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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Neuere Veröffentlichungen. 
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dazu überging, die mannigfachen Probleme des Schiffbaues wissenschaftlich zu erforschen und 
praktisch zu begründen. An den Untersuchungen über die Stabilität, die Manövrierkunst und den 
Widerstand der Schiffe nahmen die hervorragendsten Männer der Wissenschaft ein tätiges Interesse, 
Die Anwendung der Dampfkraft für den Schiffsbetrieb brachte an sich zunächst noch ‚keine 
wesentliche Umgestaltung der Linienschiffe mit sich; dieselben behielten die zu dieser Zeit 
bestehende Vollschiffstakelage noch bei, was außer anderen Gründen auch durch die Vereinigung 
yon Schraubenlinienschiffen mit Segellinienschiffen zu einem Geschwader bedingt war. Erst die 
gefährliche Wirkung der Bomben und Granaten auf die Holzechiffe, welche während des Krim- 
Krieges sich zeigte, führte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Bau von Hochseepanzern, 
Von dieser Zeit an fanden in rascher Aufeinanderfolge die mannigfachsten Umgestaltungen im 
Kriegsschiffbau statt, zu denen insbesondere auch der stetige Kampf zwischen Geschütztechnik und 
Panzer sowie die Einführung des Torpedos beitrug. Zunächst blieb noch das Breitseitfeuer die 
hauptsächlichste Angriffswaffe, dann ‚trat das Bug- und Heckfeuer in den Vordergrund, und die 
Ramme fand wieder Berücksichtigung, womit die eigentliche Taktik des Linienschiffes mehr zurück- 
irat. Erst in allerjüngster Zeit seit Einführung der Schnellfeuergeschütze und Gliederung der 
Geschützarmierung der Panzerschiffe in schwere Artillerie, Mittelartillerie und leichte. Artillerie ist 
nach des Verfassers Ansicht das Schwergewicht wiederum auf die Aufstellnng der Geschütze in der 
Breitseite gelegt, das Bugfeuer zugunsten einer praktischen Geschützanfstellung und Gefechtsleitung 
eingeschränkt worden. 
Neben dem Schiffbau, wie er für das Gefecht unmittelbar in Betracht kommt, schildert der 
Verfasser auch die Einrichtungen, die für das Leben an Bord der Linienschiffe einst und jetzt von 
Bedeutung sind. ; 
So führt uns der Verfasser in hochinteressierender Weise von jenen unbeholfenen und un- 
bequemen Kriegsfahrzeugen des Mittelalters zu dem großartigen Bau des heutigen Schlachtschiffes, 
in dem alle Erfindungen und Fortschritte der Technik und der exakten Wissenschaften ver- 
körpert sind. Hr. 
Verleihung der Seewarte-Medaille mit Diplom. 
In Anerkennung ihrer langjährigen treuen Mitarbeit auf See an den Auf- 
yaben der Deutschen Seewarte haben die nachstehenden Herren die Seewarte- 
Medaille mit Diplom erhalten: 
Die silberne Medaille: 
Herr Kapt. E.H, Hellwege, Hamburg. | Herr Kapt, N. Meyer, Hamburg. 
A. Leopold, Bremen, ! „ A. Polis, 
; Die bronzene Medaille: 
Herr Kapt. H. Böge, Hamburg. ! Herr Kapt. 
„ J. Bruhn, # # 
‚, Christiansen, „ 
. Leithäuser, 
&. Reessing, 
W. Reimkasten, Bremen, | 
H. Schmidt, Hamburg. 
B. Schumacher, Brake. 
A. Simonsen, Hamburg. 
Cl. Steencken, Bremen. 
A. Teschner, Hamburg. 
F. W. Thöm, - 
4% 
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen 
Seewarte im Monat Oktober 1903. ‚ 
ji. Von Schiffen der Kaiserlichen Marine. 
S. M. Schiffe und Fahrzeuge. 
I. „Jaguar“, Kommandanten K-Kapts, Berger und Wilbrandt, Ostastatische Station, 1900. XIX, 25. 
‚— 1903. HIN 17. 
2. „Württemberg“, Kommandanten Kapts, z. S. Friedrich, Hoepner und Schönfelder, In heimischen 
Gewässern. 1901. V. 9.-— 1903. IX. 15. 
3. „Cormoran“, Komdt. K-Kapt. v. Burski. Auf der Australischen Station und der Heimreise von 
; Sydney nach Kiel, 1902. IV. 1.— 1903. IX. 26, 
4. „Baden“, Kommandanten F-Kapts. Kalau v. Hofe, Deubel und Meyeringh, In heimischen 
Gewässern. 1900. X. 9. — 1903. IX. 23. 
„Tiger“, Komdt. K-Kapt.. Schrader. Ostasiatische Station. 1902. X. 12.— 1903, I. 22, 
„Hagen‘, Komät. F-Kapt. v, Dassel. Zn heimischen Gewässern, 1903. VII, 30. —— IX, 14. 
„Heimdall®, Komdt. K-Kapt, Schlieper. /n heimischen Gewässern. 1903, VII. 81.— IX, 14. 
d. 
6. 
7,
	        
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