{88 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1903.
so erhalten wir folgende Gleichung:
(38) m, + [9,99517] Rısa cos (30° g — &sa + 14,6889) + [9,98053] Rasa cos (60° 0 — Cssa + 29,8777)
= hg + [9,23691] Hs cos (15° — ks)
++ [9,76653] Rx‘ cos (30° o — {x + 221,3061°)
+ [9,76141] Rp cos (80° 9 + fp — 192,1955°)
+ [9,19616] Rx“ cos (60° p + x" + 45,1693°).
Solcher Gleichungen sind 12 vorhanden, die 5 Unbekannten, mo, Rıa, Zen:
Rısaz Cosa, können daher in gleicher Weise abgeleitet werden wie vorher für die
Tiden S&:, Kı, P und Ka gezeigt worden ist. Setzt man daher:
Ay = m,
+, = [9,99517] Res cos (sa — 14,6889°)
5. = (9,99517] Rsa sin (sa — 14,6889°)
; = [9,98053] Rasa cos (dssa — 29,3777°)
B, = 19,98053] Resa cos (Cssa — 29,8777°)
80 erhalten wir die Gleichung:
(40) A, + A, cos 30° o + B, sin 30° o + A, cos 60° 9 + B, sin 60° 9 = ho + Korr. wegen S, etc,
Die auf der rechten Seite angedeuteten Verbesserungen der ho wegen Se,
Kı etc., können entweder an die 12 Werte von ho angebracht werden, oder man
verfährt bequemer so, wie es bei Ableitung von Sz, Kı, Kı und P gezeigt
wurde, so daß man aus den unverbesserten ho die Koeffizienten Av’, Aı‘, Bı",
Az‘ und B»‘ ableitet und diese mit Hilfe der unten angegebenen Formeln ver-
bessert. Demgemäß ist:
Ay= 1°5)
be h
9 12 0=0 Q
109=1
‚Ay = < Z hocos 30° 9
Q=0
18=1
B,' = Z hosin 30° o.
\ 69=0
An diese Werte sind dann die folgenden Korrektionen anzubringen um die
Ao, Aı, Bı und As, Ba zu erhalten:
1 Korr, an Ay’ = +- Hg cos (15° — ks)
A, = + [9,76653] Rx‘ cos (£x' — 221,3061°) + [9,76141| Rp cos (fp — 192,1955°)
? = + [9,76653] Rı' sin (£x' — 221,3061°) — [9,76141] Rp sin (£p — 192,1955°)
+." = +-(9,19616] Rx” cos (x — 45,1693°)
B,' = 4- [9.19616] Rx“ sin (x — 45,1693°).
Hat man nach Anbringung dieser Korrektionen die Werte von Ao, Aı,
Bı, Az, B2 gefunden, so ergeben sich die gesuchten Werte von mo, Rıay Cea,
Rıssay Cosa mittels der Formeln (39). Da für Sı und Sa nach (10) der Faktor
1 . . ;
& = 1 ist, so ist Rıa = Has, Rısa = Hoca und Ksa = Fa + Via Kosa = Casa + Visa
Es sind noch zwei kleine Bemerkungen zu machen:
1. Die Mittelwerte für die einzelnen Tidestunden sind entstanden aus
der Zusammenfassung von beobachteten Wasserständen, die nicht genau für die
betreffende Tidestunde gelten, sondern sich auf eine halbe Stunde vor- bis eine
halbe Stunde nachher verteilen. In der mehrfach erwähnten Abhandlung: „Die
harmonische. Analyse der Gezeitenbeobachtungen“ ist in 88 gezeigt worden,
daß infolgedessen die Koeffizienten A und B zu klein ausfallen und dieselben
daher mit folgenden Faktoren zu multiplizieren seien:
A, und B, oder R, mit 1,00286 log = 0,00124
[A » Ba » Ra » LOL152 log = 0,00498
| Ar » Bi » Re » 104720 log = 0,02003
As & Ba 2 Ra * 111072 log =— 0,04560.
{
Diese Werte setzen voraus, daß zur Mittelbildung eine unendlich oder
wenigstens eine sehr große Anzahl von Beobachtungen verwendet worden sind;
88 mag deshalb dahin gestellt bleiben, ob man diese Faktoren auch in dem
vorliegenden Falle, wo nur wenige Werte zum Mittel zusammengefaßt werden,
anwenden will oder nicht.