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” Annalen der Hydrograpbie und Maritimen Meteorologie, September 1903.
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Windgeschwindigkeit
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Wegen Erläuterungen zu der Tabelle vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1903, Heft III, S. 133f.
1,8
1,5
2,1
Der Juli kennzeichnete sich in seinen meteorologischen Monatswerten,
im Vergleich mit dem durchschnittlichen Ergebnis der früheren Jahre als nahezu
normal in Bezug auf Luftdruck, Temperatur und die registrierte Wind-
geschwindigkeit, in der letzten Beziehung unter Berücksichtigung, daß die
Anemometer in Wilhelmshaven und Wustrow zur Zeit wohl geringere Ge-
schwindigkeiten als früher registrieren, Die mittlere Bewölkung war an der
Nordsee zu hoch, an der Ostsee ziemlich normal und sogar teilweise zu klein.
Größere Unterschiede weisen die Niederschlagsmengen auf, indem die west-
deutsche Küste bis zur Kieler Bucht ganz erheblich zu große, das übrige Gebiet
aber um annähernd denselben Betrag zu kleine Regenmengen hatte.
Die zu Zeiten der Terminbeobachtungen notierten Windrichtungen er-
gaben ein Überwiegen der Winde aus den Westquadranten über die der öst-
lichen Quadranten, wobei jedoch im allgemeinen keine Richtung durch Häufigkeit
besonders hervortrat und andererseits die Winde aus NNO bis O0SO am
seltensten waren.
Steife und vereinzelt stürmische Winde traten am 6. an der Nordsee
aus dem Südwest-, am 7. westlich der Elbe aus dem Nordwestquadranten und
am 31. und in der folgenden Nacht ostwärts bis Rügen rechtdrehend aus west-
lichen Richtungen auf. Stürmische Winde aus SW bis WNW in größerer Aus-
breitung stellten sich am frühen Morgen des 18,, teilweise volle Sturmeskraft
erreichend und stellenweise sogar in orkanartigen Böen wehend, über dem Osten
der mecklenburgischen Küste ein und breiteten sich bis zum Nachmittag, meist
aus dem Südwestquadranten wehend, doch nur vereinzelt Stärke 8 überschreitend,
über die ostdeutsche Küste aus.
Die sehr veränderliche Luftdruckverteilung brachte nur in den ersten
Tagen und in geringerem Grade am 8. bis 10. die Herrschaft eines ausgedehnten
Hochdruckgebietes, während die Küste sonst meist im Bereich von Depressionen lag.
Die Morgentemperatur war ganz überwiegend um nicht mehr als 2° von
der vieljährigen entfernt: Abweichungen über 3° waren mit Ausnahme des 3.