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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

422 
” Annalen der Hydrograpbie und Maritimen Meteorologie, September 1903. 
Niederschlag, nm 
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42/1041 +42 1171 6.721 
66.133 +42 165 17.118 
81/ 79/141. 458 162' (7. 19 
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
Mittl. Wind- 
stärke (Beaufort) 
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Mem. | 8| 2| 1: 2| 4 1| 6 8| 10| 1|10| 8| 7; 2| 4,23 |34 
Wegen Erläuterungen zu der Tabelle vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1903, Heft III, S. 133f. 
1,8 
1,5 
2,1 
Der Juli kennzeichnete sich in seinen meteorologischen Monatswerten, 
im Vergleich mit dem durchschnittlichen Ergebnis der früheren Jahre als nahezu 
normal in Bezug auf Luftdruck, Temperatur und die registrierte Wind- 
geschwindigkeit, in der letzten Beziehung unter Berücksichtigung, daß die 
Anemometer in Wilhelmshaven und Wustrow zur Zeit wohl geringere Ge- 
schwindigkeiten als früher registrieren, Die mittlere Bewölkung war an der 
Nordsee zu hoch, an der Ostsee ziemlich normal und sogar teilweise zu klein. 
Größere Unterschiede weisen die Niederschlagsmengen auf, indem die west- 
deutsche Küste bis zur Kieler Bucht ganz erheblich zu große, das übrige Gebiet 
aber um annähernd denselben Betrag zu kleine Regenmengen hatte. 
Die zu Zeiten der Terminbeobachtungen notierten Windrichtungen er- 
gaben ein Überwiegen der Winde aus den Westquadranten über die der öst- 
lichen Quadranten, wobei jedoch im allgemeinen keine Richtung durch Häufigkeit 
besonders hervortrat und andererseits die Winde aus NNO bis O0SO am 
seltensten waren. 
Steife und vereinzelt stürmische Winde traten am 6. an der Nordsee 
aus dem Südwest-, am 7. westlich der Elbe aus dem Nordwestquadranten und 
am 31. und in der folgenden Nacht ostwärts bis Rügen rechtdrehend aus west- 
lichen Richtungen auf. Stürmische Winde aus SW bis WNW in größerer Aus- 
breitung stellten sich am frühen Morgen des 18,, teilweise volle Sturmeskraft 
erreichend und stellenweise sogar in orkanartigen Böen wehend, über dem Osten 
der mecklenburgischen Küste ein und breiteten sich bis zum Nachmittag, meist 
aus dem Südwestquadranten wehend, doch nur vereinzelt Stärke 8 überschreitend, 
über die ostdeutsche Küste aus. 
Die sehr veränderliche Luftdruckverteilung brachte nur in den ersten 
Tagen und in geringerem Grade am 8. bis 10. die Herrschaft eines ausgedehnten 
Hochdruckgebietes, während die Küste sonst meist im Bereich von Depressionen lag. 
Die Morgentemperatur war ganz überwiegend um nicht mehr als 2° von 
der vieljährigen entfernt: Abweichungen über 3° waren mit Ausnahme des 3.
	        
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