accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Herrmann, J.: Die russischen hydrograph. Forschungen im Nördlichen Eismeere, 1902, 495 
Archangel :n, nachdem noch . vorher einige Dredschzüge zwischen der Insel 
Mjestny und der Kara-Mündung ausgeführt. worden waren. . 
Wassertiefe und Salzgehalt an der Südwest-Küste des Karischen Meeres, 
Die Wassertiefe längs’ der Südwest-Küste des Karischen Meeres wurde sehr gleich- 
mäßig gefunden; sie nimmt im allgemeinen von 18 bis 20 Faden (33 bis 36'/a m) 
bei der Mjestny-Insel allmählich bis auf 7 Faden (13 m) bei der Kara-Mündung 
ab. Die in 10 bis 14 Sm Entfernung von der Küste parallel zu ihr gelegten 
Lotungsreihen ergaben ebenfalls vollständig ebenen Grund und Wassertiefen, die 
von 9 Faden (161% m) von der Kara-Mündung bis 95 Faden (174 m) 18 Sm 
ostnordöstlich von der Mjestny-Insel zunahmen. An der Stelle, wo die russische 
Adm-Krt. Nr. 432 die größte Tiefe von 406 Faden (742 m) zeigt, wurden nur 
100 Faden 183 m) gefunden, ein neuer Beweis dafür, daß die Wassertiefen im 
tiefen Teile des Karischen Meeres. viel zu groß angegeben,sind. Die größte im 
Karischen Meer überhaupt gemessene Tiefe betrug 120 Faden (220 m). 
Die Salzgehalt-Messungen ergaben, daß sich der Salzgehalt im südlichen 
Teile des Karischen Meeres ziemlich hoch hält und nach der Baidaratskaja-Bucht 
hin nur sehr wenig abnimmt, von 1,0250 bei der Jugor-Straße bis 1,0185 bei 
der Kara-Mündung.‘ Die Wasserwärme wurde von der Jugor-Straße nach SO 
zunehmend gefunden, von + 1,0° bis + 4,6°. 
Wassertiefe in der Karischen Straße. Die Lotungen in der Karischen 
Straße zeigten sehr unebenen Grund und außerordentlich schnell wechselnde 
Wassertiefen. Es kam vor, daß nach einer Lotung von 65 Faden (119 m) nach 
Qmin Jangsamer Fahrt 5!/2 Faden (10 m) gefunden wurden.‘ Die beiden Enden 
der Straße zeigten große Tiefen und zwar bis 80 Faden (146 m) am Westende 
und bis 60 Faden (110 m) am Ostende. Von diesen Tiefen‘ steigt der‘ Grund 
nach der Mitte der Straße zu an. Auf dem unterseeischen Rücken, der sich 
von der Insel Waigatsch nach Nowaja Semlja hinzieht, wurde 25 Faden (46 m) 
größte Tiefe gefunden. Auf der Fahrt durch die Straße vom Karischen nach 
dem Eismeer zeigte der auf 20 Faden (36'/a m) eingestellte Tiefenmelder nirgends 
Grund an. Der beste Weg durch die Straße ist anscheinend in ihrer Mitte: 
Wenn sich dieses tiefe Fahrwasser bei genauerer Vermessung als genügend breit 
erweisen sollte, so dürfte die Durchsteuerung der Straße einfach sein. Zwischen 
der Insel Oleny und der Dolgaja-Bucht, 8 Sm von der Küste der Insel Waigatsch 
entfernt; wurde eine ausgedehnte steinige Untiefe mit 5'/2 Faden (10 m) Wasser 
gefunden. 
Hauptergebnisse der Forschungen: 
1. Erforschung der in der Nähe der Terschen-Küste liegenden Bänke 
des nördlichen Teiles des Weißen Meeres und Bestimmung ihrer NW-, W- und 
SW-Grenzen. . ; 
2, Errichtung von Baken auf der Landzunge Russky Saworot und auf 
den Guljajew-Bänken Nr. 3 und 4. „ % 
3. Vermessung der Landzunge Russky Saworot und eines Teiles der 
Guljajew-Bänke; trigonometrischer Anschluß der Baken auf diesen Bänken an 
die Bake auf der Landzunge Russky Saworot. 
4. Auslotung des Fahrwassers von der Landzunge Russky Saworot bis 
zur Petschora-Mündung und Aufstellung einer einfachen Segelanweisung für 
diese Strecke. . 
5. Topographische Aufnahme der Nordküste der Insel Waigatsch mit 
den naheliegenden kleineren Inseln zwischen der. Huk Inkow Noß und der 
Insel Oleny im Maßstabe: 1 Sm = 1 Zoll. . 
6. Auslotung eines Teiles der Karischen Straße. 
7. Ausführung von Lotungen längs der West- und. Ostküste der Insel 
Waigatsch. . . 
8; Auffindung einer Bucht an der, Nordwest-Küste der. Insel Waigatsch, 
die sich: vorzüglich als Ankerplatz und Überwinterungsort für Schiffe eignet. 
9. Auslotung dieser Bucht und Aufnahme im Maßstabe:. 200 Saschen 
= 1 Zoll. . . ; 
10. Errichtung von Baken auf den Inseln Oleny, Morosow und Kosljaninow 
in der Karisehen Straße.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.