Entfernung,
Schnittpunkte,
Ausreise.
Loiungen,
Rliekreise,
Nol(häfen,
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1903.
hohe Inselchen Cockroach etwa 156° (SSO'/0) 6 Sm peilt, also nach 18° 30‘ N-Br.
und 65° 6' W-Lg.
3353 Sm.
66
10° W
15° a
189 g. in 49° 1
25° » > 17 8
309} „47° 5»
35° » . 43° 2 ;
2 aD5 Sm?
Den
* 1
Mifsweisung
20° W
23° >
24°
26° }
27°
2°?
40° W-L
OS -Lg. in 38° 48’ ;
E ; in 380 n N-Br. MT an
500» 32° 15 20,
556» 28° 12' * 160
>? * 23° 38 | >
> 2 18°30 ? 6
» 1?
Auf diesem Wege wird kein Land angetroffen; er führt in etwa 170 Sm
Abstand nördlich von Corvo, gröfstenteils im Gebiete der vorwiegend westlichen
Winde entlang und wird deshalb für die Rückreise, zumal in der besseren
Jahreszeit, empfohlen. Wenn im Sommer bei oder unmittelbar westlich von
den Azoren ein Gebiet hohen Luftdruckes so nördlich liegt, dafs sich die
damit verbundenen leichten Winde und Windstillen fast bis vor den Kanal er-
strecken, eine Wetterlage, die im Juli und August häufig ist, so können auf
den Meeresteilen, durch die der gröfste Kreis führt, Dampfer ihre Maschinenkraft
voll ausnutzen. Unter solchen Umständen darf der gröfste Kreis auch für die
Ausreisen empfohlen werden, weil dann die Umwege zwischen den Azoren hin-
durch oder südlich um sie herum keinen Nutzen versprechen.
Wird unter den bezeichneten Umständen auch die Ausreise auf dem
gröfsten Kreise gemacht, so läuft man nicht das oben angegebene Inselchen
Cockroach an, sondern das mit einem 20 Sm weit sichtbaren Feuer versehene
Inselchen Sombrero, im Osten der Virginia-Gruppe, und biegt zu diesem Zwecke
unter Berücksichtigung des westlichen Stromes (siehe Tabelle unten) von
55° W-Lg. an etwas südlich vom gröfsten Kreise ab, damit man
Mifsweisung
60° W-Lg. in 22° 50° N-Br. 6° W
63,5° „ „ 18° 40 2°,
erreicht. Von hier aus peilt man Sombrero 158° (SSO) 45 Sm. Dieses
kleine Inselchen ist % Sm lang, erhebt sich in der Mitte zu 12 m Höhe und
hat ein 20 Sm weit sichtbares Leuchtfeuer, (Siehe „Leuchtfeuer-Verzeichnis“
Heft VI, Tit. VII Nr. 769, Sombrero.)
Von Sombrero aus steuert man nach der Südseite der Virginia-Inseln.
Die östlichste davon, Virginia Gorda, ist 417 m hoch und in klarer Nacht auf
etwa 8 Sm Entfernung auszumachen. Bei Annäherung an St. Thomas dienen
die 60 m hohe Frenchmans Mütze und das 37 m hohe Buck-Inselchen als Land-
marken; bei Tage und sichtigem Wetter kann man zwischen ihnen durchsteuern,
bei Nacht hält man sich besser südlich von Frenchmans Mütze und biegt erst
nach der Hafeneinfahrt auf, wenn man Myhlenfeldt- Huk - Leuchtfeuer (siehe
„Leuchtfeuer - Verzeichnis“ Heft VI, Tit. VII, Nr. 779) etwa 338° (NNW) hat.
Den Schiffen kommt gewöhnlich ein Regierungslotse entgegen; will man bei
Nacht nicht einlaufen, so ankert man auf 16 bis 13 m Wasser, wo Myhlenfeldt-
Feuer 23° (NNO) bis 45° (NO) !/ bis 31 Sm peilt (vgl. auch „Ann. d.
Hydr. etc.“ 1898, Seite 396.)
Die Entfernung von Sombrero bis Myhlenfeldt-Huck beträgt 88 Sm.
Sombrero und die Ostseite der Virginia-Gruppe können nicht angelotet
werden; erst südlich von St. Thomas erstreckt sich der Grund, auf dem
Frenchmans Mütze liegt, bis zu 7 Sm weit vom Lande, fällt aber auch hier an
der Kante von 50 m auf über 200 m Tiefe steil ab.
Von St. Thomas geht man um das Westende der Insel zwischen Savana-
Eiland und Culebrita heraus und folgt dann dem oben gegebenen gröfsten Kreise.
Die Entfernung von Myhlenfeldi-Huk bis 18° 30‘ N-Br. und 65° 6‘ W-Lg.
beträgt 24 Sm.
Als solche kommen in Notfällen Horta auf Fayal und Ponta Delgada auf
San Miguel, beide in den Azoren, in Betracht. Dort kann man auf Proviant,
schreibungen erkennen lassen; mafsgebend sind in der Hauptsache die Gesichtspunkte geblieben,
welche in dem „an die deutschen Seeschiffahrtskreise“ im vorigen Jahre versandıen Rundschreiben
der Seewarte aufgestellt worden sind.