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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Börgen, C.: Ableitung der harmonischen Konstanten der Gezeiten etc. 449 
Oben wurde schon bemerkt, daß es sich empfehle, die Beobachtungen 
jeder Stunde für sich. zu ordnen und die zu den verschiedenen r gehörigen Ein- 
tragungen deutlich voneinander getrennt zu halten, weil man auf diese Weise 
einen besseren Überblick über den Vorgang bekomme, als‘! wenn man alle 
Beobachtungen durcheinander ordnen würde. Man hat nun zu beachten, daß 
ein neues r beginnt, sobald die 24 Kolumnen für die Tidestunden ausgefüllt sind, 
und die nächste Eintragung in Kolumne 23" oder 0" zu erfolgen hat, je nachdem 
ix < oder > 15p ist. Es ist dazu zu bemerken, daß die Eintragungen für 
ix < 15p von rechts nach links (mit abnehmenden 7) und für i, > 15p von 
links nach rechts (mit zunehmenden 7) erfolgen. Der erste Fall ist der häufigere 
und kommt hier allein in Betracht weil die einzigen Tiden, für die nach (10) 
ix > 15p- ist, Kı und K2, auf andere Weise behandelt werden. Hat man nun 
die Eintragungen nach dem von mir bevorzugten Verfahren gemacht, s6 sieht 
man sofort, daß dieselben für »=0 und r+1 unvollständig sind, da in der 
ersten Zeile die Eintragungen für die Stunden z4 + 1, z6 +1, za +1 bis 23°, 
in der letzten diejenigen für O0* bis.74, ts und zu fehlen. Dieser Umstand 
bedingt eine Modifikation der Berechnung des Einflusses einer. Tide auf die 
Ableitung einer andern, denn die Formel (19) setzt voraus, daß die r alle voll- 
ständig sind. Um daher dieser Art der Einordnung in das Schema Rechnung 
zu tragen, müssen die für > = 0 geltenden Werte der Korrektionsformel für die 
fehlenden Tidestunden in Abzug gebracht und andererseits die für r + 1 und 
dieselben Tidestunden geltenden Werte hinzugefügt werden, um die wahre 
Korrektion zu erhalten. Demgemäß sind der Formel (16), welche die Beob- 
achtungen für die Stunde t, zusammenfaßt, die Glieder ; 
A cos { ar’ — Cy + (15p‘— a) tq } + A cos ler Öy + (15p' — a) ta —(r-+1) 124} 
2si . x 
= CR sin{ar—2y-+(15p—@) +1) 128} 
hinzuzufügen. Hierin ist z‘ von z4-+ 1 bis 23" zu nehmen. Analoge Glieder 
sind den hr für die anderen Beobachtungsstunden hinzuzufügen. Man findet nun 
leicht, daß Formel (19) auf der rechten Seite folgende Zusatzglieder erhält: 
| | 2— 7 5p+a) . 
ıZusatz- nn sin (r +1) 12a 2 A ME — 
Korr. }an Ax = eG  sinz(05p+a sin [2 (15 p + a) al 
23 — 7 
sin —— —— (15p — a) 7 
2 24-47 
- (pa) sin {7 a6p— + A} 
sin 23 — (15p + a) 
Zusatz- —  „3in(r +1) 12a | 2 f 24 + r' 1 
Korr, }an Br A GE I po cos [Zr (5p-ra)— Af 
23— 7 . 
sin“. 45p— a) , 
2 24 + r' 
"ab cos { 5 (15p— a) + A }, 
worin das S-Zeichen andeuten soll, daß diese Formeln für jede Beobachtungs- 
stunde zu berechnen ist, und worin: 
A=y-+(C+1)12a—(15p —a)t 
gesetzt ist und für t die Beobachtungsstunden t,, t, und t. zu setzen sind, Für 
diese Beobachtungsstunden ist daher nacheinander 7‘ = Ds; ta = pe = ze 
zu setzen. In Übereinstimmung mit Herrn Dr. van der Stok hat Verfasser 
dieses 1q = 2", t,=6* und tı = 21® angenommen, daher ist Br hezw. = = 
und z (oder 3, wenn i, und 15p stark verschieden sind) und A ist bezw. 
=13, 15 und ß (oder 4). ; 
Die Berechnung dieser Korrektionsglieder (19a) ist, wie man Sieht 
immerhin etwas weitläufig, auch wenn man dieselben in gleicher Weise, wie 
dies für das Hauptglied (19) durch Einführung der. Größen qı, qz und «, 8 ge-
	        
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