Teege, H.: Zur Höhenberechnung.
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und für den Fall, daß |
z, <gp+d ist,
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z7 Pe
wo D„ und Dy. die absoluten Werte der Minutendifferenzen für log cos g. und
log cos? & bedeuten,
Das Azimut oder der Winkel AO0O, ergibt sich unmittelbar aus der
Figur; . für das obige Beispiel ist also
ee — 0,655 oder Az = 49°.
So gibt die Berechnung von 4g, dt und Az zu gleicher Zeit eine ein-
fache Konstruktion der Standlinie, die unmittelbare Bestimmung des Azimut-
winkels und eine Kontrolle der Rechnung durch die Zeichnung. Verläuft die
Standlinie parallel dem Meridian oder dem Breitenkreis, so werden allerdings
4% oder At sehr groß, die Kontrolle hört aber damit keineswegs auf, Denn
trotz der großen Ungenauigkeit der für 4% und At berechneten Werte bleibt
die Zeichnung der Standlinie doch hinreichend genau, da von ihr nur das Stück
gebraucht wird, das in der Nähe des gegißten Schifisortes liegt. .
Allerdings sind immer noch Sonderfälle zu unterscheiden, und das ist
meines Erachtens das größte Hindernis, das sich der Einbürgerung der Methode in
die Praxis entgegensetzt. “
Während die Methode des Herrn Dr. Fulst möglichste. Einfachheit und
Kürze der Rechnung anstrebt und diesem Zwecke alles übrige zum Opfer bringt,
ließ sich der Verfasser bei Ausarbeitung seiner Methode von ganz anderen
Gesichtspunkten leiten. Ihm kam es vor allen Dingen darauf an, ein Verfahren
aufzustellen, das möglichst scharfe Rechnungsresultate liefert, so daß man überall
mit vierstelligen Logarithmentafeln auskommt. Herr Kohlschütter hatte da-
mals gerade in der „Marine-Rundschau“ 1902, S. 1330 ff., sehr ausführliche Unter-
suchungen über die Genauigkeit vierstelliger und fünfstelliger logarithmischer
Rechnung angestellt, wobei als Kriterium der Maximalfehler in der Höhe benutzt
wird, der sich durch die logarithmische Rechnung und durch Abrunden von g,
g und t auf volle Minuten ergibt. Wird nun dieser Maximalfehler auf 2‘ fest-
gesetzt, so soll nach Herrn Kohlschütter bei vierstelliger logarithmischer
Rechnung, wenn Interpolation vermieden wird, die Genauigkeitsgrenze über-
schritten werden. Bedenkt man aber, daß für die 10800 Minuten der vor-
kommenden .180 Grade ‚in. den. vierstelligen Tafeln ungefähr eine gleiche Menge
von Zahlen, zur, Verfügung steht, so.muß dies Resultat ‚einigermaßen über-
raschen, und in der Tat gelingt es, eine Formel aufzustellen, die der Bedingung
vollkommen genügt. Die vom Verfasser in seiner oben zitierten Arbeit:
„Über ein direktes Verfahren ete.“ mit III bezeichnete Formel:
2 cos A, cos BE en 2 sin abe, sin ar, cost 5
EEE
cos ——— + sin 1‘ O8 A — + sin. 1'
zeigt z. B. eine derartige Schärfe. Sn
Trotzdem ist verschiedentlich gerade die Genauigkeit der letzten Formel,
wenn auch ohne Beweise, in Zweifel gezogen worden, so von Herrn Dr. Fulst,
„Ann..d. Hydr. etc.“ 1903, :S. 247, und von Herrn Wedemeyer, „Ann. d.
Hydr. etc.“ 1903, S. 368, so daß mir nun nichts anderes übrig bleibt, als den
Beweis für die Richtigkeit meiner Behauptung zu erbringen,
Ich beginne mit den Einwürfen des Herrn Wedemeyer, die. um 80
leichter zu widerlegen sind, als sie meines Erachtens auf einem Mißverstehen
meiner ‚Erwiderung in Heft VII der „Ann..d. Hydr. ete.“, S, 307, beruhen.
Es handelt sich um die obige Formel und um das von Herrn Wedemeyer
mit 19) bezeichnete Formelsystem ;