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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1902, 
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Intensität. Im August machten dieselben Herren die gleichen Beobachtungen in 
Cuxhaven und auf Helgoland. * 
Auf der Agentur in Flensburg beobachtete Navigationslehrer Pheiffer mehr- 
mals in jedem Monat die Deklination, im Juli und August auch die Inklination. 
Auf. der Agentur Barth beobachtete Navigationslehrer Skalweit mehrmals in 
jedem Monat die Deklination, im Juni und. Juli auch Inklination und Horizontal- 
intensität. Auf der Hauptagentur in Neufahrwasser beobachtete Kapt. Reinicke 
bis April einmal monatlich die 3 Elemente; im August machte der .Hauptagent 
Ewert eine Bestimmung, worauf das Instrument zur Reparatur nach Hamburg ging. 
Ferner gingen ein vom Küstenbezirksamt I: 2 Mißweisungsbestimmungen, 
vom Küstenbezirksamt II: 2, v. Küstenbezirksamt 111: 10 2 . 
vom Vermessungsfahrzeug „Hyäne“ (Nordsee).... 12 » 
7 » „National“ (Ostsee) ... 5 3 
von S. M.S. „Wolf“. bei Kamerun. .... 3 Bestimmungen | meist aller drei 
» „Möve“ bei Neu-Pommern 4 » } Elemente. 
Zahlreiche Anfragen über erdmagnetische Verhältnisse wurden beantwortet, 
darunter, der Verfügung vom 25. Mai 1895 entsprechend, 11 Anfragen des Reichs- 
Marineamts über den Wert der erdmagnetischen Deklination an 99 Kompaßorten 
deutscher Admiralitätskarten. - a. 
Die Bearbeitung einer Deklinationskarte für das Hafenhandbuch für das 
Mittelmeer und das. Schwarze Meer wurde im Dezember des.Jahres begonnen. 
X. Bericht über die Tätigkeit der Abteilung III. 
Pflege der Witterungskunde, der Küsten-Meteorologie und des Sturmwarnungswesens 
‘in Deutschland. 
Wie‘ in den‘ vorhergehenden‘ Jahren wurde das neue wettertelegraphische 
System unter Erzielung wesentlicher Fortschritte weiter ausgebaut (vgl. unten unter I) 
Auch das Sturmwarnungswesen erfuhr einige wichtige Aenderungen. ; 
Nach einem Beschlusse der‘ im vorigen Jahresbericht (S. 39) erwähnten Kon- 
ferenz *) sollte angestrebt werden, alle Sturmwarnungsstellen mit unvollständigen 
Tagessignalen in solche mit vollständigen Tagessignalen umzuwandeln. Am Schlusse 
des Berichtsjahres waren unvollständig eingerichtete Sturmwarnungsstellen nur 
noch vorhanden: 
1) Reichs-Sturmwarnungsstellen in: Friedrichsschleuse (Karolinensiel), Munk- 
marsch, Keitum, Süderhöft, Pellworm, Wismar, Wittoter Posthaus u. Thiessow. 
Provinzial-Sturmwarnungsstellen in: Ellerbeck, Laböe, Elbinger Hafenhaus 
(Neuterranova), Fischhausen, Sarkau und Inse. 
Auf derselben Konferenz wurde es als wünschenswert erachtet, daß anstatt 
der roten Laternen ein Nachtsignal gegeben würde, welches. sich möglichst an 
die Tagessignale anzuschliessen hätte. Es sei noch erwähnt, daß in den Tagen 
vom 22. bis 24. Oktober des Berichtsjahres auf, der Deutschen Seewarte auf 
Anordnung des Reichs-Marine-Amts Versuche gemacht . wurden. zwecks Aus- 
gestaltung der Nachtsignale; an diesen nahm der Körvetten-Kapitän: Louran als 
Delegierter des Reichs-Marine- Amtes teil. Eine endgültige Entscheidung dieser 
Frage ist bis zum Ende des Berichtsjahres nicht erfolgt; sie wurde erst Anfang 
Mai 1903 getroffen. ; 
*) Konferenz über das Sturmwarnungswesen, abgehalten auf der Deutschen Seewarte in 
den Tagen vom 10. bis 13. April 1901. ;
	        
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