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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1904,
Niederschlag, mm
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
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Wegen Erläuterungen zu der Tabelle vgl. „Ann. d, Hydr. etc.“ 1903, Heft XII, S. 133f,
Der Monat Dezember charakterisierte sich bei ganz überwiegend südöst-
lichen Winden in seinen meteorologischen Mittelwerten durch ostwärts zu-
nehmenden, an der Nordsee nahezu normalen, an der Ostsee etwas zu hohen
Luftdruck, etwas zu niedrige Temperatur und, zumal an der Nordsee, zu geringe
Bewölkung, meist zu kleine registrierte Windgeschwindigkeiten und vor allem
hervortretend durch erheblich zu geringe Niederschlagsmengen.
Die Küste stand bei hohem Luftdruck über Rußland meist unter dem
Einfluß von Depressionen über dem Ozean, die vielfach Deutschland durch-
querende Teilminima entwickelten, und gehörte nur in der letzten Dekade
längere Zeit dem Bereiche hohen Druckes an, als sich dieser von Osten her
über Europa ausbreitete. Der vorherrschenden Wetterlage entsprachen die
überwiegenden südöstlichen Winde; da diese Luft von Südosteuropa andauernd
herbeiführten, so blieb die Temperatur höher als sie bei Winden aus östlichen
Richtungen um diese Jahreszeit erwartet zu werden pflegt.
Schwere Stürme führte der Monat nicht herbei. Steife und stürmische
Winde über größerem Gebiete traten auf am 1. von der Stärke 7 bis 8 aus dem
Nordostquadranten an der schleswig-holsteinscher und aus dem Südwestquadranten
an der preußischen Küste, am 3, und 4. in derselben Stärke aus südlichen
Richtungen an der Nordsee, sowie am 1., 13. und 14. mehrfach Stärke 7% er-
reichend aus dem Südostquadranten an der ostdeutschen Küste.
Die Morgentemperaturen lagen ganz überwiegend etwas unter den
normalen Werten, 5° erreichende negative Abweichungen wurden nur vereinzelt,
an der Nordsee am 4., 29. und 31., sowie an der Ostsee am 4, 5, 14,, 15,
25., 26. und 29, beobachtet. Über den vieljährigen Werten lagen die Morgen-
temperaturen über größerem Gebiete nur an der Nordsee am 9. bis 12., häufiger
an der östlichen Ostsee; mildes Wetter herrschte über dem ganzen Gebiete am
Morgen nur am 10. Der Verlauf der höchsten Tagestemperaturen von Tag zu
Tag zeigt nur geringfügige und langsam verlaufende Schwankungen um eine
wenig veränderte Mittellage, abgesehen von den Stationen des äußersten Ostens,
wo die Schwankungen größere Beträge erreichten. Die diesen Verlauf dar-