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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1903. 
Um den Gebrauch verschiedener Fernrohre und die Notwendigkeit der 
Auswechselung zu vermeiden, wird man die Höhe über dem rückwärtigen Horizont 
‘oder den Winkel K‘BG) messen, so daß man bei der ganzen Höhenbestimmung 
ausschließlich das Prismenfernrohr benutzt. Das gewöhnliche Fernrohr dient 
dann nur dazu, um von Zeit zu Zeit den Indexfehler zu bestimmen. Dabei ist 
zu beachten, daß die Kimmtiefe dann von der gemessenen Höhe nicht abgezogen, 
sondern. hinzugelegt wird, so daß, wenn h‘, die abgelesene Höhe ist, die ge- 
messene Höhe 
(53) hz= hat A=! wird. 
des 
Soll die Kimmtiefe nicht direkt gemessen, 
Winkels K‘BG eliminiert werden, so zeigt 
sondern durch die Messung 
Fig. 10 den Strahlengang. 
Sobald das 
Bild des Gestirns G 
mit dem Bild der 
Kimm K‘ zur 
Deckung gebracht 
ist, ist die Wirkung 
so, als ob der 
Winkel K“BG mit 
dem Sextanten in 
der gewöhnlichen 
Weise gemessen 
worden wäre. Nun 
ist aber K“BG 
= 180 — K'BG, 
also nach (48) 
AK a KBO+AKUBE 
Wig 
10 
.“ B 
Horixont 
TEE 
{st I der Indexfehler, ha die abgelesene Höhe bei der gewöhnlichen Höhen- 
messung, h‘a der auf dem Sextanten abgelesene Winkel bei der Messung mit 
dem Prismenfernrohr über der rückwärtigen Kimm, so ist die scheinbare Höhe 
Fig. 11. 
m 
har 
7b (c) 
(a) d z/ 
beobachten und 
ablesen. 
Berlin. 
’54) 
h bh’ 
cn 
Man braucht also nur das Mittel der beiden Ablesungen 
zu nehmen und die Indexverbesserung anzubringen, um die 
Gestirnshöhe frei von Kimmtiefe und ohne Kenntnis der 
Augeshöhe zu erhalten. 
Um die Auswechslung der beiden Fernrohre zu er- 
sparen, ließe sich die Anordnung auch so treffen, daß das 
Prisma abe um 180° gedreht werden kann, so daß die 
spiegelnden Flächen ac und bd der beiden Prismen in eine 
Ebene fallen und das Prisma abc die in Fig. 11 durch ein- 
yeklammerte Buchstaben bezeichnete Lage einnehmen kann. 
Man würde dann das Gestirn einmal mit parallelen Prismen 
‘Fig. 11) und dann mit gekreuzten Prismen (Fig. 10) 
das erstemal ha, das zweitemal h‘a auf dem Teilkreis 
Dr. E. Kohlschütter.
	        
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