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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

* 73 
iD. 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1903. 
Zusatzkorrektion zur Gesamtbeschickung. 
'A |--10°| —99 | 8° | —7° 16° | —5° | —4° | —3° | — 2° |—1° 1 0° 
[413,7 3,3" —2,9| 2,5 —2,1—1,61—1,21—0,8'—0,4| 0.0 
A] 0° |+1° | +2 43° | +4° | +5° | +6° | +7° [+89 | +9° —+10° 
10,0 TEEN PARTS T ARTE KASTEN 
A ist die Differenz: „Lufttemperatur in Augeshöhe weniger Temperatur des 
Wassers an der Oberfläche“ und ist in Graden der hundertteiligen Skala 
ausgedrückt. Die Tabelle gilt, wie schon öfters bemerkt, nur, wenn die Luft 
gut durchmischt ist, also bei Windstärke 2 bis 3 und mehr. 
Anstatt die Wasser- und Lufttemperatur zu messen und die Kimmtiefe 
nach vorstehender‘ Tafel zu korrigieren, erscheint es mir zweckmäßiger, in den 
Fällen, wo man Abweichungen vom mittleren Wert vermutet, sie direkt von 
Bord aus zu messen, wie es auch von Koß selbst empfohlen wird. Besser 
noch wäre es freilich, bei jeder Höhenmessung (insbesondere der Sonne, da bei 
Sternbeobachtungen noch andere Mittel zur Erreichung desselben Zweckes zur 
Verfügung stehen) die Kimmtiefe zu eliminieren, indem man erstens die Höhe 
des Gestirns über der Kimm in gewöhnlicher Weise mißt und zweitens den 
Bogen, der vom Gestirn durch das Zenit nach dem rückwärtigen Punkte der 
Kimm geht. Die Messung dieses 
Bogens kann mit dem Prismenkreis 
erfolgen, was Koß vorschlägt, oder 
mittels einer weiterhin zu beschreiben- 
den einfachen Vorrichtung. 
Ist in Fig. 8 B der Beobachter, 
G das Gestirn, K der unter dem Gestirn 
liegende Punkt der Kimm, K‘ der 
rückwärtige Punkt der Kimm, der von 
K im Azimut um 180° absteht, so 
werden die beiden Winkel KBG und 
K‘BG gemessen. Dann ist in bekannter 
Weise 
KBG=h+KEKt 
K'’BG = 180 —h-+Kt 
n — KBG+(180—K'BG) 
2 
(49) Kt = BO — (180 —K'B 6) 
Dies setzt voraus, daß die Messungen gleichzeitig gemacht sind. Für 
die Praxis dürfte es aber genügen, sie rasch hintereinander zu machen und 
mit dem arithmetischen Mittel der Zeiten zu rechnen. Die Formel für die 
scheinbare Höhe bleibt dann dieselbe (48). Die Formel (49) geht über in 
(50) Kt = E60 —KB6 Ar 
wo Ah die Änderung der Gestirnshöhe in der Zwischenzeit bedeutet. 
Bekanntlich kann man auch so verfahren, daß man mit Hilfe des Prismen- 
kreises oder der unten beschriebenen Vorrichtung den Winkel KB K‘ mißt und 
dann mit der aus 
Öl) Et= 180° EBK 
gefundenen Kimmtiefe die vorher in gewöhnlicher Weise oder über dem rück- 
wärtigen Horizont gemessene Gestirnshöhe verbessert. 
Die Elimination der Kimmtiefe durch (48) oder ihre direkte Messung 
nach (51) bieten den weiteren Vorteil, daß man die Augeshöhe nicht zu kennen
	        
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