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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1903,
: Mittl. Wind-
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) [Ze ale
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10: 5' 7lul 9 7 41 718 7, | 5 | 31 3,4
Wegen Erläuterungen zu der Tabelle vgl. „Ann. d. Hydr. ete.“ 1903, Heft III, S. 133f.
3,5
8,4
3,6
231
2,8
3,5
2,7
3,0
2,1
27
Der Monat Oktober zeichnete sich in seinen Monatswerten durch zu
niedrigen Luftdruck und meist erheblich zu große Niederschlagsmengen, sowie
an der westdeutschen Küste durch eine etwa um 1° zu hohe Mitteltemperatur
aus, während die übrigen meteorologischen Elemente nahezu normale Werte
aufwiesen,
Die Küste lag nur am 11., 19., 20. und 24. bis 26. ganz oder teilweise
im Bereich von Hochdruckgebieten, so daß fast durchweg Depressionen ihre
Herrschaft ausübten, wie dies der niedrige mittlere Luftdruck schon andeutet.
Dabei waren Winde aus südlichen Richtungen an Zahl bei weitem die vor-
herrschenden, während solche aus nördlichen Richtungen selten beobachtet
wurden. Da die Druckverteilung die Zufuhr ozeanischer Luft auch bei den
züdlichen Winden vielfach auf die westdeutsche Küste beschränkte, so wurden
die Jangjährigen Mitteltemperaturen im Osten kaum überschritten, und in Memel
war es im Durchschnitt sogar ziemlich kalt,
Steife und stürmische Winde traten über größerem Gebiete auf aus west-
lichen Richtungen am 3. vereinzelt von Rügen ostwärts, meist Stärke 7 bis 8,
am 4. von der gleichen Stärke an der preußischen Küste, am 5. in der gleichen
Stärke ostwärts bis Rügen, am 6. und 7. an der ganzen Küste meist bis Stärke 8
und vielfach bis 9 anschwellend, aus umlaufenden Richtungen am 9. und 10,
meist Stärke 7 bis 8 ostwärts bis Rügen, sowie meist aus dem Südostquadranten,
am 12. und 18. ostwärts bis Pommern Stärke 7 bis 8.
An der Nordsee überwogen milde Morgen, da hier über dem ganzen
Gebiet kühle Morgen nur am 12. und 17. bis 21. beobachtet wurden, während
an der Ostsee die kühlen Morgen überwogen und milde Morgen hier nur am
1. bis 7., sowie im westlichen Teil am 31. und im Osten am 16., 23,, 24, 21.
and 28. auftraten.
Die höchsten Tagestemperaturen waren durchweg zu Beginn des Monats
am höchsten. Nach einem stärkeren Sinken zeigten sie im allgemeinen einige
Tage lang wenig Änderung, um dann nach einem meist am 9. eintretenden
vorübergehenden Steigen bis zum 12. (Memel 14.) stark abzufallen. Es folgte
alsdaun ein starkes Steigen bis zum 15. (Osten 16.) mit nachfolgender Abnahme
bis zum 20., worauf sich die Maxima meist bis zum 22. oder 23. hoben und die
letzte Woche nur wenig weitere Änderung oder am Schlusse des Monats aber-
maliges Sinken brachte. .
Die Temperatur schwankte an der Küste, zufolge den Beobachtungen der
Normalbeobachtungsstationen zwischen dem Maximum 21,3° von Swinemünde
und dem Minimum —3,6° von Memel, also um 24,9°, während die kleinste
Schwankung gleich 12,7° in Borkum und die größte gleich 22,0° in Swinemünde
eintrat. Frosttemperaturen wurden nur von der Öder ostwärts beobachtet,
ausgenommen von Memel aber nur mehrfach am 12. und vereinzelt am 21. und 22.
Die aus den Änderungen der Temperatur von Tag zu Tag für die drei Beob-
achtungstermine ohne Rücksicht auf die Vorzeichen der Änderungen als arith-
metische Mittel berechneten Werte der interdiurnen Veränderlichkeit der
Temperatur (I. T. V.) lagen mit ihren größten Werten zwischen 1,5° (Borkum)