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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kleinere Mitteilungen. 
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der bei einer öffentlichen Ausschreibung, die für den Zeitraum von wenigstens 
vier Monaten offengehalten werden soll, die meisten Vorteile bietet. 
Art. 2. Die Erlaubnis soll ertheilt werden mit den in der Verfügung 
1746 vom 13. Oktober 1869 aufgestellten Lasten und Vergünstigungen und in 
Gemäfsheit der Bedingungen, die zwischen der Regierung und dem Antragsteller 
vereinbart werden.. Dieser Vereinbarung sollen die Bedingungen zur Grundlage 
dienen, die durch die Verfügungen Nr. 597 A vom 19. Juli 1890 und 1382 vom 
19. Februar 1891 aufgestellt worden sind, mit ausdrücklicher Ausschlielsung der- 
jenigen, die sich auf Gewährung von Zinszusicherung beziehen. 
Art, 3. Die entgegenstehenden Bestimmungen werden aufgehoben. 
10. Puerto Belgrano !) (Argentinien), (Nach Reisebericht S. M.S. „Charlotte“, 
Komdt. Kant. z. S. Mandt, Oktober 1902.) 
Ansteuerung. S.M.S. „Charlotte“ verliefs die Albrahao-Bucht auf 
Ilha Grande am 20. Oktober 10* 30®ir V zum Antritt. der Reise nach Puerto 
Belgrano. Die Reise verlief bei günstigen Wetterverhältnissen und nördlichen 
und östlichen Winden, die fast ununterbrochene Führung von Raasegeln und an 
drei Tagen das Abstellen der Maschine gestatteten, ohne bemerkenswerte Vor- 
kommnisse. 
In etwa 34 bis 35° S-Br., nördlich von der La Plata-Mündung, geriet das 
Schiff in dichten Nebel, der 1'/3 Tage anhielt; zugleich trat innerhalb 8 Stunden 
eine Abkühlung der Wassertemperatur um 8° ein. ; 
Aus dem beobachteten Besteck vom 28. Oktober schien mit Sicherheit 
hervorzugehen, dafs die im „Handbuch der Ostküste Südamerikas“ enthaltene 
Angabe über eine scheinbar zu nördliche Lage der Küstenstrecke Medano— 
Necochea in der englischen Admiralitätskarte 1324 richtig ist. Die vom beob- 
achteten Besteck ausgehende, der Küste parallel laufende Kurslinie zwischen 
Punta Hermeneg und Necochea, war nach der Karte etwa 20 Sm von der Küste 
entfernt, während die wirkliche Entfernung nur etwa 12 Sm betrug. 
Man ist zur Zeit mit der Triangulation der N-Seite der Bucht beschäftigt. 
Daran anschliefsend soll das Netz nach Süden über den Flufs hinaus erweitert 
werden. Erst dann wird eine systematische Vermessung des Fahrwassers 
möglich. 
Das Auslegen der schon beschafften Leuchtbojen in dem Hauptkanal soll 
so lange aufgeschoben werden. ; 
Nach Angabe des Kapts. z. S. Mauvette, der als Chef des Platzes die 
Vermessungen leitet, soll noch ein Südkanal existieren, der nur an einer Stelle 
ein Flach von 18 Fufs bei Niedrigwasser hat. 
Auch die Tiefenangaben in der genannten Karte erwiesen sich mehrfach 
als ungenau. Bei dem offenbar sehr viel stärker als der Ebbstrom setzenden 
nach Norden gerichteten Flutstrom im westlichen Teil der Bucht ist es beim 
Austeuern des Feuerschiffes „Bahia Blanca“ besonders mit Rücksicht auf das 
gänzliche Fehlen navigatorisch verwertbarer Landmarken sehr ratsam, von Osten 
kommend den Kurs gut südlich von der Küste abzusetzen, so dafs man bei den 
letzten 25 bis 30 Sm das Feuerschiff mit einem Kurse nicht westlicher als etwa 
287° (WNW!AW) ansteuert. 
Gezeiten. Die Angabe in der Karte sowie in den Gezeitentafeln über 
eine Hafenzeit von 6 Stunden in Puerto Belgrano ist nicht zutreffend, während 
die in dem „Handbuch der Ostküste Südamerikas“ gemachte Angabe. von etwa 
4’ Stunden den wirklichen Verhältnissen entspricht. Der in diesem Handbuch 
als gute Ansteuerungsmarke erwähnte Berg Hermoso erscheint als solche nicht 
brauchbar, da der Berg infolge einer dahinter liegenden höheren Hügelkette 
gar nicht hervortritt und man erst bei gröfserer Annäherung den Signalmast auf 
ihm erkennen kann. ; 
Betonnung. Die in der englischen Admiralitätskarte 1331 verzeichnete 
Lage der Bojen bis Puerto Belgrano ist nicht mehr zutreffend, die Bojen 4 bis 7 
t) „Handbuch der Ostküste Südamerikas“, S. 567.
	        
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