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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

484 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1903, 
erhält, enthalten die Tiden S2, Ka, Kı und P in systematisch verschiedener 
Weise, und diese Tiden lassen sich daher aus den 12 Werten der Koeffizienten 
ableiten. Entsprechend der Verschiedenheit des gegebenen Materials (3 gegen 
24 Beobachtungsstunden) muß dies Verfahren in unserem Falle natürlich ab- 
geändert werden. 
In seiner eingangs genannten Abhandlung hatte Herr Dr. v. d. Stok 
arsprünglich ein anderes Verfahren zur Ableitung dieser Tiden eingeschlagen, 
teilte mir aber brieflich mit, daß er später das soeben angedeutete Verfahren 
als bequemer gefunden habe und es daher empfehle. Dr. v. d. Stok bildete 
die Mittelwerte für jeden Kalendermonat, während Darwin je 30 Tage zu- 
sammenfaßt und einige Tage im Jahre ganz unberücksichtigt läßt wie noch dar- 
gelegt werden wird. Wir folgen hierin Darwins Vorschlag, schließen uns 
sonst aber den Entwickelungen von v. d. Stok an. 
Der Wasserstand zur S-Stunde tq am (y + 1)sten Beobachtungstage ist: 
(21) ht, » = Mg +Rı cO8 (ix tq— x -+ 7. 24ix) +Ry cos {iy tq — &y + 24 iy) 
und das Mittel h; aus allen zwischen den Tagen v1 und v2 (beide eingeschlossen) 
beobachteten Wasserständen ist: 
sin (7, — 7, +1) 12 ix . z 
(22) ht = mo = 7 + Dein 18x 8 908 fa Ct) 12} 
sin (7, — 7, +1) 12 iy M x 
Din Ry cos {ir — ya) 12 } 
= mo + fx Rx cos { ix HH 0 +7) 12i} 
+ Sy Rry co8 { iy tq — &y +0, +»,) 12 iy } 
Für eine andere Stunde t, gilt ein ganz analoger Ausdruck h‘, und wir 
erhalten für die Differenz beider die Formel: 
223) hr-— hi = — 2% Rx sin { A +) 12ix} sin © 
—2$y Ry sin { ta tt T +0 + m) 12iy X sin Sa Ma, 
Setzen wir vı + » = (91 + vo), + e-D, so wird: 
{24) h'’t — ht = — 28 Rz sin | 0°D-12ix — x + { 12 (e, +7) 
+ ne } ix ] sin Sf z ta ix 
Sy Ry sin [e:D-12i—-& + { 12 (7, +72) 
A table } 1 | sin © 
" ta-+t ll]. N . 
worin { 12 (9, + )o E75 — } iz, y konstante Größen sind. 
Es sei m —71-+1=n, so ergibt sich Jeicht vı -H 12 = 2% + (n— 1) 
= (91 +72) +0-D woran für »%ı=0 und 9=0 folgt: (m + v%)o=n—1, so 
daß 9-D = 27 und für g= 1, D=2n wird, d. h. D muß eine gerade Zahl sein. 
‚_ Wird nun unter dem Sinuszeichen in dem mit o multiplizierten ‚ersten 
Gliede ix = 15p + & und i,=15p‘+ & gesetzt, so sieht man leicht, daß 
15p-0D und 15p‘g D Vielfache von 360° sind und daher weggelassen werden 
können, wir vertauschen daher in (24) o.D 12 i,, y mit g-D12 &, y, Während wir 
sonst i,,y beibehalten, um die Ausdrücke nicht unnötig kompliziert zu machen. 
_ Die Beobachtungen eines Jahres sollen, wie schon erwähnt, in 12 Gruppen 
von je n Tagen so zusammengefaßt werden, daß mit Schluß der letzten Gruppe 
für die g + 1=12 ist, o0-D-12e, ein- oder mehrmals einen vollen Kreis durch- 
laufen ‚hat, oder es soll sein (@+1)D-12 &, = 360°p, woraus sich ergibt 
D = DZ Andererseits wurde oben nachgewiesen, daß D eine ganze gerade Zahl 
© 
sein müsse, eine solche wird nun aber a im allgemeinen nicht liefern, daher 
wird g-D-12e;, mit wachsendem o mehr und mehr von einem Vielfachen von
	        
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