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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

“3 
al. 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1903. 
Sei num in nebenstehender Figur O der gegißte 
Schiffsort und AB die Standlinie, so kann man nach 
den drei Punkten A, O, und B fragen, nämlich nach 
dem Durchschnittspunkte des Meridians von O mit der 
Standlinie, dem Durchschnittspunkte des Höhenkreises 
des Gestirnes mit der Standlinie und dem Durchschnitts- 
punkte des Parallelkreises der gegißten Breite mit der 
Standlinie. Alle drei Punkte kann man aber nach der obigen Formel unmittelbar 
berechnen, denn um den Punkt A zu finden, hat man bei konstantem t die 
Breite # so zu ändern, daß der Wert von S Null wird, um B zu finden, hat 
man bei konstanter Breite die Länge so abzuändern, daß der Wert von 8S 
wieder Null wird; OO, erhält man nach dem Fulstschen Rechnungsverfahren. 
Verbindet man nun A und B, so muß diese Gerade den um © mit dem Höhen- 
unterschiede geschlagenen Kreis gerade tangieren, und hierin liegt die Kontrolle 
für die Richtigkeit der Rechnung. AOO, ist das Azimut und kann für die 
meisten Fälle der Praxis mit genügender Genauigkeit durch den Transporteur 
ausgemessen werden, 
Sei z, B.!) 
v=— 56° 5 N 
= 0°7S 
E=— Oh 54min 3580k 
zZ, =— 66° 36', 
so ist das Fulstsche Rechnungsverfahren, das die Benutzung fünfstelliger 
Logarithmen voraussetzt, das folgende: 
2h 54min 35sek colog cos? 5 = 0,06458 
log sec = 0,25338 
log see = 0,00000 
f — 
= 56° N 
_d= 0 7'S 
+0 = 55° 58° 
zZ, = 66° 36 
2, FE+FS= 122° 38 
bei a = 61° 17 
nz @+EO_ 59 
9 
log cos = 9,68167 23,1 
Ang our == 900615 1 
S = 9,99776 m= a 
SS — — 224. 
— 224 
IL er = 188 
Die hinter den Funktionen stehenden Zahlen sind die absoluten Werte 
der Differenzen für eine Bogenminute in Einheiten der letzten Stelle; ebenso 
ist der letzte Wert von S in Einheiten der letzten Stelle angegeben. 
Ändert sich nun bei konstantem t die Breite # um 1‘, so nimmt Sb 
um 4‘ zu und he um 4 ab; die entsprechende Änderung für S beträgt 
also 18,9 + 01 79, Demnach ist 49 = 75 = 28,8‘, oder der Punkt A 
hat eine um 28,3‘ größere Breite als 0. Läßt man aber, während @ konstant 
bleibt, t um 1‘ wachsen, so nimmt colog cos? 5 um 5 Einheiten der letzten Stelle 
zu; damit S also Null wird, hat man t um En = 44,8' zu vergrößern. Demnach 
ist der Stundenwinkel, bezogen auf den Meridian von B, um 44,8‘ größer als der 
Stundenwinkel, bezogen auf den Meridian von O, und A. 
Natürlich kann man die Rechnung ganz allgemein durchführen, und man 
findet so für den Fall, daß 
z,>%+J0 ist, 
zZ SS „zz 
do =— Da und 4t = Di? 
‚Ann. d. Hydr. etc.“ 1900, S. 322.
	        
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