150 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1903.
schehen ist, auf die Hälfte reduzieren würde. Es wäre daher wünschenswert,
wenn man sich auf die Berechnung des Hauptgliedes würde beschränken können.
Dies kann geschehen, wenn man alle Beobachtungen wegläßt, welche auf r=0
fallen und zum Schluß nur so viele Beobachtungen mitnimmt, daß das letzte r
vollständig ausgefüllt wird, d.h. wenn man nur mit vollen r rechnet. Dann hat
man die Summierung der Gleichung (15) zwischen den Grenzen r=1 und r=r
auszuführen und die Ay und B, werden gefunden durch die Formeln:
(19b)
1=2 :
12
Ax = N > hrcos 15pr +Ry SRLLCC qı cos {2 +(r +1) 12a +«}
T=0
1=% ;
Bı = TE 3 hrsin 15pt+Ry nr: 1a q» sin {ö +(r +1) 12a + #}
T—0
Wählt man dieses Verfahren, so hat man für die einzelnen Tiden und
Beobachtungsstunden (ein Jahr Beobachtungen vorausgesetzt) folgende Anfangs-
und Endtermine zu nehmen:
’90)
Beobachtungs-
Tide, termin.
M, 2h
0
ab
6
21
Anfangs-
termin.
3
8
Dr
Fy —
y
12
Endtermin,
Vv = 327
332
350
Anfann: Ende,
| h
347
351
362
IE)
261 (324)
271 (335) |
310 (374)
‘5
Vo —
356
358 1
366
2%
Für L sind zwei Endtermine angesetzt worden, um eventuell, wenn Beob-
achtungen von 374 Tagen zur Verfügung stehen, das r um 1 vergrößern zu
können, was bei der Kleinheit dieser Größe immerhin erwünscht ist.
Um die vorstehenden Betrachtungen zu prüfen, wurden folgende Rechnungen
ausgeführt; Zur Gewinnung eines Urteils über die Leistungsfähigkeit der Methode
von v.d. Stok waren aus den zu Wilhelmshaven während der Zeit vom 20. Ok-
tober 1881 bis dahin 1882 von dem registrierenden Flutmesser aufgezeichneten
Kurven die Aufzeichnungen zu den drei Stunden 2", 6* und 21" nach dem im
vorstehenden beschriebenen Verfahren bearbeitet worden und zwar, wie gleich
bemerkt werden möge, mit gutem Erfolg. Behufs Prüfung des in Formel (19)
enthaltenen Korrektionsgliedes wurden für die Tide M2 die Werte von Rın cos
(im t — En) für alle Beobachtungsstunden während des genannten Zeitraumes
berechnet und diese in derselben Weise behandelt wie die verschiedenen Tiden
selbst. Die hierbei für Ay und B, erhaltenen Werte stellen dann den Einfluß
von M2 auf die betreffende Tide dar und sollten, mit umgekehrten Vorzeichen
genommen, mit den nach (19) berechneten Korrektionen übereinstimmen. Dies
war auch im allgemeinen der Fall (speziell für die Tide O, auf welche M2 einen
besonders großen Einfluß ausübt), jedoch zeigte sich für L eine große Ab-
weichung. Es ergab sich nämlich:
Korr. an A1 = + 0,0004 m
» » Bl = —0,0229 m
während die Formel (19) ergab:
Korr, an A1 = — 0,0029, an Bı1 = — 0,0015.
Nun wurden nach (19a) die Zusatzkorrektionen für die drei Beobachtungs-
stunden berechnet mit dem Resultat: .
Haupt-Korr. an Aı = — 0,0029 m, an Bı = — 0,0015 m
Zusatz- . » = —00021„ @ „= — 0,0162
Gesamt-Korr. an A1 = — 0,0050 m, an Bı = — 0,0177 m