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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Teege, H.: Zur Höhenberechnung. 
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Fehler des Endresultates, wie oben als Norm hingestellt worden ist, 2‘ nicht 
überschreiten soll, für den ungünstigsten Fall die Numeri vier richtige Stellen 
und eine bis auf eine halbe Einheit genaue abgekürzte fünfte Stelle enthalten, 
d. bh. es müssen zu den Logarithmen die Numeri fünfstellig gegeben sein. Das 
ist aber in einer Tafel möglich, die bei kleinem Format nicht mehr als zwei 
Seiten umfaßt, bei großem aber auf eine Seite zusammengedrängt werden kann. 
Vom Logarithmus stehen die beiden ersten Stellen links, die dritte am Kopfe, 
die vierte auf einer kleinen Tafel rechts, die den’ entsprechenden Zuwachs. der 
Numeri in Einheiten der fünften Stelle gibt. 
Im Grunde genommen ist dies aber nur eine verhüllte Interpolation, und 
wenn auch. die Anordnung sehr bequem ist, so müssen wir hier schon aus dem 
Grunde von ihr Abstand nehmen, .weil .fünfstellige Zahlen verwandt werden. 
Man kann aber auch mit vierstelligen oder gar dreistelligen Numeri aus- 
kommen; nur gestaltet sich dann die Rechnung länger, Da hier aber nur die 
Möglichkeit gezeigt werden soll, die Interpolation zu umgehen, so mag der 
dahin führende Weg kurz angegeben werden, . 
Zunächst können. die in. Frage kommenden Logarithmen sich schon in 
der ersten Ziffer nach dem Komma unterscheiden; bei den in der Praxis. zu 
erwartenden Höhenunterschieden: von höchstens 30‘ ist das aber mur dann 
möglich, wenn die Kennziffer 2 oder weniger beträgt. Dann genügen aber 
vierstellige Antilogarithmen vollkommen, um den Unterschied der num log bis 
auf 0,1‘ genau anzugeben. ; 
Unterscheiden sich die Logarithmen aber erst in der zweiten oder den 
folgenden’ Stellen nach dem Komma, so.verfährt man folgendermaßen: 
Ist log a — log b = d bekannt, so ist 
log (a — b) = log b-+log (1). 
Aus Tafeln für Subtraktionslogarithmen kann man also zu dem bekannten 
log T == d den Wert von log (+— 1) entnehmen und so durch eine dreistellige 
oder vierstellige Rechnung den Höhenunterschied finden. Die erforderliche Tafel 
braucht nur 1000 Argumente zu umfassen, kann also bequem auf zwei Seiten 
zusammengedrängt . werden. . Länger wird auch. die daneben erforderliche Tafel 
der Antilogarithmen nicht. 
Es kommt also alles auf eine möglichst genaue Berechnung von d an, 
da dessen Ungenauigkeit ausschließlich die ersten Stellen nach dem Komma des 
log (a — b) beeinflußt. Da aber, wie der Anblick der Formel III zeigt, 
d = jogeos 4 LES og cos OD geek 
+ log cosec zu = + log cosec iA) 
ist, so kann die Ungenauigkeit von d im Maximum drei Einheiten der vierten 
Dezimalstelle betragen, wenn nur Tafeln verwandt werden, die die vierstelligen 
Werte von log cos und log tang geben, und dementsprechend gestaltet sich auch 
die. Genauigkeit der logarithmischen Rechnung. Es ist nun ein sehr glücklicher 
Umstand unserer Methode, der bei keiner anderen in gleichem Maße’ wiederkehrt, 
daß der aus der logarithmischen Rechnung resultierende Fehler gerade dann 
am kleinsten ist, wenn der sich aus der Abrundung von g, d und t auf volle 
Bogenminuten ergebende Fehler am größten ist, und umgekehrt. Man würde 
sich aber in ‚außerordentlich umständliche Rechnungen verwickeln, wollte man 
dies durch direkte Ableitung der Maximum- und Minimumbedingungen ‚nach: 
weisen; doch‘ kann’ man leicht eine kleine Tabelle berechnen, in der ‚beide 
Fehler voneinander gesondert sind, und so die Richtigkeit der obigen Be- 
hauptung erhärten,“ . 
Wenn a—b =D und log a'— log b==d ist, wo a und b.nicht sehr von- 
einander verschieden sind, so folgt 
og ( 1 +9) =d 
Ann. d. Hydr ete., 1903, Heft XI.
	        
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