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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kohlschütter, E.: Folgerungen aus den Koßschen Kimmtiefenbeobachtungen etc, 539 
den von Koß aus direkten Messungen gefundenen Wert z = 0,015 einsetzt, er 
ist. demnach der theoretische Mittelwert von k,. Mit diesen Annahmen wird 
für k, 
1a 
— 02 
D 
0,117 
0,8 
— 0,0063 (t — 1:5) 
— 0,0066 (t — 15°) 
— 0,0068 (t — 15°) 
0.0084 (t— 15°) 
woraus dann für den Faktor (1 — «‘) sich die folgende Tabelle!) für verschiedene 
Lufttemperaturen ergibt: 
12) 
Kl 
— 0,2 | 0 
0,117 | 0,8 
— 5°| 0,89 0,88 d,88 0,55 
+ 5 0,94 0,94 0,94 0,92 
+15 1,00 1,00 1,00 1.00 
+25 1,07 1,07 1,07 1,09 
435 1,14 1.15 1,16 1,19 
Mau sieht, daß sich der Koeffzient (1— «‘) mit k,. nur sehr wenig 
ändert, wodurch die obige Behauptung, daß die Gleichsetzung von k,, und k,, 
nur bei einem sehr großen Unterschiede dieser beiden Koeffizienten einen 
merkbaren Fehler erzeugt, eine Stütze erhält. 
Koß hat die Lufttemperatur in etwas anderer Weise berücksichtigt; ein 
Vergleich beider Formeln (siehe auch S. 540 und 541) zeigt, daß er in unserer 
Ausdrucksweise L==0 also k,=0 als Mittelwert eingeführt hat; Tabelle (15) 
lehrt, daß ein bemerkbarer Unterschied zwischen seiner Annahme und der des 
theoretischen Mittelwertes k,==0,117 nicht entsteht. 
Um nunmehr die gesuchten Größen ag und b, aus den Beobachtungen 
herzuleiten, - ziehen wir die beobachteten Werte von a und b nebst den zu- 
gehörigen Temperaturen t aus der Koßschen Abhandlung S. 25 bis 27 aus 
und finden: 
3) 
Augeshöhe = h 
6,45 m 
10,15 
15,86 
41,80 
21.197 | 
21,44 
22,07 ' 
20,96 
1,04 25,1° 
7,9 17,8 
27,5 16,9 
6,0 21.9 
1— &«' 
1,07 
1,02 
1,01 
104 
Die hier aufgeführten Größen a unterscheiden sich von den Koßschen 
um den Faktor 10, weil Koß den Temperaturunterschied zwischen Luft und 
Wasser in Zehntelgraden mißt. Da dies in der Praxis leicht zu Verwirrung 
führen kann, so sind hier unter a diejenigen Faktoren eingeführt, die man 
findet, wenn die Temperaturdifferenzen A in ganzen Graden ausgedrückt werden. 
Um aus Tabelle (15) den Faktor (1 — «') zu entnehmen, mit dem die 
beobachteten a und b auf die Mitteltemperatur 15° zu beziehen sind, müßte 
außer t auch noch das zu jedem Einzelwert gehörige k, bekannt sein. Da dies 
aber nicht der Fall ist, so soll statt dessen überall das zum theoretischen Mittel- 
wert ko = 0,117 gehörige (1 — «‘) eingeführt werden, Bei der größeren Anzahl 
von Beobachtungen, die in jedem a und b zusammengefaßt sind, wird man mit 
dieser Annahme um so weniger fehl gehen, als sich, wie oben gezeigt, (1 — «‘) 
nur ganz unbedeutend mit k, ändert. Der in Tabelle (16). in der letzten Kolumne 
1) Bei Berechnung der Tabelle ist noch ein Glied 2. Ordnung berücksichtigt, welches in der 
Entwicklung schon hier unterdrückt wurde, da es später doch vernachlässigt wird.
	        
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