accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kleinere Mitteilungen, 
77 
Sternbeobachtungen das Great Jeba Flat angesteuert, welches am 1. November 
5%. V erreicht wurde. ‚Jetzt wurde Kurs auf das Feuerschiff „Rio Ave“ genommen, 
welches 8» 45%» V in Sicht kam. und- 10". 9min V querab war. .. ; 
Der Lotse, ein Eingeborener, steuerte mit geringen Abweichungen die in 
den Segelanweisungen angegebenen Kurse und wufste mit dem Fahrwasser: gut 
Bescheid. Die Lotsen sind von der Regierung angestellt und haben unentgeltlich 
zu lotsen, 4% 28min N desselben Tages wurde vor Bissao in der Peilung: 
S-Kante der Insel Rey in 135° (SO), Mitte der Insel Passaro in 221° (SW *%4S) 
auf 12 m Wasser geankert. ; 
5. Bulama (Senegambien). (Nach Reisebericht S, M, S. „Moltke“, Komädt. 
Kapt. z..S. Sommerwerck, Oktober 1902,) 
Ansteuerung. Am 3. November 8* 30» V wurde, nachdem der Lotse 
wieder an Bord genommen war, Anker gelichtet und nach Bulama gedampft. 
Der Weg hierher führt zunächst durch den Arcas-Kanal, dessen Passage bei 
sichtigem Wetter nicht besonders schwierig ist, da man an der Huk Bulama 
Point und der Bake auf den Pedralva Rocks gute Landmarken hat. Nach dem 
Passieren von Bulama Point und den südöstlich von demselben liegenden Areia 
Branca Shoals hielt sich der Lotse hart an der S-Seite des Bolola-Kanals, um 
nach dem Passieren von Nalu Point in die Peilung Colonia Point in eins mit 
der zweiten östlich von derselben gelegenen Huk zu steuern. Diese Peilung 
führt südlich frei von der Mao-Bank. . Nachdem dieselbe passiert war, wurde 
auf die. Reede von Bulama zugehalten, wo 3" 5=in N auf 25 m Wasser querab 
von der Landungsbrücke geankert wurde. 
Am folgenden Morgen .9* 15%" wurde wieder Anker aufgegangen und 
durch den Arcas- und Jeba-Kanal zunächst nach dem Feuerschiff gedampft,. wo 
der Lotse 5" 15" N abgesetzt wurde. 
6. Albrahäo-Bucht!) (Brasilien). (Nach Reisebericht S. M. S. „Charlotte“, 
Komdt. Kapt. z. S. Mandt, Oktober 1902.) 
Landmarken. Ein besonders auffälliger Baum tritt auf der Insel Päo 
a Pino nicht mehr hervor. Die Insel ist aber ihrer Lage nach mit anderen 
nicht zu verwechseln. Sie erscheint allerdings erst aus gröfster Nähe als 
Doppelinsel, weil der der Karte nach gröfsere südwestliche Teil lediglich aus 
einem flachen .kahlen Felsen besteht, welcher bei Hochwasser zum Teil über- 
Autet ist. 
Ansteuerung und Ankerplatz. Meio an St-B. lassend, steuere man 
recht auf die grofsen Gebäude der Quarantäne-Anstalt los. Die Achse der 
Landungsbrücke zeigt mitten in die Bucht. Ist der Brückenkörper bei trübem 
Wetter schlecht auszumachen, so halte man die sich am besten bemerkbar 
machende südlichste weiße Festmacheboje im Brückenkopf oder eben südlich 
frei davon. ' Die Boje lag zur Zeit der Anwesenheit S. M. S. „Charlotte“ auf 
10,5 m Wasser. 
Das Einlaufen bei.Nacht bietet keine Schwierigkeiten, wenn es sichtig 
yenug ist, die Inseln Päo a Pino und Meio zu erkennen. Man steuere auf die 
Brücke los, die beiden weifsen Laternen in eins, oder eben von Norden offen 
haltend. Sobald auf diesem Kurs die Huk westlich vom Albrahäo-Inselchen 
querab ist, ankere man in 12 bis 13 m Wasser. 
7. Sepetiba-Bucht?) (Brasilien). (Nach Reisebericht S. M. S. „Charlotte“, 
Komdt. Kapt. z. S.. Mandt, Oktober 1902.) 
Ansteuerung. Sowohl die englische wie die brasilianische Segelanweisung 
im „Handbuch für die Ostküste von Südamerika“ genügen in Verbindung mit 
der Karte für Schiffe mittleren Tiefganges durchaus. Tiefgehende Schiffe, welche 
den Sattel der Barre zwischen den Inseln Guahyba und Itacurussü (Tacuruzd 
der engl. Karte) an der tiefsten Stelle passieren wollen, müssen dicht unter 
Guahyba passierend, auf den S-Abhang von Itacurussü halten, bis sie die Areia- 
Klippe an St-B.' passiert und Branca-Insel ebenda querab haben. Dann ist, um 
) „Handbuch der Ostküste Südamerikas“, S. 298, 
3 FEbenda, S. 294.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.