Obschon die Seekarte des Ostindischen Archipels östlich von 
Celebes fast ganz, westlich von Celebes zu einem großen Teil. noch aus einer 
Kompilation flüchtiger Beobachtungen und einzelner Daten besteht, so darf 
doch die Schiffahrt in den Hauptfahrwassern und in: den gebräuchlichsten Durch- 
fahrten nicht für so gefährlich erklärt werden — wenigstens für Dampfer —, 
als es noch hier und da wohl geschieht. Es ist, wenn. man von der: unmittel- 
baren Nachbarschaft der vielen Inseln und dem Innern ınancher‘ Kanäle 
absieht, nicht wahrscheinlich, daß in diesen Gewässern, deren Tiefen beträcht- 
liche sind und die im Laufe der Jahrhunderte schon viel befahren worden sind, 
noch viele unbekannte Gefahren vorhanden sind. Anderseits ist es aber wahr- 
scheinlich, daß die Positionen, die für einige der isolierten gefährlichen Unfiefen 
in den Seekarten gegeben sind, noch mehr oder weniger ungenau sind; man 
passiere diese Stellen also immer in möglichst großem Abstande. wm 6 
. Ein Umstand, von dem die Navigierung in diesem östlichen Teile des 
Archipels. nahezu überall Nutzen zieht, ist die große Durchsichtigkeit des 
Wassers. Bei Tage und wenn man sorgfältig Ausguck hält, kann man flache 
Stellen in der Regel rechtzeitig bemerken. Öfters sah man den Grund bei 
18 bis 22 m (10 bis 12 Faden) Tiefe deutlich, manchmal sogar bei Mondschein. 
Dunkle Flecken des Grundes . wurden nicht selten noch bei 27 m (15 Fäden) 
gesehen. Eine Ausnahme in dieser Beziehung bilden die an die Westküste 
Neu-Guineas grenzenden Gewässer, wo muddiger Grund über größere Flächen 
sich ausbreitet. 
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